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Die Neuerungen von Ubuntu 9.04

02.03.2009 | 14:43 Uhr |

Im April bringt Canonical die neueste Version von Ubuntu-Linux auf den Markt. Ubuntu 9.04 soll besonders durch seinen schnellen Bootvorgang begeistern und für Netbooks optimiert sein. Außerdem gibt es ein neues Dateisystem und eine verbesserte Schriftartendarstellung.

Ubuntu 9.04 setzt die Tradition der Codenamen fort und heißt "Jaunty Jackalope". Dieser Jackalope ist so eine Art amerikanischer Wolpertinger, ein Hase mit einem Geweih, somit ein Fabelwesen. Jaunty wiederum heißt "flott" beziehungsweise "keck".

Mit Ubuntu 9.04 (das wie gehabt als Desktop- und als Serverversion erscheinen wird) will Canonical-Gründer Mark Shuttleworth vor allem in den Consumerbereich stärker eindringen und damit Microsoft und Apple Marktanteile abnehmen. Damit Jaunty Jackalope das schafft, soll Ubuntu 9.04 besonders durch seinen schnellen Bootvorgang begeistern: Der Systemstart auf einem Netbook soll beispielsweise in 25 Sekunden bewältigt sein. Zudem soll Ubuntu für das immer stärkere Zusammenwachsen von Webanwendung und Desktopanwendung optimal vorbereitet sein - das viel diskutierte Cloud Computing lässt grüßen.

Strategisch besonders wichtig erscheint Shuttleworth der Netbook-Sektor, bei dem Canonical auch mit Intel eng zusammenarbeite. Linux sei insbesondere für Consumer-Electronics die perfekte Plattform und Linux würde hier bei der Herstellern auf große Akzeptanz stoßen. Doch leider gäbe es viele verschiedene Projekte und Frameworks für den Bereich Linux auf Smartphones - das würde zu einer unerwünschten "Fragmentierung" führen. Abhilfe könnte laut Shuttleworth das Moblin-Projekt schaffen. Moblin ist ein von Intel gefördertes Open Source-Projekt für die Entwicklung von Entwicklersoftware für Mobile Internet Devices (MIDs) und für andere mobile Geräte. Shuttleworth freut sich besonders auf die nächste größere Version von Moblin, das eine breite Basis für den Linux-Einsatz auf mobilen Endgeräten schaffen soll.

Der Schwerpunkt bei den bisher erschienenen Alphaversionen lag wie bereits oben angedeutet bei der Optimierung des Bootvorgangs. Außerdem wird der Installer fortlaufend verbessert. Ebenso wird an Backup-Funktionen und am besseren Support für mobile Geräte gebastelt.

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Übrigens: So sieht das aktuelle Ubuntu 8.10 aus:

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