SSD-Tipps

SSD-Festplatten optimal einrichten und nutzen

14.02.2012 | 13:01 Uhr | Michael Schmelzle

Holen Sie das Maximum aus Ihrer SSD heraus. Wir verraten Tipps, wie Sie nicht nur das Tempo, sondern auch die Lebensdauer Ihrer Flash-Festplatte erhöhen.

Bevor Sie Ihre neue SSD in Betrieb nehmen, sollten Sie sie auf den aktuellen technischen Stand bringen – mit einem Firmware-Update. Dazu schließen Sie die Festplatte an Ihren PC an und installieren das Tool Crystaldiskinfo 4.1.3 . Wählen Sie nach dem Programmstart in der zweiten Menüzeile von oben per Mausklick die SSD aus. Direkt unter der Bezeichnung sehen Sie die Version der „Firmware“. Starten Sie nun den Browser Ihrer Wahl, und rufen Sie auf der Website des SSD-Herstellers den Support-Bereich auf. Meist finden Sie dort schon eine aktuellere Firmware-Version.

Info-Zentrale: Crystaldiskinfo verrät die Firmware-Version
einer Flashspeicher-Festplatte, informiert aber auch über die
bisher absolvierte Lese- und Schreibleistung.
Vergrößern Info-Zentrale: Crystaldiskinfo verrät die Firmware-Version einer Flashspeicher-Festplatte, informiert aber auch über die bisher absolvierte Lese- und Schreibleistung.

Firmware-Update unter Windows oder per Boot-CD

Besonders komfortabel lässt sich die Firmware von SSDs mit Sandforce-Controller aktualisieren. Dazu starten Sie den mit der Firmware mitgelieferten Field Updater. Das Tool scannt nach der SSD und listet sie unter ihrer Modellbezeichnung auf. Setzen Sie unter „All“ ein Häkchen vor die Bezeichnung, und klicken Sie unten links auf „Update Firmware…“. Jetzt öffnet sich ein Explorer-Fenster, in dem Sie die Firmware-Datei auswählen und mit „Öffnen“ bestätigen. Den folgenden Warnhinweis schlagen Sie mit einem Klick auf „Proceed“ in den Wind. Gedulden Sie sich, bis rechts neben dem „All“-Kästchen ein grüner Haken erscheint. Starten Sie erneut Crystaldiskinfo: Es zeigt nun die neue Firmware-Version Ihrer SSD an.


Bei SSDs mit anderen Controllern ist das Firmware-Update in der Regel in einer ISO-Datei verpackt, mit der Sie eine Boot-CD anfertigen. Alternativ können Sie die ISO-Datei auch mit einem Tool wie Unetbootin 5.6.3 auf einen USB-Stick schreiben. Lesen Sie sich aber vorher genau den „Firmware Update Guide“ des SSD-Herstellers durch. Häufig setzen Firmware-Updates per Boot-Medium noch bestimmte Einstellungen im Bios voraus. So müssen Sie etwa beim m4-Modell von Crucial den SATA-Modus auf „IDE“, Legacy“ oder „compatibility mode“ stellen, da das Firmware-Update bei „AHCI“ nicht funktioniert.

Firmware-Update leicht gemacht: Das Programm Field Updater
für SSDs mit Sandforce-Controller läuft unter Windows und erkennt
automatisch das SSD-Modell.
Vergrößern Firmware-Update leicht gemacht: Das Programm Field Updater für SSDs mit Sandforce-Controller läuft unter Windows und erkennt automatisch das SSD-Modell.

Keine Kompromisse: Betriebssystem neu aufsetzen

Für maximale Stabilität, Lebensdauer und Geschwindigkeit sollten Sie das Betriebssystem neu auf der SSD installieren. Geeignet für SSDs sind Mac-OS X, Linux (ab Kernel 2.6.33) und Windows 7 – nur sie unterstützen den Trim-Befehl, der durch eine automatische Speicherbereinigung für eine gleichbleibend hohe Schreibleistung sorgt. Wer an Windows XP oder Vista festhält, muss mit Tools wie Secure Erase 4.0 die Speicherbereinigung manuell durchführen. Ihre alte Festplatte – falls vorhanden – nutzen Sie ab sofort als reines Datenlager.

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