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Firefox via Owncloud sicher synchronisieren

01.07.2014 | 11:11 Uhr |

Das Synchronisieren von Browser-Einstellungen und Lesezeichen via Cloud ist fast unentbehrlich, wenn Sie mehrere Geräte nutzen. Firefox können Sie mit der Owncloud abgleichen. Somit legen Sie Ihre Daten nicht in die Hände Dritter.

Firefox und Mozilla darf man eigentlich zu den „Guten“ rechnen, somit auch die Firefox-Synchronisation auf dem Mozilla-Server. Doch sitzt die Verunsicherung darüber tief, was heute noch wirklich sicher ist vor dem Zugriff der NSA und anderen Geheimdiensten. Wer will, kann sich unabhängig machen: Sie müssen nicht zwingend über den Mozilla-Server synchronisieren – mit der Owncloud funktioniert das ebenfalls.

Dieser Artikel stammt aus der LinuxWelt 3/2014

So klappt der Umstieg von XP zu Linux, Videoüberwachung mit Raspberry Pi einrichten, das beste Linux für jeden PC - das und mehr finden Sie in der neuen LinuxWelt 3/2014 .

Owncloud-Dienst aktivieren: Sobald Sie den Dienst „Mozilla Sync“ aktiviert haben, können Sie diese Option mit jedem Owncloud-Konto in Anspruch nehmen.
Vergrößern Owncloud-Dienst aktivieren: Sobald Sie den Dienst „Mozilla Sync“ aktiviert haben, können Sie diese Option mit jedem Owncloud-Konto in Anspruch nehmen.

Voraussetzungen und Vorbereitung der Owncloud

Wir gehen davon aus, dass Sie eine Owncloud-Installation auf dem neuesten Stand haben . Dabei ist es irrelevant, ob diese Instanz bei einem Internet-Provider oder in Ihrem lokalen Netzwerk läuft. Firefox kann sich selbstverständlich nur dann synchronisieren, wenn die Owncloud-Instanz erreichbar ist. Der Firefox-Abgleich funktioniert derzeit mit allen Desktop-Versionen des Mozilla-Browsers. Aktuelle Android-Varianten können Sie ebenfalls mit der Owncloud abgleichen. Firefox-OS hinkt noch etwas hinterher, damit ist derzeit keine Firefox-Synchronisation möglich.

Bevor Sie synchronisieren können, melden Sie sich als Administrator an der Owncloud an. Links unten finden Sie ein Plus-Zeichen, und darunter steht „Apps“. Mit einem Klick darauf öffnet sich die Liste der verfügbaren Anwendungen. Nach einer Standard-Installation ist die App „Mozilla Sync“nicht aktiviert. Außerdem ist sie als Anwendung eines Drittanbieters gekennzeichnet. Klicken Sie daher auf „Mozilla Sync“ und im sich dann öffnenden Fenster auf „Aktivieren“. Ab sofort können Sie die Synchronisation mit allen Owncloud-Konten benutzen.

Mit wenigen Schritten richten Sie ein neues Konto in der Owncloud ein. Dieses verwendet Firefox dann für die Synchronisation mit der Owncloud.
Vergrößern Mit wenigen Schritten richten Sie ein neues Konto in der Owncloud ein. Dieses verwendet Firefox dann für die Synchronisation mit der Owncloud.

Es schickt sich allerdings nicht, dort mit dem Administratorkonto zu arbeiten. Legen Sie deshalb einen normalen Nutzer an, und melden Sie sich als solcher an: Rechts oben finden Sie Ihren Benutzernamen. Klicken Sie daraufund danach auf „Persönlich“. Relativweit unten finden Sie einen Abschnitt,der sich „Mozilla-Sync“ nennt. Dort müssen Sie eine E-Mail-Adresse hinterlegen, sonst funktioniert die Synchronisation nicht. Sollten Sie bereits eine in den Kontoeinstellungen angegeben haben, wird diese per Standard übernommen. Sie dürfen für die Firefox-Synchronisation aber auch eine andere E-Mail-Adresse verwenden. Wichtig an dieser Stelle ist, dass Sie sich die Adresse des Servers merken. Diese ist in nachfolgender Form angegeben:

 http(s)://<Ihr-ownCloud-Server>/remote.php/mozilla_sync/

Als Passwort verwenden Sie dasjenige des Benutzer-Kontos Ihrer Owncloud.

Fünf Tipps für einen sichereren Browser

Hier geben Sie den Code mit zwölf Stellen an, den Ihnen die zu verbindende Firefox-Instanz anzeigt. Ist der Code richtig, startet die Synchronisation sofort.
Vergrößern Hier geben Sie den Code mit zwölf Stellen an, den Ihnen die zu verbindende Firefox-Instanz anzeigt. Ist der Code richtig, startet die Synchronisation sofort.

Firefox unter Linux und Windows synchronisieren

Nun starten Sie Firefox und klicken im Menü auf „Bearbeiten -> Einstellungen“. Für hier relevant ist die Registerkarte „Sync“: Klicken Sie hier auf „Firefox-Sync einrichten“. Es öffnet sich ein weiteres Fenster, und dort klicken Sie auf „Neues Benutzerkonto anlegen“. Als E-Mail-Adresse tragen Sie diejenige ein, die Sie beim Dienst „Mozilla-Sync“ in der Owncloud verwendet haben. Das Passwort ist identisch mit dem des Owncloud-Kontos. Im Drop-down-Menü „Server“ wählen Sie „Eigenen Server verwenden...“und geben die oben erwähnte Adresse ein. Klicken Sie danach auf „Weiter“, und die Synchronisation beginnt sofort. Öffnen Sie nun abermals die Registerkarte „Sync“ und dort die „Einstellungen“. Auf Wunsch können Sie genauer konfigurieren, was synchronisiert werden soll. Als Standard wird „Alles“ abgeglichen – Add-ons, Lesezeichen, Passwörter, Einstellungen, Chronik und Tabs.

Den aktiven Dienst können Sie auch in der Owncloud unter Ihren persönlichen Einstellungen kontrollieren: Unter „Mozilla-Sync“ sehen Sie nun, dass aktuell ein Gerät damit verbunden ist.

In den persönlichen Einstellungen der Owncloud sehen Sie, wie viele Geräte mit diesem Dienst synchronisiert werden und wie viel Platz die Synchronisierung fordert.
Vergrößern In den persönlichen Einstellungen der Owncloud sehen Sie, wie viele Geräte mit diesem Dienst synchronisiert werden und wie viel Platz die Synchronisierung fordert.

Synchronisation mit mehr als einem Gerät

Wir beschreiben die Methode für Android-Geräte. Sie lässt sich aber identisch auch mit anderen Firefox-Instanzen durchführen. Unter der Android-Variante richten Sie die Synchronisation ebenfalls über die „Einstellungen“ ein. Tippen Sie dafür auf die drei Punkte oben rechts und danach auf „Einstellungen“. Gleich die erste Option im neuen Fenster ist „Sync“. Hier erhalten Sie einen Code mit zwölf Stellen. Mit diesem Verfahren können Sie so viele Geräte wie gewünscht abgleichen.

In der Desktop-Version von Firefox und der Registerkarte „Sync“ klicken Sie auf „Gerät verbinden“. In die drei freien Felder geben Sie nun den ebenerhaltenen Code des Android-Geräts ein. Die Synchronisation startet sofort.

Wiederherstellungsschlüssel

Mozilla Firefox verschlüsselt alle Daten vor dem Hochladen. Sollten Sie alle Geräte verlieren, die mit dem Server verbunden waren, und möchten wieder an Ihre Daten kommen, brauchen Sie den Wiederherstellungsschlüssel. Diesen benötigen Sie auch für das manuelle Einrichten weiterer Geräte, wenn Sie die Code-Methode nicht anwenden können, weil Sie kein bereits konfiguriertes Gerät vor Ort haben. Um diesen Wiederherstellungsschlüssel zu sichern, klicken Sie auf der Registerkarte „Sync“ auf „Benutzerkonto verwalten“ und wählen aus dem Dropdown-Menü „Mein Wiederherstellungs-Schlüssel“. Danach können Sie den aktuellen Wiederherstellungs-Schlüssel drucken oder als HTML-Datei speichern.

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