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Firefox Hello aktivieren und benutzen

04.12.2014 | 09:27 Uhr |

Firefox 34 bringt eine eingebaute Funktion für Videotelefonie mit. Sie ist noch im Beta-Stadium. Wir erklären Ihnen, wie Sie Hello schon jetzt aktivieren und benutzen können.

Mozilla pflegt in Zusammenhang mit Firefox OS eine Kooperation mit der Telefongesellschaft Telefonica, die Mozillas Mobilbetriebssystem unterstützt. Telefonica hat im Jahr 2012 die Videoplattform TokBox übernommen, deren OpenTok-Technik nun als Videotelefonie-Funktion in Firefox Einzug hält. Sie basiert auf dem Web-Standard WebRTC (Real-Time Communication), den Firefox im Grunde seit Version 22 unterstützt. Die Videotelefonie hört auf den Namen "Firefox Hello" und ist in der aktuellen Firefox-Version 34 noch abgeschaltet.

Sie können sie jedoch aktivieren, indem Sie in der URL-Zeile die Adresse "about:config" eingeben und aufrufen. Im Suchfilter geben Sie "loop" ein und finden so relativ leicht den Eintrag "loop.throttled". Dessen Wert ändern Sie durch einen Doppelklick von "true" auf "false". Nachdem Sie Firefox beendet und neu gestartet haben, können Sie Hello benutzen. Im Optionsmenü unter "Anpassen" finden Sie ein neues Symbol, das einem Smiley ähnelt. Ziehen Sie es an eine beliebige Stelle in der Firefox-Leiste, etwa gleich neben den Home-Button, und schließen Sie das Anpassen ab.

Wenn Sie den Hello-Button anklicken, erscheint ein Dialog, in dem Sie einen Einladungs-Link per Mail an einen anderen Firefox-Nutzer senden können. Alternativ können Sie den Link auch kopieren und zum Beispiel per Instant Messenger verschicken. Hat Ihr Kommunikationspartner in spe seinen aktuellen Firefox in gleicher Weise vorbereitet, klickt er auf den Link und die Verbindung wird aufgebaut: es klingelt.

Wenn Sie WebCam und Mikrofon freigeben haben, können Sie nun ein Videotelefonat führen. Auch während des Gesprächs können Sie die Kamera und/oder das Mikrofon ausschalten. Was derzeit nicht funktioniert, ist die Kamera nachträglich zu aktivieren, wenn sie es nicht von Anfang an war. Es müssen auch nicht beide Gesprächspartner eine (aktivierte) WebCam haben. Naturgemäß kann die Eine den Anderen dann nicht sehen.

Bequemer mit Firefox-Konto

Das Ganze funktioniert auf diesem Wege ganz ohne Anlegen eines Benutzerkontos oder eine Registrierung bei einem Anbieter. Bequemer wird es allerdings, wenn beide ein Firefox-Konto haben, wie es auch für Sync benötigt wird. Dann können Sie eine Kontaktliste anlegen und den Gesprächsaufbau anstoßen, ohne stets einen Link versenden zu müssen. Das Anlegen eines Firefox-Kontos können Sie gleich in dem Dialog starten, der sich beim Anklicken des Hello-Symbols öffnet. Sie müssen lediglich eine gültige Mail-Adresse angeben sowie ein Passwort festlegen. Sie erhalten eine Mail mit einem Bestätigungs-Link, den Sie aufrufen müssen, um die Registrierung abzuschließen.

Was Firefox Hello noch fehlt, ist eine Chat-Funktion, über die man Text wie etwa Links austauschen könnte – von Dateien ganz zu schweigen. Welche der Kontakte online sind, kann man nicht erkennen. Man kann seinen eigenen Status auf "Verfügbar" oder "bitte nicht stören" setzen. Eine echte Alternative zu einem lange gereiften Video-Messenger wie etwa Skype ist Hello also noch nicht. Es ist ja auch noch im Beta-Teststadium.

In Googles Browser Chrome ist WebRTC schon etwas länger implementiert, für ein Videotelefonat ist jedoch eine Erweiterung nötig. Auf der WebRTC-Website wird sogar eine Referenz-App demonstriert , die Videotelefonate zwischen Firefox und Chrome ermöglicht. Das funktioniert mit Beta-Versionen von Firefox schon seit mehr als einem Jahr und soll letztlich auch mit Hello klappen. Der Internet Explorer unterstützt WebRTC bislang nicht, aber Microsoft arbeitet daran .

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