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Firefox-Tricks (I)

11.12.2007 | 07:23 Uhr |

Firefox ist anders als die restlichen Windows-Anwendungen: Seine Einstellungen sind nicht in der Registry zu finden, sondern in einem Sammelsurium an Textdateien. Wir lüften die Geheimnisse des Browsers.

Wenn Sie Firefox konfigurieren wollen, führt der übliche Weg über den Menüpunkt „Extras, Einstellungen“. Wie andere Software kennt auch Firefox versteckte Einstellungen. Davon gibt es eine Menge, denn seine Entwickler machten exzessiv davon Gebrauch, den Konfigurationsdialog soweit wie möglich zu reduzieren. Dieses minimalistische Design ist Absicht: Anders als die Internet-Suite Mozilla und deren Browser-Ableger Seamonkey zielt Firefox auch auf Ein- und Umsteiger, die nicht von einer überladenen und undurchschaubaren GUI abgeschreckt werden sollen. Fortgeschrittene Benutzer passen den Browser über die spezielle URL „about:config“ an. In die Adresszeile eingetippt, ermöglicht sie den Zugriff auf alle Einstellungen, die Firefox kennt.

„about:config“ – die abgespeckte GUI

Im Vergleich zu einem Konfigurationsdialog mit Checkboxen und Drop-down-Listen ist „about:config“ eher schlicht eingerichtet: Die GUI listet alle Optionen untereinander auf – fast wie die Registry, aber ohne hierarchische Gliederung. Auf den ersten Blick erinnert das eher an eine unsortierte Zusammenstellung in einem Text-Editor. In der Tat speichert Firefox alle seine Einstellungen in rund zehn Textdateien mit der Endung js, die über die Festplatte verteilt liegen. Die Datei prefs.js liegt in Ihrem Profilverzeichnis und enthält alle Einstellungen, die Sie selbst vorgenommen haben, egal ob im Konfigurationsdialog oder per „about:config“. Mit den normalerweise unter Windows üblichen Gepflogenheiten hat dieses System nichts zu tun, Firefox benutzt nicht die Registry, um seine Einstellungen zu speichern.
Vorteil Filter-Funktion: Das stärkste Argument, warum „about:config“ gar nicht so unkomfortabel ist, liefert allerdings die Filter-Funktion, eine Art Live-Suche über die gesamte Konfiguration. Sobald Sie Text in das Feld „Filter“ eintragen, sehen Sie nur noch die Zeilen, in denen das Suchwort vorkommt – allerdings nur in den Namen der Einstellung, nicht im Wert. Wenn Sie also irgend etwas an den Tab-Einstellungen ändern wollen und wissen, dass diese alle mit „browser.tabs …“ beginnen, tippen Sie den Begriff auf Englisch ein und schrumpfen die Liste schnell auf knapp zwanzig Einträge, die dafür relevant sind.

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