Die letzte Sicherheitsebene, die Sie Ihrem Notebook hinzufügen können, betrifft den Notebookverlust oder -Diebstahl. Notebooks werden häufiger verloren und geklaut als Desktop-Rechner. Sie sollten also für den Verlustfall vorsorgen.
Um ein Notebook nach dem Verlust wieder zurück zu bekommen, gibt es grob gesagt zwei Möglichkeiten: Eine Dienstleistung oder ein Programm. Manchmal können Sie das eine als Ergänzung zum anderen verwenden.
Auf der Dienstleistungsseite gibt es beispielsweise
StuffBak. Hier kaufen Sie sich bestimmte Aufkleber, die aus der gleichen Metallfolie bestehen, wie industrielle Inventur-Kontroll-Etiketten, auf denen beispielsweise die Seriennummer aufgedruckt ist. Sie bringen einen solchen Aufkleber an einem auffälligen Ort auf dem Notebook an und registrieren anschließend das Gerät auf der Webseite von StuffBak. Wenn Sie Ihr Gerät vermissen, können Sie dies auf der Webseite angeben und als vermisst melden. Auf dem Sticker selbst steht „Reward for return" zusammen mit einer 800 Nummer und einer URL zu der Webseite von StuffBak.
Wenn ein guter Samariter das Gerät findet und als gefunden meldet, kann diese Person einen Finderlohn erhalten. Sie selbst entscheiden über die Höhe des Finderlohns und StuffBak kümmert sich um die gesamte Logistik. Das Gerät wird zu Ihnen versandt, ohne dass der Finder Ihre Adresse erfährt. Das ganze läuft anonym ab.
StuffBak bietet unterschiedliche Services an, abhängig von der Anzahl der Geräte, die Sie beschützen müssen. Ein Grundpaket mit Aufklebern wird mit einer lebenslangen Geräte-Registrierung verschickt und beinhaltet eine kostenlose Rücksendung für zwei Jahre. Aber Sie können weiteren Schutz buchen, in Abhängigkeit davon, was Sie benötigen. Manche PC-Hersteller bieten solche Funktionen als Grundausstattung an. Sony integriert beispielsweise
TrackItBack mit dessen Aufklebern bei vielen seiner Notebooks.
Ein großer Nachteil von StuffBak und vergleichbaren Anbietern ist, dass es vollkommen vom guten Willen des Finders abhängig ist, ob das Notebook zurückkommt. Selbstverständlich kann das verlorene oder geklaute Laptop in die Hände einer aufrichtigen Person gelangen, oder zumindest jemandem, der den Finderlohn erhalten will. Leider ist nicht jeder motiviert anderen zu helfen. Deswegen ist es unserer Meinung nach sinnvoll, sich zumindest zusätzlich auf Software zu verlassen. Denn es gibt auch Programme, die Ihnen beim Wiederauffinden des Rechners helfen können.
Wir setzen auf die Anwendungs- und Dienstleistungs-Kombination
Prey, die Ihnen Schutz für PCs und Smartphones anbietet. Sie installieren die Open-Source-Software Prey auf die Geräte, die Sie verfolgen wollen. Dann melden Sie jedes Gerät auf der Webseite von Prey an. Wenn Sie eines der Geräte vermissen, geben Sie das bei der Webseite an und Sie können aus einer Vielzahl von Bergungsmechanismen auswählen:
- Audio-Alarm; sinnvoll, wenn Sie vermuten, dass Ihr Gerät in der Nähe ist
- Eine Alarm-Nachricht, die jeden möglichen Nutzer davor warnt, dass dieses Gerät verfolgt wird
- Geräte-Sperrung und -Datenlöschung. Die Möglichkeiten variieren, je nach Gerät und Dienstleistungsgrad.
- Ortung über GPS oder Netzwerkverbindungen
- Session-Bespitzelung; der mögliche Nutzer wird überwacht
- Zugriff auf die Kamera, um heimlich Fotos auszunehmen
Wenn der Prey-Client eine Netzwerkverbindung hat, überprüft dieser alle paar Minuten, ob der Host das Gerät als verloren gemeldet hat. Sie können das Überprüfungsintervall zwischen 10 und 40 Minuten einstellen. Prey kann automatisch und leise versuchen eine Verbindung über einen Wi-Fi-Hotspot zu erstellen.
Die kostenlose Version des Prey-Service ermöglicht es Ihnen maximal drei Geräte zu registrieren. Desweiteren gibt es Einschränkungen bei den Verfolgungsmöglichkeiten. Bei den bezahlten Versionen von Prey können Sie mehr Geräte verfolgen lassen und selbstverständlich stehen Ihnen mehr Verfolgungsmöglichkeiten zur Verfügung. Beispielsweise können Sie sich dauerhaft zu Ihrem gestohlenen Gerät verbinden, wenn dieses an einem Netzwerk angeschlossen ist.
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