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Bungalow ist kein außerhäuslicher Arbeitsplatz

08.10.2009 | 09:08 Uhr |

Wer seinen Arbeitsplatz in einem Bungalow in unmittelbarer Nähe seines Hauses einrichtet, kann bei der steuerliche Anerkennung sein blaues Wunder erleben.

Ein in einem Bungalow auf selbst bewohntem Grundstück eingerichtetes Büro ist in steuerlicher Hinsicht kein außerhäuslicher Arbeitsplatz, dessen Kosten in vollem Umfang von der Steuer abgesetzt werden können, wie unsere Schwesterpublikation channelpartner.de berichtet.

Dies, so der Kieler Steuerberater Jörg Passau, Vizepräsident und geschäftsführendes Vorstandsmitglied der DASV Deutsche Anwalts- und Steuerberatervereinigung für die mittelständische Wirtschaft e. V. mit Sitz in Kiel, ist die Konsequenz eines Urteils des Finanzgerichts Berlin-Brandenburg vom 25. September 2008, Az.: 14 K 6286/04 B.

Steuerpflichtige, die ihrer Berufstätigkeit teilweise in ihrem häuslichen Arbeitszimmer nachgehen, können die Kosten dafür nur noch in besonderen Ausnahmefällen - und in der Vergangenheit häufig ohnehin nur betragsmäßig begrenzt - steuerlich geltend machen.

Aus diesem Grund, so Passau, hat sich die Rechtsprechung mehr und mehr mit der Frage zu beschäftigen, wann ein Büro als Teil der Wohnung des Steuerpflichtigen und damit als häusliches Arbeitszimmer anzusehen ist bzw. unter welchen Voraussetzungen ein außerhäuslicher Arbeitsplatz - dessen Kosten in vollem Umfang von der Steuer abgesetzt werden können - gegeben ist.

In dem ausgeurteilten Fall nutzte der Kläger, ein EDV-Dozent, einen kleinen Bungalow als Büro, der sich auf dem von ihm bewohnten Hausgrundstück befand und den er von seiner Schwiegermutter gemietet hatte. Das Finanzgericht sah den Bungalow (nur) als häusliches Arbeitszimmer an und begründete dies damit, dass "häuslich" nicht unbedingt "im Haus gelegen" heißen müsse, sondern ausreichend sei, dass das Arbeitszimmer sich "in der häuslichen Sphäre" des Steuerpflichtigen befinde. Der Bungalow, der sich nur wenige Meter neben dem Wohnhaus des Klägers befand, sei noch dessen häuslicher Sphäre zuzurechnen, entschied das Finanzgericht.

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