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Filme und TV-Serien auf Abruf ansehen

23.01.2013 | 10:22 Uhr |

Filme und TV-Serien ganz bequem über eine schnelle Internetdatenleitung – Video-on-Demand macht es möglich. Vorausgesetzt, Sie sind bereit, für jeden abgerufenen Spielfilm zu bezahlen.

Video-auf-Abruf-Dienste werden immer populärer. Anstatt abzuwarten, bis Ihre Lieblingssendung im Live-Fernsehprogramm kommt, holen Sie sich Filme und TV-Serien rund um die Uhr aus einer Online-Videothek auf den Bildschirm. Viele der neuen Smart-TV-Geräte sind nicht nur mit einem Internetanschluss, sondern auch mit einem eingebauten Decoder für Video-Abrufdienste ausgestattet. Mit Apple TV und Google Nexus Q ringen preisgünstige Hardware-Decoder um die Gunst des Publikums.

So funktioniert Video auf Abruf am TV

Die Inhalte aus Online-Video- theken lassen sich per Browser am PC sowie mit entsprechend ausge- statteten TVs, Smartphones und Tablet-PCs abrufen.
Vergrößern Die Inhalte aus Online-Video- theken lassen sich per Browser am PC sowie mit entsprechend ausge- statteten TVs, Smartphones und Tablet-PCs abrufen.

Der Grundgedanke bei Video-on-Demand: Ein Benutzer kann jederzeit („on Demand“) gegen eine Leihgebühr einen Film-, Serien- oder Doku-Inhalt auswählen und sofort in voller Länge am PC-Bildschirm, einem Fernsehgerät oder auf Mobilgeräten wie Smartphone und Tablet-PC anschauen – und das innerhalb der Ausleihfrist beliebig oft. Der Clip wird dabei in der Regel gestreamt: Statt eine mehrere hundert MB oder einige GB große Videodatei erst vollständig zu laden, sendet ein Server einen Datenstrom (Stream), der im Fernseher, am PC oder am Receiver gepuffert wird. Hat der Server genügend Daten übertragen – bei einer flotten Internetverbindung dauert das nur Sekunden – beginnt die Wiedergabe, während im Hintergrund kontinuierlich Daten empfangen werden.

Das sind die Anbieter von Abrufdiensten
In der Vergangenheit waren Nutzer von Video-Abrufdiensten mit vielerlei Problemen konfrontiert: Angesichts mickriger Filmangebote, oftmals unbefriedigender Bildqualität und teils komplexen Abrechnungsmodellen trat schnell Ernüchterung ein. Auch haperte es am nötigen Internet-Übertragungstempo. Entsprechend schnell verschwanden manche Anbieter von Video-on-Demand vom Markt.

Inzwischen sind schnelle Internetanschlüsse zumindest in zahlreichen Ballungszentren und mit LTE auch außerhalb dicht besiedelter Regionen zu haben. Und mit Smart-TVs und Geräten wie Apple TV ist ein Empfang auch ohne angeschlossenen Computer möglich, schließlich ist das Wohnzimmer normalerweise nicht der typische Platz eines PCs.

Smart fernsehen auch mit altem TV-Gerät

Bei den Inhalten hat sich ebenfalls einiges getan: So gibt es mit iTunes (Apple), dem Play Store und Youtube von Google, Maxdome (Tochterunternehmen der Prosieben-Sat1-Gruppe), Lovefilm (Amazon) und Videoload (Deutsche Telekom) eine Reihe von Anbietern für Abrufvideos. Sie konkurrieren mit den Demand-Angeboten der IP-TV-Dienste von O2 (Alice TV), Deutsche Telekom (Entertain) und Vodafone – mehr dazu auf Seite 2 „Das unterscheidet Online-Videotheken von IP-TV“. Und mit Anytime des Pay-TV-Senders Sky ringt ein weiterer Dienst um die Gunst von Nutzern.

Der Haken an der schönen neuen Video-Abrufwelt: Die einzelnen Angebote und Dienste sind technisch untereinander nicht kompatibel. Das bedeutet, dass Sie mit Ausnahme von Youtube-Videos jeweils für jedes Angebot ein eigenes Abonnement abschließen müssen und eine entsprechende Empfangsmöglichkeit benötigen – entweder fest im Smart-TV integriert oder über einen Hardware-Decoder wie Apple TV.

Bei den genannten Online-Videotheken erhalten Sie gegen Bezahlung Filme, Serien, Dokumentationen und andere Abrufinhalte. Filme in Kinolänge verursachen übrigens einiges an Datenvolumen. Ein zwei Stunden langer Hollywood-Blockbuster benötigt in Standardauflösung schnell mal 1,5 GB. Ein HD-Film ist mitunter sogar 4 GB groß.


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