23.12.2004, 11:22

Margit Kuther

Festplatten

Windows erkennt nur 128 oder 137 GB
Problem: Ihre neue Festplatte hat laut Hersteller 180 GB, aber Windows zeigt nur 128 GB bis 137 GB an.

Lösung: Damit Windows Festplatten mit mehr als 128 GB beziehungsweise 137 Milliarden Byte ansteuern kann, brauchen Sie ein passendes Bios und einen Treiber fürs Betriebssystem. Wenn bereits das Bios beim Booten die falsche Kapazität meldet, müssen Sie sich zunächst ein Bios-Update vom Hauptplatinen-Hersteller besorgen und nach Herstelleranleitung aufspielen. Erkennt Windows weiter nicht die vollständige Plattenkapazität, brauchen Sie zudem noch den Treiber. Bei Windows XP ist zumindest Service Pack 1 erforderlich, das Sie auf der Microsoft-Site erhalten. Unter Windows 2000 brauchen Sie zumindest das SP3 und müssen zusätzlich mit Regedit im Schlüssel „Hkey_Local_Machine\System\Current ControlSet\Services\atapi\Parameters“ den DWORD-Wert „EnableBigLba“ erstellen und den Wert „1“ zuweisen.
Große Datenmengen austauschen
Problem: Sie wollen große Datenmengen schnell und bequem vom Notebook auf den PC übertragen, ohne ein Netzwerk einrichten zu müssen.
Lösung: Für diesen Fall bietet sich die USB-Direktverbindung an. Sie brauchen ein spezielles USB-Kabel mit integriertem Software-Modul, das den Datentransfer steuert. Ein solches bietet etwa Pearl an. Es nennt sich PC-Link-Cable und ist unter der Bestell-Nr. PE-1199-901 für rund 30 Euro erhältlich. Außerdem müssen die Betriebssysteme der beiden PCs zueinander passen. Folgende Kombinationen funktionieren: Windows 98 und 98/ME oder Windows 2000 mit 2000/XP.
Starten Sie die beiden PCs, und verkabeln Sie sie über die USB-Direktverbindung. Klicken Sie nun bei einem PC im Windows-Explorer auf den neuen Wechseldatenträger – unter diesem Namen erscheint das Modul des USB-Kabels. Es enthält eine Datei: die Datentransfer-Software. Mit einem Doppelklick darauf starten Sie das Programm auf beiden PCs. Es ähnelt dem Windows-Explorer – auch in der Bedienung. Die obere Fensterhälfte zeigt den lokalen, die untere den angeschlossenen Rechner. Jetzt können Sie per Drag & Drop oder über das Kontextmenü Daten zwischen beiden Computern austauschen.
So spüren Sie Speicherfresser auf
Problem: Sie haben eine große Festplatte mit zahlreichen Ordnern und Unterordnern. Um Platz zu schaffen, wollen Sie herausfinden, wo sich die größten Dateien verbergen und gezielt einige davon löschen. Sie haben aber keine Lust, sich mühsam von Ordner zu Ordner zu hangeln.

Lösung: Installieren Sie die englischsprachige Freeware Jdiskreport für Win 95/98/ME, NT 4, 2000 und XP. Das Tool zeigt innerhalb von Minuten die größten Speicherfresser an. Dazu starten Sie das Programm und klicken auf „Analyse a file tree“. Wählen Sie das Laufwerk oder den Pfad, den Jdiskreport durchsuchen soll. Das Programm analysiert nun die Größe aller darin befindlichen Ordner und Dateien und zeigt das Ergebnis anschaulich als Torten- oder Balkendiagramm. Wenn Sie auf die Registerkarte „Top 100“ klicken, listet es die 100 größten Dateien auf und informiert Sie, in welchem Ordner diese abgelegt sind und wann sie zuletzt verändert wurden. Gewappnet mit diesen Informationen können Sie sich ans Aussortieren machen.
Festplatte entrümpeln und defragmentieren
Problem: Ihr Rechner enthält viele vorinstallierte Programme, die Sie teils nur selten oder gar nicht brauchen.
Lösung: Werfen Sie Überflüssiges von Ihrer Platte. Das spart Platz und beschleunigt Systemprogramme wie die Fehlerüberprüfung, das Defragmentieren und die Sicherung der Festplatte. Dazu gehen Sie in die Systemsteuerung und klicken auf „Software“. Windows zeigt Ihnen die Liste der installierten Programme an. Zum Löschen markieren Sie einen Eintrag und klicken auf „Ändern/Entfernen“. Viele Anwendungen stellen auch eine eigene De-Installationsroutine bereit. In diesem Fall können Sie über „Start, Programme, <Name der Software>“ mit einem Klick auf „Uninstall/ Remove (<Name der Software>)“ oder „(<Name der Software>) Deinstallieren“ das Programm löschen. Nach dem Entrümpeln – aber nicht nur dann, sondern prinzipiell nach jeder größeren Löschaktion – sollten Sie unbedingt noch die Festplatte defragmentieren. Sie starten das entsprechende Tool über „Start, Programme, Zubehör, Systemprogramme“ mit „Defragmentierung“. Damit beschleunigen Sie den Zugriff auf die Festplatte spürbar.
So löschen Sie sensible Daten sicher von der Platte
Problem: Sie haben sensible Daten auf Ihrem Rechner, und daher reicht Ihnen das einfache Löschen, bei dem Daten reanimiert werden können, nicht aus.
Lösung: Greifen Sie zur Shareware Savedelete 1.0 für Win NT 4, XP und 2000. Es löscht Daten wirklich, indem es diese etwa in der normalen Sicherheitsstufe mit einem Zufallswert überschreibt. Und so gehen Sie vor: Nach der Installation integriert sich das Tool im Windows-Explorer. Sie müssen nur die zu löschenden Dateien oder Verzeichnisse selektieren und anschließend die rechte Maustaste klicken. Aus dem Kontextmenu wählen Sie dann Savedelete aus. Daraufhin werden nach nochmaliger Bestätigung Ihrerseits die Daten endgültig gelöscht. Die Demoversion von Savedelete können Sie übrigens 14 Tage testen. Die Vollversion kostet etwa 10 Euro.
Fehler online aufspüren
Problem: Sie möchten sicherstellen, dass Ihre Festplatten fehlerfrei arbeiten.
Lösung: Seagate bietet auf seiner Website eine kostenlose Online-Diagnose an. Sie prüft alle EIDE-, SATA- und SCSI-Laufwerke – egal von welchem Hersteller. Der Test funktioniert unter Windows 95/98/ME, XP oder 2000.
Schließen Sie alle Anwendungen, und gehen Sie auf die Seagate-Site. Wählen Sie unter “Seatools online” die Option “Deutsch”, dann “Online-Festplattenselbsttest”. Sie sehen nun alle in Ihrem System installierten Festplatten. Setzen Sie ein Häkchen vor die Platte, die Sie überprüfen wollen. Über “Weiter, Erweiterten Festplattenselbsttest ausführen” starten Sie die Aktion.
Das Programm nimmt einen Schreibtest vor. Dabei tastet es Ihre Dateien auf Festplatte nicht an, denn es füllt ungenutzte Blöcke temporär mit Daten.
Abschließend liest das Tool den kompletten Nutzdatenbereich der Platte und checkt ihn auf Fehler. Erhalten Sie die Meldung “Selbsttestroutine ohne Fehler beendet”, ist Ihre Platte in Ordnung.
So kommen Sie an die Plattenparameter
Problem: Sie wollen eine alte IDE-Festplatte zusätzlich in Ihrem PC installieren. Doch der Aufkleber mit Herstellernamen, Plattenmodell und den Jumperstellungen hat sich gelöst und ist nicht mehr auffindbar.

Lösung: Zunächst müssen Sie den Hersteller und die Modellbezeichnung der Platte in Erfahrung bringen. Diese Info liest üblicherweise das Bios aus. Schließen Sie die Festplatte an eine freie Buchse des IDE-Kabels sowie mittels Stromkabel am Netzteil an. Starten Sie den PC. Jetzt sollten sich Hersteller und Modellbezeichnung offenbaren. Nennt Ihnen das Bios das Plattenmodell, nicht aber den Hersteller, können Sie diesen mittels Internet-Suchmaschine rasch ermitteln.
Geben Sie dazu etwa in Google einfach die Modellbezeichnung an, eventuell mit dem Zusatz „Festplatte“ oder „harddisk“. Haben Sie so den Hersteller herausgefunden, wechseln Sie auf dessen Website. In der Regel gibt es hier eine Suchfunktion. Tragen Sie dort nochmals die Modellkennung der Platte ein. Innerhalb kürzester Zeit sollten Sie so die passenden Jumperstellungen nicht nur von aktuellen, sondern auch von älteren Modellen erfahren.
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