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Fernzugriff über das Web

27.01.2014 | 14:26 Uhr |

Der Fernzugriff auf einen PC über das Internet hilft bei diversen Aufgaben: Typisches Motiv ist es, anderen technische Hilfestellung zu leisten. Sie können wichtige Dateien auch einfach vom Heim-PC abholen.

Schritt 1: Die Remote-Software

Die komfortabelste kostenlose Remote-Software sind aktuell der Teamviewer 8 und Googles Chrome Remote Desktop . Beide sind sich in Funktionalität und Bedienung ähnlich. Bei beiden läuft die Verbindung der beiden Geräte über einen Vermittlungs-Server, und folglich ist dort ein Konto notwendig. Da viele Anwender ein Google-Konto bereits aus anderen Gründen besitzen und ferner Googles Browser Chrome immer beliebter wird, beschreiben wir hier die Vorgehensweise beim Chrome Remote Desktop. Das Betriebssystem spielt dabei keine Rolle. Sie können mit Windows einen Linux-PC fernsteuern oder Mac-OS oder auch in jeder anderen Richtung. Die Verbindung zum Google-Server ist dabei SSL-verschlüsselt und abhörsicher.

So müssen Sie niemals auf Ihren Heim-PC verzichten - Teamviewer macht es möglich

Schritt 2: Installation des Remote-Desktop

Installation des Remote-Desktop
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Der Chrome Remote Desktop nutzt den Browser Chrome zur Darstellung des entfernten PCs und setzt daher die Installation dieses Browsers voraus. Ist Chrome installiert und Sie bei Google angemeldet, benötigen Sie noch die Browser-Erweiterung „Chrome Remote Desktop“. Im Chrome-Dialog „Extras > Einstellungen > Erweiterungen“ finden Sie den Link „Mehr Erweiterungen herunterladen“, der Sie in den „Chrome Web Store“ bringt. Suchen Sie dort „Remote“, wonach Ihnen an oberster Stelle der Remote Desktop angeboten wird. Klicken Sie diesen Eintrag an, worauf Sie im Hauptfenster „Chrome Remote Desktop“ und dann die Schaltfläche „Hinzufügen“ wählen. Die Warnmeldung, die Ihnen die weitreichenden Berechtigungen der App anzeigen, bestätigen Sie mit „Hinzufügen“.


Schritt 3: Fernzugriff mit Chrome

Remote-Unterstützung
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Die neue Erweiterung finden Sie auf der Chrome-Startseite, die Sie immer beim Öffnen neuer Tabs erhalten – etwa nach der Tastenkombination Strg-T. Beim allerersten Start müssen Sie die App „Autorisieren“ und im Folgedialog den „Zugriff zulassen“. Nun haben Sie die Wahl zwischen „Remote-Unterstützung“ und „Meine Computer“.

  • Remote-Unterstützung “ eignet sich für den interaktiven Austausch mit einer Person an einem entfernten PC: Wenn Sie einen PC mit der grünen „Teilen“-Schaltfläche freigeben, erzeugt der Google-Server einen 12-stelligen Zufallscode. Sobald die Gegenstelle an gleicher Stelle im Chrome Remote Desktop die Schaltfläche „Zugreifen“ nutzt und dann diesen Code eingibt, sind die Rechner verbunden. Den Code übermitteln Sie telefonisch oder per Mail.

  • Meine Computer “ ist nicht interaktiv, sondern als Dauereinrichtung gedacht: Wenn Sie „Remote-Verbindungen aktivieren“ und dazu eine mindestens sechsstellige Nummer (PIN) eingeben, werden der aktuelle Rechnername und seine PIN bei Google gespeichert. Auf jedem Gerät mit Chrome Remote Desktop erhalten Sie gespeicherten Rechner (Ihres Google-Kontos) angezeigt und können mit der hinterlegten PIN darauf zugreifen.

Schritt 4: Bedienung des Remote-Desktop

Bedienung des Remote-Desktop
Vergrößern Bedienung des Remote-Desktop

Nach der Eingabe des Zugangscodes zeigt das Browser-Fenster den Desktop des ferngesteuerten PCs. Die Bildschirmauflösung wird automatisch skaliert, damit der Desktop ins Browser-Fenster passt. Über das Steuerungspanel oben und „Bildschirmoptionen“ passen Sie die Darstellung an. Abgesehen von Verzögerungen durch die Datenübermittlung benutzen Sie den entfernten PC genau wie sonst gewohnt. Wenn Sie Dateien kopieren möchten, müssen Sie natürlich den Umweg über einen gemeinsamen Cloud-Service oder FTP-Server nehmen. Der ferngesteuerte PC ist während der Remote-Sitzung nicht gesperrt, kann also auch dort weiter benutzt werden.

Den PC über Google Chrome fernsteuern - leicht gemacht

Schritt 5: Tipps und Grenzen

Chrome-Remote-Anfrage weckt keinen Rechner aus dem Energiesparzustand.
Vergrößern Chrome-Remote-Anfrage weckt keinen Rechner aus dem Energiesparzustand.

Chrome muss auf dem ferngesteuerten PC nicht gestartet sein. Verantwortlich für die Datenübertragung sind zwei Dienste, die unabhängig vom Browser laufen. Sie benötigen im Leerlauf nur 4 bis 5 MB, bei Benutzung schnell 100 MB. Jedoch kann eine Chrome-Remote-Anfrage keinen Rechner aus einem Energiesparzustand wecken. Wenn ein Rechner aus der Ferne erreicht werden soll, muss er entweder ohne Energiesparfunktion laufen oder von einer Person vor Ort gestartet werden. Ähnliche Bildschirme und Auflösungen erleichtern den Zugriff. Bei einem Dual-Monitor-Desktop am ferngesteuerten PC schalten Sie am besten aus der Ferne den sekundären Monitor ab, oder Sie verzichten über die „Bildschirmoptionen“ auf die automatische Skalierung.

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