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Fernseher oder Monitor zu Weihnachten

02.12.2013 | 13:20 Uhr |

Wer zu Weihnachten einen Fernseher kaufen will, hat die volle Auswahl: Gewölbte Schirme, smarte Bedienung und Ultra HD. Die super hohe Auflösung hält auch bei PC-Monitoren Einzug, ist hier aber noch sehr teuer. Die Kaufberatung gibt Ihnen einen Überblick zu aktuellen Schirmen.

In der kalten Jahreszeit verbringen wir mehr Zeit zu Hause und damit auch vor einem Schirm. Jetzt stört so richtig, dass die alte Glotze zu klein oder technisch überholt ist. Eine ideale Gelegenheit für einen Eintrag in der Geschenke-Wunschliste. Die Auswahl ist riesig: Bei Fernsehern treffen Sie auf gewölbte Schirme wie etwa den LG 55EA9809 Curved Oled für rund 9000 Euro, die das Kinoerlebnis unmittelbarer machen. Auch interessante Standfuß-Konzepte setzen sich vermehrt durch. Gerade die großen TVs scheinen dadurch in der Luft zu schweben. Die wohl wichtigste Neuerung ist Ultra HD. Bei Fernsehern findet sich die vierfache Full-HD-Auflösung bereits in erschwinglichen Preisregionen. Die PC-Monitore mit Ultra HD sind dagegen noch so teuer, dass sie ganz ambitionierten Anwendern vorenthalten sind.

Darauf kommt es an: Auch wenn ein Fernseher oder PC-Monitor mit Ultra HD (3840 x 2160 Pixel) für Sie derzeit nicht in Frage kommt, gehen Sie bei aktuellen Geräten nicht unter die Full-HD-Auflösung von 1920 x 1080 Bildpunkten. Mehrheitlich nutzen die Schirme LEDs (Leuchtdioden) als Hintergrundbeleuchtung, ein kleiner Teil der Fernseher setzt weiter auf Plasma-Technik. Die Geräteauswahl wird hier jedoch spätestens jetzt geringer, da sich Panasonic aus der Plasma-Produktion verabschiedet hat. Eventuell lässt sich hier aber ein Schnäppchen machen. Während 3D bei Fernsehern zum Standard gehört, hat sich der Tiefeneffekt bei PC-Monitoren nicht durchgesetzt. Die Auswahl an Modellen mit 3D nimmt ab.

Vergleichstest: Der beste Flachbildfernseher

Voll im Trend sind große Schirme

Sowohl bei TVs als auch bei PC-Monitoren geht der Trend zu großen Bildschirmdiagonalen: Bei Fernsehern profitiert die Klasse bis 50 Zoll (127 Zentimeter), denn hier fallen die Preise. So kriegen Sie einen Fernseher mit 46 Zoll (117 Zentimeter) für rund 500 Euro - wie etwa den Grundig 46VLE8003 BL für derzeit rund 470 Euro. Erst für Schirme ab 50 Zoll (140 Zentimeter) müssen Sie über 1000 Euro investieren.

Monitore mit kleineren Diagonalen fallen im Preis wie der Samsung S22C450MW.
Vergrößern Monitore mit kleineren Diagonalen fallen im Preis wie der Samsung S22C450MW.

Bei PC-Monitoren werden Bildschirmdiagonalen von 27 Zoll (69 Zentimeter) und größer immer beliebter. Die Folge: Monitore mit Diagonalen von 22 bis 24 Zoll (56 bis 61 Zentimeter) sinken im Preis. Insbesondere die Schirme mit TN-Panel sind schon ab 150 Euro erhältlich. Sie bringen VGA, HDMI und DVI als Anschlüsse mit. Vermehrt finden sich auch Modelle mit MHL (Mobile High-Definition Link). Über die Schnittstelle lassen sich Smartphones mit dem Monitor verbinden, um Inhalte auf dem großen Schirm anzusehen. Gleichzeitig lässt sich der Akku des Mobilgeräts laden.

Im Vergleich: Monitore mit hochwertigen Panels

Einfacher zu bedienen und individueller: aktuelle TV-Modelle mit Smart-TV
Vergrößern Einfacher zu bedienen und individueller: aktuelle TV-Modelle mit Smart-TV
© Panasonic

Auch bei Fernsehern ist die Ausstattung an Schnittstellen umfangreich: Mehrere HDMI-Anschlüsse sind Pflicht, auch bei TV-Tunern sollten die Varianten für DVB-T, -C, und -S eingebaut sein. Zusätzlich lässt sich die Mehrheit der Fernseher per Ethernet oder WLAN mit dem Internet verbinden. Denn aktuelle Modelle sind „smart“, setzen dabei aber weniger auf beliebige Zusatzangebote aus dem Netz. Vielmehr steht der Zuschauer mit seinen Vorlieben im Mittelpunkt. Deshalb lassen sich die Smart-TV-Inhalte an das individuelle Sehverhalten anpassen. Vermehrt setzen die Hersteller aufs Spielen am TV: So integriert beispielsweise LG populäre Spieletitel wie Skylanders Battleground oder Where is my Mickey in die aktuelle Cinema-3D-Smart-TV-Plattform mit ein. Diese Geräte beherrschen die Steuerung per Gesten und Sprache und lassen sich per App über Smartphones und Tablet-PCs bedienen.

Das braucht der Technik-Fan

Kommt ausschließlich ein Fernseher mit Ultra HD in Frage, findet sich bereits eine ganz ordentliche Auswahl. Hier bringen besonders asiatische Hersteller wie Haier oder Hisense Bewegung in den Markt, da sie mit aggressiven Preisen ab 2000 Euro für ein TV mit 50 Zoll (127 Zentimeter) einsteigen. Die etablierten Hersteller kommen zwar nicht auf diese Preispunkte, kontern dafür mit raffinierten Gehäusedesigns, integriertem Soundsystemen und gekrümmten Displays, die ein echtes Heimkinoerlebnis versprechen. Der Einstieg in die Ultra-HD-Welt liegt hier bei rund 3500 Euro für ein TV mit 55 Zoll (140 Zentimeter).

Außer Ultra-HD begeistern die ersten OLED-Fernseher den Technik-Fan: Die Geräte mit den organischen LEDs bestechen durch hohe Schärfe, einem super Schwarzwert sowie leuchtende Farben, die praktisch unabhängig vom Blickwinkel stabil bleiben. Außerdem bringen OLED-TVs wenig Gewicht auf die Waage – ein Schirm mit 50 Zoll (127 Zentimeter) Diagonale kommt auf nur rund 17 Kilogramm, bleibt aber mit rund 9000 Euro eine Investition.

Noch selten und für Spezialzwecke: PC-Bildschirme mit Ultra-HD-Auflösung wie der Sharp PN-K321H
Vergrößern Noch selten und für Spezialzwecke: PC-Bildschirme mit Ultra-HD-Auflösung wie der Sharp PN-K321H

Bei PC-Monitoren setzen die Hersteller vermehrt auf hochwertige Panels und Größen ab 27 Zoll (69 Zentimeter). Auch erste Monitore mit Ultra HD sind schon erhältlich: Sie haben ein IGZO-Panel (Indium-Gallium-Zink-Oxid), Bildschirmdiagonalen ab 30 Zoll (76 Zentimeter), eine Helligkeit von über 300 Candela pro Quadratmeter, eine Bildschirmauflösung von 140 ppi und kosten über 3000 Euro. Sie sind weniger für den Einsatz zu Hause gedacht, als vielmehr für berufliche Zwecke, wenn es auf eine hohe Punktedichte ankommt, um möglichst viele Details zu sehen wie in der CAD-Konstruktion, dem Grafik-Design oder in der Finanzbranche. Sharp hat mit dem PN-K321H eines der ersten Modelle auf den Markt gebracht, das PC-WELT auch getestet hat.

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