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Fernsehen schlägt Internet als Erstinformationsquelle bei Terroranschlag

07.05.2002 | 13:40 Uhr |

Das Fernsehen war unmittelbar nach den Anschlägen vom 11. September die Informationsquelle Nummer eins für die Deutschen. Dies ergab eine repräsentative Befragung von 1460 Bundesbürgern durch Medienforscher der Technischen Universität Ilmenau.

Das Fernsehen war unmittelbar nach den Anschlägen vom 11. September die Informationsquelle Nummer eins für die Deutschen. Dies ergab eine repräsentative Befragung von 1460 Bundesbürgern durch Medienforscher der Technischen Universität Ilmenau.

Demnach haben 45 Prozent der Befragten zuerst durch das Fernsehen von dem Ereignis erfahren, aus dem Radio waren es mit 28 Prozent nur ein gutes Viertel. 15 Minuten, nachdem die zweite Maschine in das New Yorker World Trade Center gerast war, wusste bereits jeder dritte Deutsche von dem Terroranschlag. Dies teilte die thüringische Universität am Dienstag mit.

Mündlich von anderen informiert wurden laut Studie 22,8 Prozent der Deutschen über die Anschläge, aus dem Internet erfuhren es nur 2,3 Prozent. Eine Stunde nach den Terrorakten waren 70 Prozent der Deutschen informiert, bis 20 Uhr nahezu jeder Bundesbürger.

Aus der Umfrage ziehen die Medienforscher den Schluss, dass das Radio sich als schnellstes Medium bei der Erstinformation weitgehend verabschiedet habe. Es habe sich auch gezeigt, dass die Verbreitung einer Nachricht über ein herausragendes Ereignis ungeachtet der Entwicklungen in der Kommunikationstechnik in den vergangenen 40 Jahren nicht beschleunigt worden sei. Bereits 1963 habe sich in den USA die Nachricht von der Ermordung von US-Präsident John F. Kennedy ähnlich schnell verbreitet.

Al-Quaida-Terrornetz nutzt Mail und Internet zur Neugruppierung (PC-WELT Online, 06.03.2002)

Off Topic: Schwere Terroranschläge in den USA - Pentagon und World Trade Center brennen (PC-WELT Online, 11.09.2001)

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