19.08.2008, 11:06

Tanja Palesch

Windows Home Server

Fehler bei Datensicherung

Bei allem Komfort des kinderleichten Vernetzens darf eines nicht verschwiegen werden: Bei seiner Einführung kam Windows Home Server mit einem schwer wiegenden Bug, der zu Datenverlusten führen konnte. Bei einigen Programmen, beispielsweise auch Outlook, gingen Daten verloren, wenn die Dateien direkt auf dem Server statt lokal auf dem Client-PC bearbeitet wurden. Der Fehler trat zwar selten auf, ist im Ernstfall aber natürlich trotzdem eine Katastrophe für den Anwender. Obwohl der Bug bereits Anfang des Jahres bekannt war, brauchte Microsoft mehrere Monate, um einen Patch zu Verfügung zu stellen. Mittlerweile ist für den Windows Home Server das Service-Pack 1 in deutscher Sprache erhältlich, das dem Speicher-Bug den Garaus macht. Auch ein Fehler im Backup-Mechanismus, bei dem NTFS-komprimierte Dateien nicht korrekt auf dem Server gespeichert werden, soll durch das Service-Pack beseitigt werden.
Solche Nachlässigkeiten trüben das im Grunde positive Bild, das die Home-Server-Software hinterlässt. Sie erfüllt ihre Aufgabe als leicht zu handhabendes Herzstück für das Heimnetzwerk, das die Datenvielfalt zu Hause ordnet und auf das alle Familienmitglieder Zugriff haben. Da sich Microsoft aber gerade in Sachen Datensicherheit gleich zu Beginn diese Schnitzer geleistet hat, dürfte noch einige Überzeugungsarbeit zu leisten sein, bis Windows Home Server wirklich zum Alltag in deutschen Haushalten werden. Auf der IFA 2008 besteht die Möglichkeit, sich genauer zu informieren und sich zu vergewissern, ob die Datensicherheit mit dem Familienserver tatsächlich gewährleistet ist.
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