Die Weitsichtigkeit von Barack Obama, gleich von Beginn an auch auf das Internet und neue Techniken zu setzen, hat sich gelohnt. Ab heute wird er das Amt des Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika bekleiden. Nun hat er die Möglichkeit, die Erwartungen der US-Amerikaner und der Befürworter auf der ganzen Welt zu erfüllen und die vielen Herausforderungen anzupacken. Es wird ihm nicht hinderlich sein, dass er dabei von Anfang an auf neue Technologien gesetzt hat, vergleichbar etwa mit Kennedy, der bereits 1960 das Fernsehen zu seinen Gunsten eingesetzt hatte.
Auf der Internetseite Meet the Obamas wird aufgelistet, wo überall man Obama noch im Internet finden kann. Suchmaschinen fördern weitere Internetseiten, Berichte, Filme und Bilder zu Tage und machen deutlich, wie umfassend seine Präsenz im Internet ist.
E-Democracy: Politik von unten
Auch der Weg hin zu gerechterer und volksnäherer Politik könnte durch das Internet möglich werden. Vorhaben und Gesetzesänderungen könnten sozusagen zur Abstimmung freigegeben werden, indem man die Massen über das Internet daran beteiligt. Ideen und Bestrebungen in diese Richtung sind weltweit unter den Begriffen E-Government und E-Democracy schon lange im Gespräch. Mit dem neuen US-Präsidenten könnte diese Idee nun Wirklichkeit werden und das Volk direkt an politischen Entscheidungsprozessen beteiligen. Obama hat angekündigt, mit den Wählern, die ihn gerade durch das Internet den Sieg beschert haben, auch auf diesem Wege in Kontakt zu bleiben. Auf der Seite Change.gov findet sich das sogenannte Citizen’s Briefing Book, in das die Wähler ihre Ideen für die neue Regierung eintragen können. Diese Einträge sollen dann an den Präsidenten Barack Obama weitergeleitet werden. Auf seiner Internetseite verspricht Obama eine transparente Demokratie, die die Bürger miteinbezieht. Was sich auf diesem Gebiet in der nächsten Zeit wirklich tun wird, kann mit großer Spannung erwartet werden.
Obama und sein Blackberry
Barack Obama hat bereits angekündigt, dass er auch in Zukunft nicht auf sein Blackberry-Handy verzichten wird, um den Kontakt zu den US-Bürgern aufrecht zu erhalten. Hier setzt sich konsequent fort, dass er auch schon während des Wahlkampfs zielstrebig auf neuste Technologien gesetzt hat. Einzig Sicherheitsbedenken könnten ihm hier einen Strich durch die Rechnung machen, denn Sicherheitsberater haben davor gewarnt, dass dieses Gerät ein beliebtes Ziel für Hacker-Angriffe darstellen könnte.
Ein historischer Moment
Bei der heutigen Amtsübergabe wird George W. Bush die Präsidentschaft an Barack Obama übergeben. Damit wird der erste Afro-Amerikaner Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Außerdem neu ist, dass Obama als Präsident aus eher bescheidenen Verhältnissen stammt und nicht wie die Präsidenten vor ihm aus dem gutbetuchten amerikanischen Establishment. Möglich wurde dieser große Schritt, wie auf den letzten Seiten ausgeführt, nur durch die vielseitigen Möglichkeiten des Internets. Die Verbreitung des Breitband-Internets in den USA ist mittlerweile nahezu flächendeckend, weshalb es kaum eine idealere Möglichkeit gibt, um alle Bürger zeitnah und interaktiv anzusprechen. Nun bleibt zu hoffen, dass Barack Obama seine Visionen und Ankündigungen auch in die Wirklichkeit umsetzen kann. Wir wünschen ihm dabei alles Gute.
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