04.04.2009, 09:33

Markus Schelhorn, Gaby Salvisberg, Ramon Schwenk

Farbmanagement für Digitalfotografen

Beste Fotos durch echte Farben

Der Bildschirm ist für den Fotografen wie ein zusätzliches Auge. Zeigt der Monitor die Farben falsch an, werden durch Farb- oder Tonwertkorrekturen gute Bilder sogar schlechter.
Ein grosser Pluspunkt der digitalen Fotografie ist, dass Sie Ihre Aufnahmen nachträglich leicht bearbeiten und verbessern können. Doch häufig folgt das böse Erwachen, wenn Sie Ihre Schmuckstücke auf einem Fotodrucker ausgeben. Zeigten die Aufnahmen auf dem Monitor noch kräftige Farben und einen satten Kontrast, saufen Farben auf dem Ausdruck ab, haben Bilder zu viel oder zu wenig Kontrast oder weisen gar einen Farbstich auf. Denn es bedarf des richtigen Umgangs mit den Farbeinstellungen - Farbmanagement genannt.
Farbprobleme können mehrere Ursachen haben. In diesem Beitrag konzentrieren wir uns vor allem auf die Hauptfehlerquelle, den Monitor. Denn viele Röhrenmonitore oder LCD-Bildschirme geben die Bilddaten der Digitalkamera oder eines Scanners nicht originalgetreu wieder. Das liegt nicht unbedingt daran, dass der Bildschirm defekt ist. So tendieren viele Anwender dazu, die Helligkeit oder den Kontrast am Monitor herunterzuregeln, wenn sie mit einer Textverarbeitungs-Software arbeiten. Wer dagegen den Rechner für Computerspiele nutzt, wählt meist eine höhere Helligkeit.
1. Farbprofile in der Digitalkamera
Die beste Monitor- und Druckerkalibrierung nutzt Ihnen wenig, wenn schon Ihre Digitalkamera Bilder in den falschen Farben aufnimmt. Dabei kommt es vor allem auf den richtigen Weißabgleich an. Hierfür richten Sie die Kamera auf eine weiße Fläche - etwa einen Bogen hochwertiges Kopierpapier - in der zu fotografierenden Umgebung aus. Anschließend wählen Sie aus dem Kameramenü die Funktion Weißabgleich aus. Welche Tasten Sie dazu bei Ihrem Kameramodell drücken müssen, steht im Handbuch. Durch den Weißabgleich wird die Kamera auf die Farbtemperatur des Lichts am Aufnahmeort justiert. Das Abgleichen einer Digitalkamera ist dann jedoch nur dann sinnvoll, wenn sie unter kontrollierten, gleich bleibenden Lichtbedingungen zum Einsatz kommt - sprich: in einem abgeschlossenen Raum mit künstlicher Lichtquelle. Bei einer Fotosituation im Freien unterliegt das Licht ständigen Schwankungen, daher können Sie das Abstimmen der Automatik überlassen.
Tipp: Wer mit hohem Anspruch an die Ausgabequalität fotografiert, sollte das RAW-Format statt des meist voreingestellten Formats JPEG verwenden. Die Vorteile von RAW sind die Möglichkeit, ohne Änderungen an der Originalaufnahme Korrekturen vorzunehmen, sowie eine höhere Farbtiefe im Vergleich zu JPEG. Pro Farbkanal bietet RAW 12 Bit, das summiert sich auf insgesamt 4096 Tonwerte - JPEG bringt es gerade mal auf 256 Tonwerte.
Lesen Sie auf der nächsten Seite:
Vorherige Seite
Seite 1 von 5
Kommentare zu diesem Artikel (3)
Windows 8: Alle Informationen
Windows 8
Alle Details

Alle Informationen und Updates zum neuen Betriebssystem Windows 8 von Microsoft. mehr

- Anzeige -
PC-WELT Specials
Angebote für PC-WELT-Leser
PC-WELT Onlinevideothek

PC-WELT Online-Videothek
Keine Abogebühren oder unnötige Vertragsbindungen. Filme und Games bequem von zu Hause aus leihen.

Tarifrechner
Der PC-WELT Preisvergleich für DSL, Strom und Gas. Hier können Sie Tarife vergleichen und bequem viel Geld sparen.

PC-WELT Sparberater
Das Addon unterstützt Sie beim Geld sparen, indem es die besten Angebote automatisch während des Surfens sucht.

- Anzeige -
Marktplatz

Amazon Preishits
jetzt die Schnäpchen bei den Elektronikartikel ansehen! > mehr

130606
Content Management by InterRed