12.08.2009, 15:49

Hans-Christian Dirscherl

Fallstricke

So nutzen Sie Google Maps korrekt

Viele Website-Besitzer bauen Google Maps in ihre eigene Website ein. Doch Vorsicht: Wenn Sie sich nicht exakt an die Nutzungsbedingungen von Google Maps halten, droht Ihnen eine teuere Abmahnung. Die PC-WELT erklärt, worauf Sie achten müssen, insbesondere falls Sie eine kommerzielle Website mit der Google-Maps-API aufpeppen wollen.
Google Maps dürfte eines der spannendsten Web-Angebote überhaupt sein. Google erlaubt sogar, dass man diesen dynamischen Kartendienst in die eigene Website einbaut. Doch Vorsicht: Wenn Sie sich nicht exakt an die Nutzungsbedingungen von Google Maps halten, droht Ihnen eine teuere Abmahnung. Denn in Zusammenhang mit der Benutzung von Google Maps in eigenen Webseiten lauern einige juristische Fallstricke, ganz besonders auch für Unternehmen. Die PC-WELT erklärt, worauf Sie achten müssen, insbesondere falls Sie eine kommerzielle Website mit der Google-Maps-API aufpeppen wollen.
In diversen Weblogs und Foren war vor einiger Zeit davon die Rede, dass Google die Anwender von Google Maps beziehungsweise von der Google Maps-API in die Abmahnfallelaufen lässt. So pauschal stimmt das zwar nicht, doch wer Google Maps in die eigene Website einbauen will, sollte sich genau darüber informieren, was wie erlaubt ist.
Google Maps ist zunächst einmal ein Online-Angebot von Google, das man kostenlos im Browser nutzen kann. Doch Google Maps bietet auch die Möglichkeit, das Karten- und Datenmaterial sowie die Funktionalität von Google Maps komplett in die eigene Website einzubauen. Dafür stellt Google eine eigene Programmierschnittstelle zur Verfügung, die so genannte Google Maps API.
Google fasst die Nutzungsbedingungen für die Google Maps auf der Startseite der Google Maps API(deutsche Fassung) folgendermaßen zusammen: "Die Google Maps API ist ein kostenloser Beta-Dienst, der für jede Website zur Verfügung steht, auf die Internetnutzer kostenlos zugreifen können." Die Nutzungsbedingungen lassen sich in englischer Sprache nachlesen, zusätzlich sind noch die allgemeinen Nutzungsbedingungen für Google Maps zu beachten. Wenn man einen Key für die Google-Maps-API beantragt (wofür man einen Google Account benötigt), zeigt einem Google noch mal ausdrücklich die Nutzungsbedingungen an.
Google nennt auch ausdrücklich die Fälle, in denen man die Google Maps-API nicht kostenlos in die eigene Website einbinden darf: "Um die Maps API in ein Intranet oder in ein nicht frei zugängliches Angebot zu integrieren, müssen Sie Google Maps für Unternehmen (Google Maps for Enterprise) nutzen." Diese finden Sie unter der Webadresse http://www.google.com/enterprise/maps/ .
Schauen wir uns die einzelnen Nutzungsbedingungen im Detail an:
In den Google Maps API Terms of Service stehen unter anderem folgende wesentlichen Aussagen:
* Die Reproduktion des Inhalts von Google Maps für andere Zwecke wird ausdrücklich untersagt.
* Die API darf nur für Dienste eingesetzt werden, die grundsätzlich für Anwender kostenlos zugänglich sind. Dementsprechend dürfen Sie die API für keinen Dienst verwenden, der eine Anmeldung erfordert oder eine Zugangsbeschränkung umfasst oder für den eine Gebühr bezahlt werden muss.
* Sie dürfen den Content von Google Maps nur im Rahmen des eigentlichen Google-Maps-Dienstes für Endanwender anbieten. Und zwar in der gleichen Art und Weise und im gleichen Format und im gleichen Erscheinungsbild, wie es der Google Maps-Dienst selbst zur Verfügung stellt. Sie dürfen den Content nicht kopieren, verändern oder weitergeben
* Der Service darf nur für Angebote verwendet werden, die generell kostenlos zugänglich sind
* Google untersagt ausdrücklich die Nutzung der Google Maps API in Zusammenhang mit Geräten, die in Fahrzeugen oder für Fahrzeuge eingesetzt werden, also beispielsweise für Routenplaner im Auto
* Jegliche Copyright-Hinweise dürfen nicht entfernt werden.
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