Um mit dem Experiment zu beginnen klicken Sie einfach auf "Werbeanzeige erstellen" über den Werbeanzeigen der Facebook-Startseite.
Sobald Sie im Werbe-Erstellungsbildschirm angelangt sind, können Sie einfach Ihre Unternehmens-URL eingeben und auf "Werbevorschlag" klicken oder selbst einen Text mit einem Bild erstellen. Beim Werbevorschlag zeigt Facebook ein passendes Bild Ihrer Webseite an und schlägt einen Werbetext vor.
Mit einem Klick auf "Weiter" gelangen Sie zur Zielgruppenauswahl. Hier können Sie Geschlecht, Alter, Interessen, Bildungsgrad, Lebenslaufdaten, Arbeitsplatz, Sprache und Facebookverbindungen eingeben, die zu Ihrer Zielgruppe zu passen scheinen. Sie können auch Fans, Freunde von Fans oder gerade Nicht-Fans Ihrer Unternehmensseite anvisieren. Zudem ist es möglich Nutzer mit einer Verbindung zu gewissen Seiten, Veranstaltungen, Gruppen und Applikationen gezielt auszuwählen.
"Vielversprechend ist es zunächst einen recht engen, aber nicht zu engen, Zielgruppenkreis zu wählen", sagt Kendall. Er empfiehlt zunächst ein großes Netz zu spannen und es später zu verkleinern.
Zu den Erfolgsgeschichten, die Facebook anpreist, zählt ein Fotostudio, das 40.000 US-Dollar Umsatzplus bei 600 US-Dollar Werbekosten verbuchen hat. Die Werbung war gezielt an verheiratete Nutzer gerichtet. Ein weiteres Beispiel ist eine Bäckerei aus Virginia, die Werbung an Leute in einem 15 Kilometer-Radius, die Interesse an Marathonwettkämpfen und gluten-freien Nahrungsmittel haben, geschaltet hat.
Sie können eine Werbung auch nur zu bestimmten Zeitperioden, allerdings nicht zu bestimmten Tageszeiten, schalten. Ein Yoga-Zentrum könnte beispielsweise Werbung für ein kostenloses Geburtstagstraining an Personen senden, die gerade Geburtstag haben. Oder ein Eis-Verkäufer könnte eine Single-Eis-Party zwei Wochen im Voraus als Facebook-Werbung anpreisen.
Die Interessen-Einstellungen können aus einer Vielzahl von Möglichkeiten sehr fein justiert werden wie Sie es von Facebook gewohnt sind. Jedoch sind die Optionen nicht so einfach und intuitiv anwendbar. Beispielsweise können Sie keine Profile anvisieren, die Eis und Android mögen, sondern nur Nutzer, die Eis oder Android angegeben haben. Diese Beschränkung stellt einen Selbstschutz dar, um die Zielgruppe nicht zu eng zu wählen. Als Hilfe zeigt Facebook zusätzlich nach der ersten Interessen-Eingabe Vorschläge für weitere sinnvolle Interessen-Tabs an. Die drei obersten Eingaben werden mit der höchsten Relevanz behandelt.
Nachdem Sie Ihre Auswahl getroffen haben zeigt Ihnen Facebook die Personenanzahl an, die wahrscheinlich Ihre Werbung ansehen werden. Außerdem wird Ihnen ein kleiner Kostenvoranschlag präsentiert.
Trotz der vielen Einstellmöglichkeiten zum gezielten Anvisieren einer Zielgruppe, sind die Möglichkeiten doch begrenzt. Facebook bestätigt, dass immer noch daran gearbeitet wird zusätzliche Zielgruppen-Optionen einzubauen. Beispielsweise um Menschen über 64 Jahren auszuwählen. Das Angebot wird von Facebook auch künstlich beschränkt. So können Sie beispielsweise keine Nutzer anvisieren, welche die "Es ist kompliziert"-Beziehungsoption ausgewählt haben. Facebook behauptet, dass es keinen Grund gäbe diese Option einzubinden. Jedoch können wir uns eine Vielzahl seriöser und unseriöser Angebote für diese Personengruppe vorstellen. Beispielsweise Werbung für Paar-Therapiesitzungen in der Nähe oder Scheidungsanwälte.
Außerdem sind die Standortoptionen noch sehr spärlich. Sie können eine Stadt und angrenzende Gemeinden in einem 80 Kilometerradius auswählen, diese Reichweite aber nicht überschreiten. Sollten Sie es trotzdem wünschen, dann wird direkt das gesamte Bundesland ausgewählt. Außerdem können Sie keine geografischen Regionen auswählen.
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