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So nutzen Unternehmen Social Media sicher

Mit der stetig wachsenden Zahl an Web 2.0 Angeboten wie Facebook, Twitter, Youtube & Co. steigt nicht nur die private Nutzung dieser Kommunikationskanäle, sondern auch deren Verwendung im Arbeitsumfeld. Damit diese aber nicht die Sicherheit von Unternehmensdaten gefährden, sollten Sie einige grundlegende Maßnahmen ergreifen.

Von Maik Bockelmann, VP EMEA Lumension Security

Nutzung von Social Media Tools im Unternehmen
Die Zahl der Web 2.0-Nutzer steigt kontinuierlich und mit ihr die möglichen Sicherheitslücken. Angaben der Betreiber zufolge sind bereits zehn Prozent der Bundesbürger bei Facebook registriert. Die Zahl der Twitterer liegt bei etwa 22 Millionen weltweit.

Insbesondere für sensible Unternehmensdaten stellen Social Networking Tools ein erhöhtes Risiko dar, da Mitarbeiteraktivitäten nur unzureichend reguliert werden. Ein generelles Zugriffsverbot auf Social Media-Dienste ist jedoch keinesfalls zu empfehlen. Denn diese Kommunikationskanäle sind für den Aufbau von Markenbewusstsein, Kundenbindung und Meinungsaustausch heute nicht mehr wegzudenken. Vielmehr empfiehlt es sich, dass Unternehmen sich aktiv und intensiv mit den Applikationen auseinandersetzen und gleichzeitig ihre Daten präventiv schützen.

Ist mein Unternehmen gefährdet?
Laut der Studie „State of the Endpoint” des Ponemon Instituts und Lumension 2010 betrachten 75 Prozent der deutschen Unternehmen die Datensicherheit als strategisch wichtigen Ansatz. Dieser verträgt sich aber nicht in jedem Fall mit der zunehmenden Nutzung von Social Networking-Webseiten, die meist mit einem erhöhtem Spam-, Malware- und Pishingaufkommen einhergeht. Neben unerwünschten Werbemails bereitet insbesondere die Spionage von sensiblen Nutzerdaten und Passwörtern durch systemexterne Angriffe immer mehr Kopfzerbrechen.

Obwohl die Verstärkung der Sicherheitsschranken einen guten Schutz vor äußeren Bedrohungen bietet, übersehen viele Unternehmen den risikoreichen Umgang mit vertraulichen Daten durch Mitarbeiter. So stellt auch die interne Umgehung von Sicherheitsschranken ein Risiko dar. Während Mails von Mailprogrammen gefiltert werden können, entziehen sich Facebook & Co. dieser Beobachtung und Kundendaten können unbemerkt nach außen dringen. Beispielsweise tauschten Krankenschwestern eines US-amerikanischen Hospitals Patienteninformationen über Facebook aus, um bei Schichtwechsel auf dem Laufenden zu sein. Zudem wurde bekannt, dass der beliebte Facebook-Chat tagelang von Dritten eingesehen werden konnte.

Auch die Nachrichten, die über Twitteraccounts verbreitet werden, sind sehr sensibel und anfällig für Spionage. Unachtsame Nutzer von zusätzlichen Twitter-Services geben oft leichtsinnig ihre Accountdaten an, um zum Beispiel Fotos zu posten. Die folgenden Tipps sollen Ihnen dabei helfen, die Nutzung von Social Media-Diensten in Ihrem Unternehmen in sichere Bahnen zu lenken.

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