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FAQ zur All-IP-Umstellung

28.05.2015 | 09:25 Uhr |

Bis Ende 2018 will die Telekom alle ihre Netze auf All-IP umstellen. Das bedeutet das Aus für ISDN, Telefonie und klassische TK-Anlagen. Unsere FAQ zeigt, worauf Unternehmen und Anwender achten müssen und was auf sie zukommt.

1. Die Telekom will unseren Anschluss auf IP umstellen, was müssen wir tun?

Sie sollten klären, was das für Sie konkret bedeutet. Fragen Sie sich etwa, welche Geräte/Anlagen Sie heute auf Basis von ISDN nutzen und welche sich daraus ergebende Funktionen.

2. Was bedeutet die IP-Umstellung für mein Unternehmen?

Je nach individueller Abhängigkeit kommen eventuell elementare Änderungen auf Sie zu. In der Regel geht es dabei um eine TK-Anlage, die man gerne weiter nutzen möchte. Oder aber, man sucht sich gleich eine Alternative (Cloud-Telefonie) zum klassischen TK-Anlagen-Modell. Die mit der IP-Umstellung verbundenen Änderungen sind im Grunde alle gleich: Sie müssen einen Anbieter suchen, Rufnummern portieren, den Wegfall der klassischen ISDN-Funktionen prüfen.

3. Wer bezahlt die Kosten der Umstellung? Die Telekom? Schließlich ist es eine Zwangsumstellung und unsere TK-Hardware läuft noch ohne Probleme.

Im Gegensatz zur landläufigen Meinung handelt es sich bei der All-IP-Umstellung um keine "Zwangsumstellung". Vielmehr beendet ein Vertragspartner - in diesem Fall der Anbieter - den mit dem Kunden bestehenden Vertrag. Jeder Kunde kann dann versuchen, einen anderen Anbieter zu finden. Leider sind die Angebote, einen klassischen ISDN-Anschluss zu erhalten, sehr überschaubar.

4. Was passiert nach der IP-Umstellung mit meiner TK-Anlage?

Das hängt davon ab, wozu Sie sich entscheiden. Ersetzen Sie Ihre bisherige Installation durch die Cloud-Telefonie, dann fällt Ihre alte TK-Anlage ersatzlos weg. Auf der anderen Seite können Sie ihre Anlage bei einem SIP-Trunk-Anbieter anschalten. So nutzen Sie die vorhandene Anlage weiter, allerdings fallen aus ISDN-Zeiten gewohnte Funktionen weg. Letztere Option ist nur möglich, wenn die Anlage auch diese Möglichkeit bietet. Außer der Anbieter stellt ein Media-Gateway bereit, das vor Ort einen ISDN-Anschluss voll umfänglich simuliert. Beim Umstieg auf eine Telefonanlage in der Cloud bleiben klassische ISDN-Features wie "Halten", "Makeln", "Transfer", "Vermitteln" oder "Besetzt" erhalten.

5. Wir haben in der Firma viele schnurlose DECT-Telefone. Können wir diese weiterverwenden?

Dies ist abhängig davon, welches Konstrukt Sie wählen. Grundsätzlich bieten Cloud-Lösungen die Möglichkeit, die DECT-Telefone zu integrieren.

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