24.03.2009, 09:01

Jürgen Donauer

Linux & Windows

Umkehrschwung: Windows 7 und Linux-PartitionenExt2IFS - Hindernisparcour und kein Erfolg

Ein Zugriff von Windows auf Linux-Dateisysteme ist deutlich komplizierter als der Zugriff auf NTFS-Dateisysteme. Dennoch gibt es einige Programme, die dies ermöglichen - zumindest teilweise. Dabei lassen sich Reiser-Dateisysteme - wenn überhaupt - nur lesend einbinden. Bei den dafür entwickelten Werkzeugen hat sich in jüngster Zeit auch nicht mehr viel getan. Das könnte unter anderem daran liegen, dass alle großen Linux-Distributionen nunmehr wieder auf das Dateisystem ext3 oder in Kürze ext4 setzen.
Ext2IFS dürfte eines der bekanntesten Werkzeuge sein, um Zugriff auf ext2 zu erlangen. Das Programm kann ebenfalls mit ext3 umgehen. Hierfür unterliegt es allerdings einigen Einschränkungen. Der Entwickler spricht derzeit von einer Kompatibilität mit Windows NT4.0/2000/XP/2003/Vista/2008. Ein Installationsversuch unter Windows 7 schlägt zunächst auch fehl.
Setzt man es allerdings in den Kompatibilitäts-Modus für Windows Vista, erscheint die Fehlermeldung nicht mehr.
Während der Installation können Sie wählen, ob Sie die Software lediglich im "Nur Lesen"-Modus verwenden wollen. Sie können zwar einen Schreibzugriff ermöglichen, allerdings sollten Sie hier aufpassen, wenn Sie Änderungen vornehmen. Dieses Risiko ist nicht unbedingt notwendig, da Linux, wie bereits erwähnt, Vollzugriff auf NTFS hat. Im Test sind wir dieses Risiko nicht eingegangen. Nach der Installation können Sie sofort den Linux-Dateisystemen einen Laufwerksbuchstaben zuweisen.
Die neu eingebundenen Laufwerke P (ext2) und Q (ext3) erscheinen anschließend im Explorer. Allerdings gibt es Fehler beim Zugriff. Ein Doppelklick auf die Laufwerke teilt mit, dass man die Laufwerke formatieren müsse, um darauf zugreifen zu können. Das wollen wir natürlich nicht. Weiteres Herumspielen mit der Dateizugriffskontrolle brachte ebenfalls keine positiven Ergebnisse. Der Versuch mit Ext2IFS ist also gescheitert.
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