175234

Die emotionalsten Fußball-Bilder dieser WM

29.06.2010 | 13:15 Uhr |

Sebastian Widmann arbeitet als Fotograf in den Stadien dieser WM. Er erzählt, welche Technik er dabei einsetzt und was ein gutes Fußballbild ausmacht. Plus: Eine Auswahl seiner besten WM-Fotos.

Es ist ein grandioses Spektakel: Zulu-Tänzer springen, ein gigantischer Mistkäfer schiebt einen Fußball vor sich her, später singt R. Kelly. Die Zuschauer der Eröffnungsfeier zur Weltmeisterschaft in Südafrika jubeln. Sebastian Widmann ist auch im Stadion. Es ist seine erste Weltmeisterschaft. „Ich hatte Gänsehaut“, erzählt er.

Widmann ist Fotograf. Seit dem 5. Juni arbeitet er in Südafrika 12 bis 15 Stunden pro Tag für die Agentur Action Press. Das Achtelfinale zwischen Deutschland und England ist sein 13. Einsatz am Rande eines WM-Spielfelds. Auch hier betätigt er etwa 2.000 Mal den Auslöser seiner Kameras, verschickt erste Bilder nach 15 Minuten per Laptop und telefoniert mit der Redaktion, ob die Fotos angekommen sind. Bei aller Technik aber geht es bei seinem Job um eins: um Gänsehaut. „Ich muss die Emotionen einfangen“.

Rezept für ein gutes WM-Bild: Glück, Perspektive, Kamera und Intuition
Dafür braucht Widmann erstmal Glück. Denn bei fußballerischen Großveranstaltungen wie einer Weltmeisterschaft dürfen sich die Fotografen nicht frei bewegen. Morgens reservieren sie sich einen Platz, der hoffentlich die beste Perspektive auf das Geschehen bietet. Heute, bei der Partie Brasilien gegen Elfenbeinküste sitzt Widmann auf der Tribüne – auf Höhe der Haupt-Fernsehkamera. Das ist erstmal gut: Von schräg oben entstehen ruhigere Bilder, weil nur der Rasen im Hintergrund steht (siehe Galerie unten). Allerdings: Verdeckt ein Spieler das entscheidende Foul auf der anderen Seite des Spielfelds, hat Widmann Pech gehabt. Da fällt das 1:0 für Brasilien ...

Emotionen und Aktionen: Widmanns Bestof-Bilder aus Südafrika

0 Kommentare zu diesem Artikel
175234