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Windows 7 - 20 Fragen & Antworten zum Vista-Nachfolger

31.10.2008 | 11:48 Uhr |

Wie schlank und flott ist Windows 7 wirklich? Macht die neue Oberfläche Sinn? Was hat es mit der Netbook-Unterstützung auf sich? Zum Abschluss der PDC beantworten wir Ihnen diese und viele andere Fragen rund um Windows 7 kompakt auf einer Seite. Exklusiv und nur auf www.pcwelt.de!

Die PDC 2008 hat ihre Pforten geschlossen. Im Mittelpunkt stand Windows 7. Über 6500 Teilnehmer treten ihre Heimreise an. Zeit für uns ein Resümee zu ziehen. Wir beantworten in diesem Special die 20 wichtigsten Fragen rund um Windows 7 .

1. Was war das Highlight von Windows 7 auf der PDC?
Ganz klar die im Vergleich zu Windows Vista deutlich überarbeitete Oberfläche, die neuen "Jump Lists" und die verbesserte Geräteverwaltung. Außerdem legt Windows 7 deutlich bei der Performance zu.

2. Was ist so toll an der neuen Oberfläche?
Positiv fällt bei der neuen Windows-7-Oberfläche die von der Funktionsweise her überarbeitete Taskleiste auf. Anwender können nun direkt Programme auf der Taskleiste ablegen und von dort aus kontrollieren. Die Quicklaunch-Leiste fällt dagegen völlig weg. Der Zugriff auf die in der Taskleiste abgelegten Programme erfolgt mittels großer Icons. Schick: "lebt" ein Programm, ist es also gestartet worden, dann wird das dazugehörige Icon beleuchtet dargestellt und wenn man mit der Maus darüber fährt, dann folgt dem Mauszeiger, solange er sich innerhalb des Programmicons befindet, ein schicker Farbeffekt, der sich aus der dominantesten Farbe des Icons errechnet. Ist dagegen ein Programm zwar in der Taskleiste abgelegt, aber nicht gestartet, dann ist das dazugehörige Icon dunkel, auch wenn man mit dem Mauszeiger darüber fährt.

3. Welche Funktion haben die Taskleisten-Icons außerdem?
Sobald man mit der Maus über ein Taskleisten-Icon fährt, erscheinen darüber Thumbnails der geöffneten Fenster. Im Falle eines Browsers werden in den Thumbnails alle in Reitern angezeigte Websites angezeigt. Bei Windows Media Player & Co. können Entwickler in den Thumbnails auch bis zu sieben Steuerelemente darstellen, beispielsweise einen "Play"-Button oder einen "Stop"-Button.

Die Thumbnail-Ansicht reicht manchmal nicht aus, um festzustellen, was für einen Inhalt das Fenster hat. Auch hier hat sich Microsoft was einfallen lassen: Wenn man mit der Maus über ein Thumbnail fährt, erscheint dessen Groß-Fassung exakt an der Position, an der das Fenster zuletzt geschlossen wurden. Die anderen Fenster der gleichen Applikation werden als Silouhette dargestellt.

4. Wer entscheidet, was auf die neue Taskleiste darf?
Allein der Anwender! Microsoft gibt Entwicklern keinerlei Möglichkeiten dafür zu sorgen, dass ihre Programme auf irgendeine Art und Weise automatisch auf der Taskleiste erscheinen. Microsofts Rat an die Entwickler: Sorgt dafür, dass die Anwender die Programme manuell auf die Taskleiste ziehen. Entweder a) indem gute Applikationen entwickelt werden und/oder b) indem den Applikationen auch ein enorm schickes Icon verpasst wird. Microsofts Umfragen haben ergeben, dass Anwender es lieben, schöne Icons immer in Sichtweite zu haben...

5) Was sind "Jump Lists"?
"Jump Lists" sind Mini-Startmenüs , die beispielsweise dann angezeigt werden, wenn man in der Taskleiste mit der rechten Maustaste klickt . In dem sich öffnenden Fenster werden Inhalte angezeigt, die ein Anwender häufig mit der betreffenden Applikation aufgerufen hat. Das können zuletzt genutzte Dokumente (Word), häufig besuchte Websites (Browser) oder in einem Multimedia-Player zuletzt abgespielte Songs sein. Die "Jump Lists" werden übrigens auch dann angezeigt, wenn man auf eine Applikation im Startmenü klickt.

6) Neue Taskleiste, "Jump Lists" - muss ich die nutzen?
Ja! Microsoft ist so sehr von diesen beiden Funktionen überzeugt, dass es keinerlei Möglichkeiten geben wird, sie abzuschalten. Damit wird auch kein Wechsel zur alten Taskleiste möglich sein. Immerhin eine gute Nachricht für Nostalgiker: Den obligatorischen Windows-Classic-Look wird es auch in Windows 7 geben. Er wird als eines von vielen Themes - ebenfalls eine neue Windows-7-Funktion - aufrufbar sein .

7) Bereitet Microsoft dem Systray-Spaming ein Ende?
Mit Systray-Spaming werden Applikationen bezeichnet, die sich im Systray festsetzen und regelmäßig den Anwender nerven. Solchen Applikationen macht Microsoft mit Windows 7 das Leben deutlich schwerer. Anwender können künftig detailliert festlegen, ob eine Systray-Anwendung einen Mucks von sich geben kann . Standardmäßig werden alle Systray-Meldungen in einem Bulk gesammelt, den der Anwender regelmäßig sichten muss. Der Bereich, in dem die Meldungen landen, nennt sich Action Cente r. Sobald eine Applikation nervt, reicht ein Klick, um sie für immer zum Schweigen zu bringen.

8) Was hat es mit den Bilbiotheken auf sich?
In den neuen Bibliotheken sammelt Windows 7 bestimmte Inhalte, unabhängig von ihrem physikalischen Ort. Standardmäßig existieren die fünf Libraries "Dokumente", "Downloads", "Music", "Pictures" und "Videos". Im Ordner "Music" findet der Anwender automatisch alle auf dem Rechner abgelegten Musikdateien. Natürlich können auch eigene Bilbiotheken erstellt werden. Dabei vergibt der Anwender einfach der Bibliothek einen Namen und legt fest, welche Ordner die Bibliothek überwachen soll. Werden in diesen Ordnern Inhalte abgelegt, dann werden diese automatisch der Bibliothek zugewiesen.

9) Wird die Verwaltung mobiler Geräte erleichtert?
Eindeutig ja - und zwar mit dem so genannten Device Stage . Sobald - beispielsweise - der mobiler Musikplayer ABC vom Hersteller XYZ angeschlossen wird, erscheint überall genau ein Bild von dem Player, den man besitzt. Im "Device Stage" finden sich außerdem alle zu dem Gerät passenden Aktionen und hilfreiche Links, die beispielsweise zum Online-Shop des Herstellers oder zum Handbuch für das Gerät führen. Voraussetzung: Der Hersteller des Geräts muss mit Microsoft zusammenarbeiten und die Daten für seine Geräte liefern. Angesichts der Möglichkeiten, die der Device Stage dem Hersteller bietet, um auch Links zu seinen Websites einzubauen, dürfte die Resonanz von Seiten der Hersteller doch eher positiv ausfallen.

10) Lässt sich Windows 7 schneller Installieren?
Zumindest die uns vorliegende Pre-Beta-Version installierte sich mit rund 25 Minuten nicht schneller, als eine vergleichbare Windows-Vista-Version . Es kann natürlich sein, dass Microsoft hier noch Verbesserungen macht. Was auf jeden Fall schneller sein wird, wird ein Upgrade von WIndows Vista auf Windows 7 sein: Die Upgrade-Routine spart sich nunmehr das unnötige Kopieren vieler Dateien, wodurch vor allem in Unternehmen schneller von Windows Vista auf Windows 7 upgegradet werden kann.

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