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Überraschende Details zu Windows 7

30.04.2009 | 15:00 Uhr |

Windows 7 wird nicht nur ein virtuelles XP enthalten, sondern auch über eine neue Multimedia-Funktion: Remote Media Sharing. PC-WELT sprach mit Microsofts Mike Nash über Windows 7 RC.

Mike Nash, Microsofts Corporate Vice President für Windows Product Management, hat sich am Mittwoch abend - 24 Stunden vor dem Erscheinen von Windows 7 RC - per Telefonkonferenz den Fragen von Journalisten aus der ganzen Welt gestellt und dabei unter anderem auch drei bisher geheime Windows-7-Funktionen enthüllt.

Mike Nash von Microsoft (Corporate Vice President, Windows Product Management)
Vergrößern Mike Nash von Microsoft (Corporate Vice President, Windows Product Management)
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Interessant für alle Multimedia-Fans: Mike Nash kündigte als neue Windows-7-Funktion "Remote Media Sharing" an. Diese Funktion wird es Windows-7-Nutzern erlauben, auf ihre Multimedia-Sammlung von überall aus auf der Welt per Internet zuzugreifen. Wer also daheim den Windows-7-Rechner am Strom- und Netzwerk angeschlossen lässt, der kann von unterwegs etwa per Laptop auf die daheim abgespeicherten Videos, TV-Sendungen und Musik-Dateien zugreifen. Der volle Zugriff auf alle Windows-Media-Funktionen wird möglich sein. Somit lässt sich also auch über die Ferne TV ansehen, wenn der Rechner daheim über eine TV-Karte verfügt.

Vor allem bei Unternehmen ist immer noch Windows XP im Einsatz und eigens dafür entwickelte Software. Gerade für kleine Unternehmen rentiert es sich nicht, die Software extra für ein neues Betriebssystem anzupassen. Das kann unterschiedliche Gründe haben. Der wichtigste Grund: Die Software ist so alt, dass nicht mal mehr der Quellcode existiert, sodass Anpassungen an ein neues Betriebssystem nicht mehr möglich sind und damit eine kostspielige komplette Neuentwicklung notwendig wäre. Für dieses Problem liefert Microsoft mit dem "XP Mode" (XPM) in Windows 7 eine Lösung.

Und das steckt dahinter: Käufer von Windows 7 Professional, Windows 7 Ultimate und Windows 7 Enterprise erwerben nicht nur eine Windows-7-Lizenz, sondern erhalten zugleich auch eine Lizenz für Windows XP. Diese Lizenz erlaubt es Ihnen, innerhalb von Windows 7 eine virtuelle Maschine von Windows XP zu betreiben. Diese virtuelle XP-Maschine müssen die Anwender nicht einmal selbst aufsetzen. Microsoft wird Windows XP als virtuelle Maschine zum Download anbieten. "XPM" soll zeitgleich mit Windows 7 erscheinen. Vorher wird es auch noch mindestens eine Beta-Version geben.

Als dritte neue Funktion kündigte Mike Nash an, dass es eine Windows-7-Fassung des Windows Upgrade Advisors geben wird. Ähnlich wie beim Windows Vista Upgrade Advisor werden Endanwender und Unternehmenskunden das Tool einsetzen können, um bequem feststellen zu können, ob der Rechner für Windows 7 geeignet ist.

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