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Europa: Frauen liegen bei der Internet-Nutzung weiter zurück

25.06.2003 | 14:16 Uhr |

In Europa liegt der Prozentsatz der weiblichen Internet-Anwender weit hinter dem der männlichen Kollegen. Einer Studie von Nielsen/Netratings zufolge nutzen derzeit 42 Prozent das Medium.

In Europa liegt der Prozentsatz der weiblichen Internet-Anwender weit hinter dem der männlichen Kollegen. Einer Studie von Nielsen/Netratings zufolge nutzen derzeit 42 Prozent das Medium, was eine Zunahme von einem Prozent im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Bleibt es bei diesem Wachstum benötigen die Frauen noch sieben Jahre, um zu den Männern aufzuschließen.

Allerdings förderte die Studie auch zu Tage, dass dies ein europäisches Problem ist. In den USA haben die Damen mit über 51 Prozent die männlichen Surfer bereits abgehängt. Betrachtet man die einzelnen europäischen Länder, stellt man weitere Unterschiede fest.

So geht Platz eins an Schweden (über 46 Prozent), England landet auf Platz zwei mit etwas über 45 Prozent. Auf den Plätzen folgen die Niederlande (44 Prozent), Frankreich (43 Prozent) und die Schweiz (43 Prozent).

Abgeschlagen sind Spanien und Deutschland, die gerade einmal knapp die 42-Prozent-Marke antesten. Schlecht sieht es im Land der Pizza und Pasta aus: Italienerinnen scheinen sich nicht sonderlich für das Internet zu interessieren, ihr Anteil liegt bei etwa 37 Prozent.

Als Grund gibt Analyst Tom Ewing die geringe Anzahl frauenspezifischer Web-Seiten an. "Es gibt noch immer die Wahrnehmung des Internets als ein sehr Männer-dominiertes Gebiet. Dies muss sich, verbunden mit einem größeren Angebot an speziellen Seiten, ändern, um mehr weibliche Besucher anziehen zu können", so Ewing.

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