SchülerVZ bietet eine Vielzahl von kostenlosen Erweiterungen an (auch „Apps“ genannt). Sie stammen nicht vom Netzwerk selbst, lassen sich aber darüber verwenden. Nach einem Klick auf die Schaltfläche „Meine Apps und Dienste“ können die Mitglieder einfach auswählen. Zur Verfügung stehen Spiele, die alle im Internet-Zugriffsprogramm laufen, zum Beispiel die Bauernhofsimulation Frohe Ernte oder das Quiz Woobix. Es gibt auch Tweezers, ein Nachrichtenschreibprogramm für den Kurznachrichtendienst „Twitter“.
Klicken Sie einfach auf die jeweilige Erweiterung. SchülerVZ weist Sie dann darauf hin, dass Daten an den Anbieter der jeweiligen App weitergeleitet werden (etwa die Zugangsdaten zum Twitter-Konto). Es bleibt dem Benutzer überlassen, hier eine Auswahl zu treffen. Im Zweifelsfall sollten Schüler eher zurückhaltend sein und gegebenenfalls Daten erst nachträglich freigeben.
Mustergültig: Wirksamer Schutz für die Privatsphäre
Die Möglichkeiten, die das System zum Schutz der Privatsphäre bietet, sind mustergültig und können Vorbild für andere Kontakt-Netzwerke sein: Wer sich bei SchülerVZ neu angemeldet hat, muss zuerst festlegen, was er von seinen privaten Daten preisgeben möchte. Standardmäßig ist das Profil für andere unsichtbar. Das lässt sich über den Menüpunkt „Meine Privatsphäre“ in der linken Spalte ändern. Das Mitglied kann sein Profil allen oder nur den eigenen Freunden zugänglich machen oder auch individuelle Einstellungen vornehmen.
Sinnvoll ist es, das Profil mindestens den Freunden der eigenen Freunde oder sogar sämtlichen Angehörigen der eigenen Schule zugänglich zu machen. Das gilt auch für die eigene „Pinnwand“: Sie enthält Informationen darüber, was man auf SchülerVZ tut.
Wer Apps installiert, sollte noch einen Blick in die „Visitenkartenverwaltung“ werfen (unter „Meine Privatsphäre, Was erfahren Apps und Dienste über mich?“). Dort lässt sich angeben, welche Informationen fremde Unternehmen zu sehen bekommen.
PC-WELT empfiehlt, grundsätzlich den eigenen Nachnamen zu unterdrücken. Ebenso kann man die Meldung unterbinden, dass man online ist. Das geht entweder für alle oder nur für Fremde. Ratsam ist es hier, nur den eigenen Kontakten die Anwesenheit zu übermitteln. Alles in allem greift der Schutz der Privatsphäre bei SchülerVZ stärker als bei der Mehrzahl der anderen Netzwerke. Die Einstellungen dafür sind in den meisten Punkten standardmäßig aktiviert. Wer mehr von sich preisgeben will, muss dies also ganz gezielt tun.
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