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Erweiterter Taskmanager: Alle Programme sichtbar machen

Auf Ihrem Windows-Rechner laufen zahlreiche Programme im Hintergrund - auch solche, die Sie gar nicht gestartet haben. Wie können Sie ermitteln, welche Prozesse zum Betrieb des Systems wirklich notwendig sind und welche nur Spyware oder gar Trojaner enthalten? PC-WELT zeigt es Ihnen.

Anforderung

Fortgeschrittener

Zeitaufwand

Mittel

Problem:

Auf Ihrem Windows-Rechner laufen zahlreiche Programme im Hintergrund - auch solche, die Sie gar nicht gestartet haben. Wie können Sie ermitteln, welche Prozesse zum Betrieb des Systems wirklich notwendig sind und welche nur Spyware oder gar Trojaner enthalten?

Lösung:

Einige Infos über sämtliche laufenden Programme zeigt der Dialog "Anwendung schließen" unter Windows 95/ 98/ME beziehungsweise der Taskmanager von Windows NT 4, 2000 und XP nach <Strg>-<Alt>-<Entf>. Allzu viel erfahren Sie aber nicht, schon gar nicht unter Windows 95/98/ME.

Zudem verstecken sich schädliche Anwendungen gerne hinter harmlos klingenden Namen. Wer vermutet beispielsweise hinter KERNEL32.EXE ein gefährliches Programm? Der erste Treffer der Internet-Suchmaschine Google für "KERNEL32.EXE" offenbart sofort, dass es sich keineswegs um ein Systemprogramm, sondern um den Wurm W32/Badtrans handelt.

Beim Durchforsten Ihres Windows-Systems unterstützt Sie das PC-WELT-Tool GOOGLEXE.HTA (HTA - HTML Application). Es verbindet die Funktion des Taskmanagers mit einer Suche nach dem Programmnamen bei Google.

Voraussetzung für den Einsatz ist ein installierter Internet Explorer 6. Unter Win 95/98 und NT 4 benötigen Sie außerdem die Systemkomponente WMI (Windows Management Instrumentation). Dabei handelt es sich um eine Programmierschnittstelle, mit der erweiterte Windows-Funktionen angesprochen werden können. Die Installationsdatei WMICORE.EXE können Sie kostenlos hier herunteladen (6,7 MB).

Oder Sie starten GOOGLEXE.HTA und folgen dem Link zum Download. Er erscheint automatisch, wenn die WMI fehlt. Ein Doppelklick auf WMICORE.EXE startet die Installation dieser Komponente. Einige Sekunden nach dem Start per Doppelklick listet GOOGLEXE.HTA alle laufenden 32-Bit-Programme mit Namen und Pfad in einer Tabelle auf. Neben jedem Eintrag finden Sie die Buttons "Google" und "Explorer". Ein Klick auf "Google" übergibt den Programmnamen als Suchbegriff an Google und stellt die Ergebnisse im Internet Explorer dar, sofern eine Verbindung zum Internet besteht.

Nach einem Klick auf den Button "Explorer" öffnet sich das passende Fenster, und die Anwendung ist markiert. Nach einem Rechtsklick auf die Datei erfahren Sie über den Kontextmenüpunkt "Eigenschaften" mehr über das angewählte Programm.

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