Windowsstart beschleunigen

Osrik: Erweiterter Programmstart mit Parametern

Freitag den 20.04.2012 um 10:22 Uhr

von Steffen Zellfelder

Mit Osrik können Sie Ihren automatisch startenden Programmen auch bis zu 2000 verschiedene Parameter zuordnen. So viele braucht natürlich kein Mensch, vermutlich gibt es auch kein Programm, dass so viele Parameter unterstützt - nützlich ist es aber trotzdem. Osrik erlaubt diverse Kommandozeilenparameter, diese können Sie Ihren Programmen in der Programm-Zeile einfach anhängen. So können Sie ihrem Browser zum Beispiel auftragen, nach dem Autostart direkt mehrere Ihrer Lieblingsseiten zu öffnen. Wenn Sie beim Surfen also für gewöhnlich zuerst www.pcwelt.de, www.google.de und www.ard.de aufrufen, dann hängen Sie diese Adressen einfach in der Programmzeile von Osrik mit an und stellen ein „|“ voran. Für Firefox unter Windows 7 sollte das dann beispielsweise so aussehen:
C:\Program Files (x86)\Mozilla Firefox\firefox.exe | www.pcwelt.de www.google.de www.ard.de

Systemstart mit Osrik beschleunigen

Wählen Sie „Analyse“ und dann „System auslesen“. Jetzt
können Sie Programme beim Systemstart beschleunigen oder die
Ausführung deaktivieren.
Vergrößern Wählen Sie „Analyse“ und dann „System auslesen“. Jetzt können Sie Programme beim Systemstart beschleunigen oder die Ausführung deaktivieren.


Sie können mit Osrik auch die Windows-Registry nach Programmen durchsuchen, die Windows automatisch startet und denen ordentlich Feuer unterm Hintern machen; das kann zu einem spürbar schneller Systemstart führen. Windows 7- und Vista-Nutzer aufgepasst: Damit diese Funktion reibungslos funktioniert, muss die Osrik.exe im Programmverzeichnis (C:/PoW24) mit einem Rechtsklick und dem Kommando „Als Administrator ausführen“ gestartet werden. Danach klicken Sie im Startbildschirm auf das Feld „Analyse“ und im Folgefenster auf „System auslesen“ (Siehe Bild).


Daraufhin durchsucht Osrik die Windows-Registry und listet alle Programme auf, deren Start optimiert werden kann. Die Einträge können Sie auch einfach löschen - für den Systemstart bedeutet das den größten Geschwindigkeitsschub - natürlich müssen Sie die Programme dann manuell starten, wenn sie benötigt werden. Doch Vorsicht: Manche Anwendungen sind systemrelevant und müssen mit Windows gestartet werden. Wenn Sie nicht wissen, um welches Programm es sich handelt, sollten sie den Eintrag auch nicht löschen.

In der Spalte „Empfohlen“ teilt Ihnen Osrik mit, ob eine Optimierung möglich ist, bei den meisten Anwendungen ist das der Fall. Markieren Sie jetzt alle Einträge, deren Start Sie mit Osrik beschleunigen möchten und klicken Sie auf die Schaltfläche „Optimieren“. Osrik fragt jetzt nach, ob es die doppelte Ausführung der gewählten Programme verhindern soll. Bestätigen Sie mit „Ja“. Setzen Sie nun noch die entsprechenden Häkchen in der Spalte „Aktiv“ und Sie sind fertig. Unter Analyse->Wiederherstellen können Sie Ihre Änderungen jederzeit wieder rückgängig machen. Beachten Sie, dass Osrik in der aktuellen Version noch dazu neigt, ihre manuell erstellte Autostart-Liste zu überschreiben, wenn Sie auf „Optimieren“ klicken. Wenn sie nicht alle acht Programmzeilen besetzt haben, können Sie anschließend jedoch wieder Programme manuell in den Autostart von Osrik setzen.


Wir haben bei unserem Testsystem den Boot-Vorgang mit Osrik von 67 auf 55 Sekunden reduziert, das sind 18 Prozent. Besonders PCs, die viele Programme im Autostart haben oder über nur wenige Rechenkerne verfügen, dürfte die lineare Bootstrategie von Osrik auf die Sprünge helfen.

Auch bei mobilen Windows-Geräten wie Notebooks oder Tablets können Sie Osrik einsetzen. Beachten Sie aber, dass auf diesen Computern häufig zusätzliche Software vom Hersteller installiert ist, die Sie nicht einfach aus dem Autostart löschen sollten.
Weiterführende Erklärungen und Tutorial-Videos finden Sie auf der Website von Osrik, zusammen mit einer Anleitung auf Deutsch.

Freitag den 20.04.2012 um 10:22 Uhr

von Steffen Zellfelder

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