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Erneutes Hickhack um Namen für Open-Source-Browser Phoenix

22.04.2003 | 16:35 Uhr |

Die Entwickler des Open-Source-Browsers Phoenix kommen nicht zur Ruhe. Zunächst mussten sie sich für Phoenix einen neuen Namen suchen, weil der Bios-Hersteller Phoenix Technologies es ihnen "freundlich" Nahe gelegt hatte. Daraufhin entschieden sich die Entwickler für den Namen "Firebird". Das war allerdings auch keine gute Idee, denn diesen Namen nutzt bereits ein anderes Open-Source-Projekt für eine relationale Datenbank.

Die Entwickler des Open-Source-Browsers Phoenix kommen nicht zur Ruhe. Zunächst mussten sie sich für Phoenix einen neuen Namen suchen, weil der Bios-Hersteller Phoenix Technologies es ihnen freundlich nahe gelegt hatte. Darauf hin entschieden sich die Entwickler für den Namen "Firebird". Das war allerdings auch keine gute Idee, denn diesen Namen nutzt bereits ein anderes Open-Source-Projekt mit der Bezeichnung " Firebirdsql.org ". Dieses Projekt entwickelt eine relationale Datenbank.

"Das muss eine der schmutzigsten Taten sein, die ich jemals im Open-Source-Bereich gesehen habe", schimpft Helen Borrie, die das Firebird-Projekt leitet. Gegenüber unserer australischen Schwesterpublikation Linuxworld zeigte sich Borrie äußerst verärgert über Mozilla.org, die für das Browser-Projekt verantwortlich sind. "Die denken alles sei in Ordnung, nur weil wir keinen Einspruch dagegen eingelegt haben", so Borrie und wirft Mozilla.org vor, dass in den Mozilla-Foren Beiträge entfernt wurden, in denen die Anhänger des "echten" Firebirds auf die Namensproblematik hinwiesen.

Von den Entwicklern des Browsers gibt es derzeit noch kein Statement zu den neuen Namensproblemen. Borrie will den Namen allerdings nicht kampflos aufgeben. "Wir wollen sicherlich keine Konfusion darüber, wer nun den Namen Firebird besitzt. Wir haben den Markennamen und wir werden ihn verteidigen", verspricht Borrie.

Schluss mit Phoenix: Firebird steigt in den Ring (PC-WELT Online, 15.04.2003)

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