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Erfolg von Apples "Music Store" lockt die Konkurrenz

10.06.2003 | 14:19 Uhr |

Der Erfolg von Apples "iTunes Music-Store" lässt auch die Konkurrenz nicht unbeeindruckt. Wie die LA Times berichtet, bereiten mittlerweile drei große Player am Markt einen eigenen Musikdienst per Internet vor, um künftig am Kuchen mitzunaschen.

Der Erfolg von Apples "iTunes Music-Store" lässt auch die Konkurrenz nicht unbeeindruckt. Wie die LA Times berichtet, bereiten mittlerweile auch Microsoft , AOL und Yahoo jeweils einen eigenen Musikdienst per Internet vor, um künftig am Kuchen mitzunaschen. Auch Amazon und MTV werden derartige Pläne unterstellt.

Der Erfolg von Apple strafte die Mahner der Musikindustrie Lügen, die immer wieder auf die Gefahren des Internets in Zusammenhang mit der Distribution von Musik hingewiesen haben. Mittlerweile fand jedoch in den oberen Etagen der Musikindustrie ein Umschwung in der Denkweise statt. Während die Musik-Piraterie weiterhin verfolgt wird, akzeptiert die Industrie nun die Notwendigkeit, Unternehmen mit bekannten Markennamen zu finden, um ihre Produkte unter die Leute zu bringen.

Das Blatt zitiert eine nicht näher genannte Quelle mit den Worten: "Wir haben die Rechte. Wir haben die Musik. Wir brauchen die richtigen Experten, die kommen und ein Distributions-System entwickeln, das funktioniert".

Bezug nehmend auf die zu erwartende massive Angebotserweiterung durch die neuen Anbieter meint Doug Morris, Chairman bei Vivendi Universal: "Ich denke, die ganze Sache ist eine Revolution."

David Goldberg, Vize-Präsident und General Manager Musik bei AOL lobt die Vorreiterrolle Apples: "Der Service zeigt, dass es Nachfrage seitens der Konsumenten gibt und er zeigt, dass sie ein großartiges Produkte entwickelt haben."

Der Zeitung zufolge sollen die Dienste der Konkurrenz bis Weihnachten 2003 an den Start gehen. Bleibt nur zu hoffen, dass auch die Konzepte von Microsoft und Co. derart offen sind, wie die Regelungen bei Apple. Denn dass bei "iTunes Music Store" die Titel auf andere Rechner kopiert, auf CD gebrannt und auf MP3-Player übertragen werden dürfen, ist wohl Hauptursache für den bahnbrechenden Erfolg, der anderen Diensten wie Pressplay aufgrund restriktiver Gängelung der Anwender versagt geblieben ist.

Apples Internet-Musikshop knackt 2-Millionen-Grenze (PC-WELT Online, 15.05.2003)

Apples Internet-Musikshop bahnbrechender Erfolg (PC-WELT Online, 06.05.2003)

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