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Epox EP-4PDA2+

21.05.2003 | 09:35 Uhr |

Lange hat's gedauert, doch nun sind sie da: die neuen Chipsätze von Intel, die für einen effektiven Systemtakt (Front Side Bus) von bis zu 800 MHz (physikalisch: 200 MHz) zertifiziert sind.

Super ausgestattet, stabil und schnell. Aufgrund der besonderen Plattform keine Wertung in der Top-Liste.

Lange hat's gedauert, doch nun sind sie da: die neuen Chipsätze von Intel, die für einen effektiven Systemtakt (Front Side Bus) von bis zu 800 MHz (physikalisch: 200 MHz) zertifiziert sind. Doch während der Intel 875 (Codename Canterwood) eher für den Serverbereich konzipiert wurde - und daher für die PC-WELT uninteressant ist - passt der Intel 865, auch bekannt als Springdale, perfekt in Desktop-PCs. Das Besondere an ihm ist der besonders hohe effektive Systemtakt. Als weiteres Schmankerl unterstützen Platinen mit Intels 865-Chipsatz DDR-400-Speichermodule in Dual-Channel-Ausführung. Damit ist eine Speicherbandbreite von bis zu 6,4 GB/s möglich. Allerdings gilt dabei zu beachten, dass dieses Tempo nur dann möglich ist, wenn die Riegel paarweise eingesetzt werden. Die Slots sind jedoch auch abwärtskompatibel.

Übertakter werden an dieser Platine ihre helle Freude haben. Denn zum einen sind - gemessen mit Phoenix-Bios 6.00PG vom 17.4.2003 - im Bios Sytemtaktraten (Front Side Bus) von 100 bis 350 MHz, Multiplikatoren von 12 bis 15 und 13 CPU-Spannungsänderungen möglich. Zum anderen lassen sich AGP- und Dimm-Spannung jeweils um 0,1 bis 0,7 Volt erhöhen. Bei den Stabilitätstests, die wir - der Platine angemessen - mit Intels Pentium-4-CPU (3 GHz) und 256 MB DDR-SDRAM in 2 DDR400-Speichermodulen durchführten, schnitt die EP-4PDA2+ mit wenig überraschendem Ergebnis ab: Verglichen mit unseren anderen Pentium-4-Kandidatinnen war sie 1,5-mal schneller. Besonders beim Winrar Komprimieren sowie beim Blade-Enc-, AVI-2-Mpeg- und im Excel-Test überzeugte.

Auch in Sachen Ausstattung geizt Epox nicht. Die Platine bietet dank Serial-ATA-Raid-Controller Sil3112A von Silicon Image gleich 4 solche Schnittstellen. Und der Raid-Controller HPT372N von Highpoint sorgt dafür, dass neben den beiden standardmäßigen Ultra-DMA/100-Kanälen noch 2 in Ultra-DMA/133-Ausführung zur Auswahl stehen. Außerdem bietet die Platine 1 LAN-Anschluss durch den Netzchip Broadcom BCM5705WKFB, 2 Firewire-Buchsen dank Firewire-Controller Agere FW323-06, einen 6-Kanal-AC97-Codec, 1 AGP-8x-Slot, 1 Gameport und 4 USB-2.0(Hi-Speed)-Anschlüsse. Zum Nachrüsten stehen Pins für eine zweite serielle Schnittstelle, 1 S/P-DIF-Anschluss, 2 zusätzliche Firewire-Buchsen und 4 USB-2.0-Schnittstellen zur Verfügung. Im Lieferumfang fanden wir 2 Serial-ATA-Kabel nebst Stromverbindung, 1 Floppy-Kabel und 2 EIDE-Rundkabel in Babyblau. Das beiliegende englischsprachige Handbuch gefiel uns gut, ebenso das übersichtliche Platinen-Layout. Epox bietet 24 Monate Herstellergarantie, die Hotline (09241/991740) war gut.

Ausstattung: Intel-Chipsatz 865PE; 4 Dimm-Sockel für bis zu 4096 MB DDR-SDRAM; 1 AGP, 5 PCI-Slots

Technische Daten: Hersteller / Produkt:Epox EP-4PDA2+; CPU-Steckplatz:Sockel 478; Chipsatz:Intel 865PE; Bios / Version:Phoenix-Bios 6.00PG vom 17.4.2003; Einstellbare Systemtaktraten (MHz):100 bis 350 MHz in 1-MHz-Schritten; Formfaktor:ATX; Steckplätze (AGP / PCI / CNR-/PCI-Kombi): 1 / 5 / 0; Speicherbänke / maximaler Ausbau:4 / 4096 MB DDR-SDRAM; Anschlüsse/Schnittstellen:2 x Ultra-DMA/100, 2 x Ultra-DMA/133, 4 x Serial-ATA, 4 x USB 2.0, 1 x LAN, Maus- und Tastaturbuchse im PS/2-Format, 1 parallele Schnittstelle, 1 serielle Schnittstelle; Zusätzliche Komponenten:6-Kanal, AC97-Codec, Netzchip;

Hersteller/Anbieter

Epox

Weblink

www.epox.de

Bewertung

4,5 Punkte

Preis

rund 195 Euro

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