Ein Großteil der Neuerungen wie die Planung von Meetings oder Abwesenheitsschaltungen setzt einen Windows Server mit Microsoft Exchange 2004 oder 2007 voraus. Außerdem wartet Entourage 2008 mit My Day auf, einer eigenständigen Software, die auf Wunsch immer sichtbar ist. Dort sieht man alle aktuelle Termine und Aufgaben – aber leider nicht neue E-Mails. Probleme zeigt Entourage im Zusammenspiel mit Apples Suchmaschine Spotlight und Time Machine.
Speziell bei Entourage: Die Software erzeugt aus der Datenbankdatei, in der alle E-Mails gespeichert sind, spezielle Index-Dateien, damit die E-Mails mit Apples Suchfunktion Spotlight aufspürbar sind. Beim Backup mit Time Machine muss man gut überlegen, ob man die Datenbankdatei ausschließt: Da alle E-Mails in einer Datenbank stehen, wird diese Datei bei jedem Backup auf die externe Festplatte kopiert – selbst, wenn nur eine neue E-Mail dazu gekommen ist.
Microsoft unterstützt die Synchronisation mit iCal und dem Adressbuch von Mac-OS X. Nicht möglich ist dagegen der E-Mail-Import von Outlook unter Windows. Flotter Start nach Update 2 Ein großer Kritikpunkt, insbesondere bei der Textverarbeitung Word, ist unter Mac-OS X die Arbeitsgeschwindigkeit. Mit dem zweiten Service Pack legt Office 2008 nun deutlich an Geschwindigkeit zu. Zwar dauerte der erste Start von Word nur unwesentlich kürzer als vor dem Update, bei jedem weiteren Mal braucht es jedoch durch geschicktes Caching nur halb so lange. Beim Testsystem, einem aktuellen iMac mit vier Gigabyte RAM und 2,66 Gigahertz Taktrate messen wir knapp zwei Sekunden, die zwischen dem Klick und den ersten Texteingaben vergehen.
Auch beim Laden der Dokumente zeigt sich im Schnitt eine knapp 30 prozentige Zeitersparnis. Noch extremer ist das Verhalten bei Excel. Dort hat sich der eigentliche Programmstart ähnlich beschleunigt wie in Word. Das Speichern und neue Berechnen der Testtabelle mit 100.000 Formeln vollführt Excel nach dem Update in einem Drittel der Zeit. Kompatibilität verbessert Vor dem Service Pack 2 gingen beispielsweise Seiten-Einstellungen, die unter Excel für Windows gemacht wurden, am Mac verloren. Rahmen eines Word-2007-Dokuments wurden unter Mac-OS X völlig ignoriert und gingen nach erneutem Speichern ebenfalls verloren.
Übergreifend über alle Anwendungen ist seit Service Pack 2 der Zugriff auf Sharepoint-Inhalte (nur mit der Business-Lizenz) oder auf den kostenlosen Office Live Workspace möglich. Auf diese Art können mehrere Benutzer über einen gemeinsamen Speicherplatz im Internet an Office-Dokumenten arbeiten. Die günstigste Möglichkeit hierfür ist der kostenlose Platz bei Live.com, dem Online-Service von Microsoft. Unter Mac-OS X kann man entweder mit Firefox oder Safari auf Live.com zugreifen oder die Organisation von Projekten mit dem Programm Document Connection erledigen, das man über den Menübefehl „Datei > In Document Connection öffnen“ aufruft.
Die zweite große Änderung von Service Pack 2 betrifft die Präsentationssoftware Power Point. Von professionellen Designern eher mit einem Naserümpfen kommentiert, war die Animation von Objekten an benut- zereigenen Pfaden nach Aussagen von Microsoft ein häufig gewünschtes Feature. Sehr viel nützlicher in der täglichen Praxis ist sicher, dass nun Zeichensätze, Farbschemata und Folien-Layouts als Standard-Voreinstellung gespeichert werden können.
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