Vista wird mit gutem Grund von Gegnern als „aufgebläht" kritisiert. Die Zahl der Tasks und Dienste, die ständig im Hintergrund laufen, hat sich gegenüber XP etwa verdoppelt. Selbst Besitzer von gut ausgestatteten PCs bemerken diesen Ballast. Wenn CPU und RAM auf Ihrem PC ständig voll ausgelastet sind, sollten Sie entbehrliche Dienste entsorgen. Schließlich handelt es sich hier um ein modulares Konzept, das es erlaubt, Funktionen nach Bedarf hinzuzufügen oder zu entfernen.
Zustandsprotokoll: Welche Dienste Sie brauchen und welche nicht, lässt sich nicht pauschal beantworten - Sie müssen das nach Ihren Bedürfnissen entscheiden. Tatsache ist, dass Vista zunächst nahezu alles lädt, was es – je nach Version – an Bord hat. Das ist in jedem Fall mehr als nötig. Abschalten können Sie überflüssige Dienste nach Aufruf von „services.msc". Vorher sollten Sie allerdings den Originalzustand über „Aktion, Liste exportieren" in eine Datei schreiben. Anhand dieser Liste können Sie Ihre Eingriffe später kontrollieren und notfalls wieder korrigieren.
Beenden und deaktivieren: Führen Sie in der Konsole Services.MSC auf jene Dienste, die unnötig und gestartet sind („Status: Gestartet"), einen Doppelklick aus. Mit „Beenden" werden Sie den Service in der laufenden Sitzung los, mit dem Starttyp „Deaktiviert" und „OK" sorgen Sie ferner dafür, dass er künftig nicht mehr geladen wird. Im Beispiel in der Abbildung haben wir eine stattliche Anzahl von Diensten deaktiviert. Es entfallen aber nur einige RAS-, Remote-, Fax- und speziellere LAN-Funktionen. Alle fundamentalen Funktionen bleiben erhalten (LAN-Client und -Server sowie Internet-Surfen, Download, FTP). Ob bei Ihnen etwa Media-Center-Komponenten, Jugendschutz, Tablet-PC-Eingabedienst, Schattenkopien (erhöhte Sicherheit, aber Ressourcen-aufwendig), Readyboost(optionale Beschleunigung durch USB-Stick) oder Offline-Dateien (lokale Kopien von LAN-Daten) entbehrlich sind, müssen Sie selbst entscheiden.
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