Warenwirtschaft/ERP as a Service

Enterprise Resource Planning (ERP) als Cloud-Service nutzen

Dienstag den 22.05.2012 um 09:38 Uhr

von Alexander Roth

PC-WELT stellt ERP-Software vor, die als Cloud-Service angeboten wird.
Vergrößern PC-WELT stellt ERP-Software vor, die als Cloud-Service angeboten wird.
© iStockphoto.com/Izvorinka Jankovic
Warenwirtschaft gilt als Herz der Unternehmens-IT. Die Cloud drängt zunehmend auch in diesen Aufgabenbereich. PC-Welt hat die besten Lösungen für Enterprise Resource Planning (ERP) aus dem Web (ERP as a Service) für kleine Firmen zusammengestellt.
Wer wachsen will, muss flexibel bleiben. Für Unternehmen bedeutet das: Sie müssen jederzeit den Überblick über sämtliche Ressourcen, ihre Auslastung und Verfügbarkeit haben. Ein solcher Rundum-Blick ist jedoch nicht mit einer reinen Buchhaltungssoftware zu bekommen. Immer mehr denken daher auch kleinere Unternehmen über den Einsatz kompletter Unternehmenssoftware nach dem Modell des Enterprise Resource Planning (ERP) nach. Auch der Cloud-Markt bietet mittlerweile eine große Bandbreite von Lösungen, die teilweise speziell für KMUs entwickelt wurden. So hat beispielsweise auch der Branchenriese SAP mit Business by Design eigens ein Produkt für Kleinunternehmen aus der Wolke aufgelegt. Damit verfügen nun etwa auch Handwerksbetriebe und Start-Ups aller Branchen mit diesem oder den Produkten von Wettbewerbern über die Möglichkeit, ihre Geschäftsprozesse durchgängig aus der Cloud per Software zu unterstützen – und nicht nur die Erstellung von Angeboten  und Rechnungen.

Vorteile von ERP aus der Cloud

Das Internet bietet auch im Umfeld von ERP-Lösungen Vorteile: Viele Unternehmer schrecken immer noch zurück vor der Herausforderung, eine komplexe Unternehmenslösung zu installieren und zu verwalten. Hinzu kommt, dass der Betrieb einer Mehrplatzlösung nicht nur Investitionen in Hardware, sondern auch laufende Betreuung durch Fachpersonal erfordert, das in vielen Unternehmen nicht verfügbar ist. Die Beseitigung dieser Hindernisse verspricht das Cloud Computing. Denn ERP as a Service erfordert lediglich einen PC mit Internetanschluss und Webbrowser für die Arbeit mit einer durchgängigen Business-Software.

Die heute verfügbaren Systeme beinhalten in der Regel Funktionen für 

  • Rechnungswesen: effiziente Abwicklung der Buchhaltung, Bilanzierung und Kostenrechnung.
  • Warenwirtschaft: Steuerung von Einkaufs, Lager und Vertrieb.
  • Produktionsplanung und -steuerung.

Bei ERP as a Service liegen die Daten und Anwendungen  üblicherweise in professionell betriebenen und gesicherten  Rechenzentren. So sind sie nach Meinung von Experten gegen unbefugten Zugriff oder Naturkatastrophen besser geschützt als im Anwenderunternehmen selbst. Allerdings unterscheiden sich die Angebote teilweise erheblich – beim Funktionsumfang und Benutzerkomfort ebenso wie beim Preis.Es liegt in der komplexen Natur der Sache, dass potenzielle Anwender zunächst ihre Anforderungen sehr genau definieren sollten, bevor sie sich auf die Suche nach dem für sie passenden System machen. Denn auch wenn ERP aus der Cloud keine Installation erfordert: Die Aufbereitung und das Hochladen der bestehenden Daten des Unternehmens sowie die Einstellung der Lösung auf die Anforderungen des Benutzers erfordert je nach System einen beträchtlichen Aufwand. Ein systematisches Auswahlverfahren, am besten mit Unterstützung durch einen externen Berater sollte deshalb immer am Anfang einer ERP-Einführung stehen.

ERP as a Service: Schlechtes Informationsangebot

Beim Blick auf das ERP-Angebot aus der Cloud zeigt sich einmal mehr, dass Cloud nicht gleich Cloud ist: Preisangaben sind Mangelware und der  ansonsten selbstverständliche kostenlose Sofort-Test der Lösungen  ist bei  den ERP-Anbietern zum Teil umständlich oder fehlt ganz. Bei einigen Lösungen erfolgt der Bezug gar ausschließlich über die Partner des Herstellers. Volle Kostentransparenz und sofortige Verfügbarkeit der Lösungen, die häufig als Vorteile des Cloud Konzepts genannt werden,  sehen anders aus.

Dienstag den 22.05.2012 um 09:38 Uhr

von Alexander Roth

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