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Windows als Laufzeit-Booster

15.08.2008 | 07:42 Uhr |

Kaum ein Notebook-Besitzer klagt über mangelnde Leistung - die gibt es inzwischen im Überfluss. Ein stetes Ärgernis ist hingegen die Akkulaufzeit. Dabei ist selbst mit Windows-Bordmitteln mehr herauszuholen - vollkommen gratis.

Die effizienteste Hardware nutzt nichts, wenn das Betriebssystem nicht mitspielt oder falsch konfiguriert ist. Daher sollten sich Notebook-Besitzer eingehender mit den Energiesparoptionen der Betriebssysteme Windows XP und Windows Vista vertraut machen. Denn beide Systeme haben umfassenden Einfluss auf die Energieaufnahme der zugrunde liegenden Hardware. Die „Energieschema“ (Windos XP) beziehungsweise „Energiesparplan“ (Windows Vista) genannten Systemsteuerungs-Einstellungen beeinflussen die Laufzeit ganz entscheidend, indem sie unter anderem den CPU-Takt beziehungsweise die Kernspannung des Prozessors kontrollieren. Insbesondere die Kernspannung wirkt sich entscheidend auf die Energieaufnahme des Prozessors aus.

Aufgeräumt: Die Energieoptionen der Vista-Systemsteuerung sind optisch ansprechender als die des Vorgängers Windows XP.
Vergrößern Aufgeräumt: Die Energieoptionen der Vista-Systemsteuerung sind optisch ansprechender als die des Vorgängers Windows XP.
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Aufgeräumter Eindruck
Auf den ersten Blick scheint Vista weniger Kontrollmöglichkeiten in Sachen Energieaufnahme zu bieten als Windows XP: Anstatt der sechs Energieschemas von XP (siehe Absatz Windows XP: Welches Schema kümmert sich um was?) finden Vista-User lediglich drei Energiesparpläne vor. Ein zweiter Blick zeigt aber schnell, dass Vista erheblich tiefere Eingriffe erlaubt als es der Vorgänger tut. Böse Zungen behaupten, dies sei auch notwendig, da Vista aufgrund der ständigen Festplattenzugriffe von Haus aus mehr Energie aus dem Akku zieht als der Vorgänger.

Die drei Vista-Pläne sind nicht nur aufgrund der grafischen Elemente neben der Bezeichnung schnell zu unterscheiden. Auch die Namen selbst erschließen sich erheblich einfacher, als die eher kryptischen Schemen unter Windows XP. So drosselt der Plan Höchstleistung weder den CPU-Takt, noch die Bildschirmhelligkeit – und sorgt so natürlich auch für die kürzeste Akkulaufzeit. Energiesparmodus versucht das genaue Gegenteil, indem der Plan den Prozessor auf einer niedrigen Taktfrequenz hält – ideal für Notebook-Anwender, die lediglich im Netz surfen, Texte schreiben oder Musik hören und Wert auf möglichst lange Laufzeiten legen. Der Energiesparplan Ausbalanciert schließlich versucht sich im Spagat zwischen Leistung und Laufzeit und passt den CPU-Takt dynamisch an die Anforderungen an. Wer sein Notebook also ständig fordert, kann unter Umständen genauso viel Energie aus dem Akku saugen wie mit dem Höchstleistungsplan.

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