Endlich fallen die Grenzen

Lange Zeit haben die Messenger-Anbieter versucht, eigene Standards ohne Rücksicht auf andere Anbieter durchzudrücken. Die Folge: Ein ICQ-Anwender kann beispielsweise nicht erkennen, ob sein Freund mit AOL oder Odigo online ist.

Maßgeblich hatte dies AOL zu verantworten. Mit über 23 Millionen Teilnehmern (Stand Juni 2000) ist AOL in den USA der größte kommerzielle Online-Dienst. AOL hat sich lange Zeit dagegen gewehrt, dass Teilnehmer anderer Dienste Zugriff auf die Funktionen der sogenannten Buddy-Liste (siehe Glossar) erhalten. Mit dem Vorwurf, hierdurch würde AOL und der Zugang der einzelnen Teilnehmer gehackt, hat AOL das Ansinnen der konkurrierenden Anbieter abgelehnt.

Die Gruppe FreeIM fordert die generelle Freigabe der Schnittstellen zu allen Messengern, damit Anwender nicht mehrere Messenger installieren müssen, um einen Überblick über alle gerade im Web reisenden Freunde zu erhalten. Dieser Forderung ist auch AOL endlich nachgekommen, so dass die ersten Instant Messenger in den Startlöchern stehen, die eine Verbindung zum AOL-Programm aufbauen können.

Free IM (englisch)

AOL: Open IM Architecture Design (englisch)

AOL blockiert Zugang zu Buddys (PC-WELT Online, 15.12.99)

AOL gibt auf (PC-WELT Online, 16.06.00)

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