19.01.2009, 10:17

Michael Schmelzle, Christian Helmiss

Einkaufsratgeber

Der perfekte Kauf eines MP3-Players

Sie sind auf der Suche nach einem möglichst günstigen, digitalen Musikmacher? Es gibt sie beim Discounter schon für unter 10 Euro.
Bedenken Sie allerdings, dass sich der niedrige Preis in der Regel vor allem durch einen kleinen Speicher und wenige Multimedia-Funktionen bemerkbar macht. Deutlich mehr können Sie ab einem Gerätepreis von etwa 40 Euro erwarten. Die wichtigsten Merkmale für MP3-Player im Einstiegs-, Mittelklasse- und High-End-Bereich haben wir am Ende auf dieser Seite zusammengestellt.
Speicherkapazität:
Die Speicherkapazität hängt eng mit dem Gerätepreis zusammen. Das liegt vor allem an den hohen Kosten der Flash-Speicherchips. MP3-Player mit Festplatte sind vom Gerätepreis her meist teurer. Sie bieten aber ein besseres Preis-Kapazitäts-Verhältnis: 5 Euro und weniger pro GB. Flash-MP3-Player kommen auf GB-Preise zwischen 10 und 15 Euro. Diese Preisspanne können Sie als Faustregel beim Kauf Ihres Players verwenden. Mehr Geld sollten Sie nur ausgeben, wenn Ihr Wunschkandidat besondere Ausstattungsmerkmale mitbringt.
Display:
MP3-Player mit großen Farbdisplays sind zum Zeitvertreib ideal. Die Anzeige ist bei einem MP3-Player neben dem Speicher und dem Akku das teuerste Bauteil. Bei besonders günstigen Playern arbeitet es nur einfarbig und ist gerade mal groß genug, um zur Musik Künstlernamen, Songtitel und Albumnamen anzeigen zu können. Je größer die Displays sind, desto mehr lässt sich mit ihnen anfangen (siehe nächster Punkt). Vor dem Kauf sollten Sie den kleinen Bildschirm testen – einerseits um zu sehen, ob er Ihnen von der Größe her zusagt. Sonst ist das Erkennen von Schriften und das Navigieren in den Menüs eventuell eine Quälerei. Andererseits sollten Sie das Display auf Brillanz, Farbechtheit und Reaktionszeit untersuchen: Prüfen Sie, ob Farben und Fotos natürlich wirken und ob schnelle Bewegungen bei der Videowiedergabe stark verwaschen aussehen.
Extras:
Höherwertige MP3-Player kommen mit allerlei Extras. Fast alle MP3-Player mit Farbdisplay besitzen einen Videoplayer. Damit können Sie unterwegs Filme anschauen. Der Nachteil ist, dass Sie die Videos am heimischen PC erst umständlich ins Miniformat umwandeln müssen – diesen Aufwand tun sich nur die wenigsten Anwender regelmäßig an. Hier ist Apples iTunes-Software ganz praktisch, weil Sie damit Video-Podcasts, Filme und Serien automatisch überspielen lassen können, sobald eine neue Folge verfügbar ist. Als weitere Extras gibt es auch Radio- und Diktierfunktionen – beides ist nur als Notlösung zu sehen, da deren Klangqualität meist mangelhaft ist.
Darüber hinaus gibt es noch weitere Merkmale, die den MP3-Player zwar einerseits teurer machen, ihm andererseits auch einen besonderen Nutzwert bescheren. Zwei Beispiele: Der iPod Touch etwa (High-End-Modell) lässt sich durch seinen berührungsempfindlichen Bildschirm sehr angenehm bedienen – und der Bluetooth-Sender des Mittelklasse-Players Sony NWZ-A828 bringt Ihnen mit einem zusätzlichen Ohrhörer kabelloses Musikvergnügen.
Das steckt dahinter:
1. Der Preis ist unter anderem von der Kapazität abhängig. Beide Angaben entscheiden zusammen über Nutzwert und Ausstattung des Players.
2. Je größer ein Display ist, desto besser. Bei Displays unter 1 Zoll Bilddiagonale kann man kaum noch was erkennen.
3. Videoplayer, Diktiergerät und Radio sind mittlerweile Standardfunktionen. Weitere Extras sind teuer – prüfen Sie, ob Sie sie überhaupt nutzen wollen.
MP3-Player: Darauf müssen Sie achten
Einstiegsmodell:
• mindestens 4 GB
• einfaches Farbdisplay (1,8 Zoll, 4,6 cm)
• Zusatzfunktionen wie Diktiergerät und ergonomische Bedienung (Sensortasten)
• Preis ab 40 Euro
Mittelklassemodell:
• am besten 8 GB
• größeres, besser auflösendes Farbdisplay (2,4 Zoll, 6,1 cm)
• Videofähigkeit
• Preis rund 130 Euro
High-End-Modell:
• zumindest 32 GB
• exzellentes Farbdisplay (3,5 Zoll, 8,9 cm)
• Online-Fähigkeit, Bedienung via Touchscreen
• Preis rund 350 Euro
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