Bei der Linux-Installation wird automatisch ein Bootmanager eingerichtet, in der Regel Grub. Bei jedem Neustart des Rechners landen Sie dann zunächst auf der Oberfläche des Bootmanagers, der Ihnen die installierten Betriebssysteme zum Start anbietet. Über ihn starten Sie dann je nach Bedarf Linux oder Windows. Von Windows aus haben Sie allerdings standardmäßig keinen Zugriff auf das Linux-Dateisystem, unter Linux können Sie Daten von einer Windows-NTFS-Partition standardmäßig zwar nicht schreiben, aber immerhin lesen. Eine FAT32-Partition, auf die beide Systeme zugreifen können, erleichtert daher den Datenaustausch. Alternativ verwenden Sie einen USB-Stick oder eine externe Festplatte.
Knoppix beispielsweise legt für die Windows-Partition auf dem Desktop automatisch ein Icon mit der Beschriftung „Festplatte [hda1]“ an. Abhängig von der Konfiguration kann die genaue Bezeichung abweichen. Sind weitere Partitionen oder externe Laufwerke vorhanden, gibt es dafür ebenfalls Icons. Ein Klick darauf öffnet die jeweilige Partition im Dateimanager Konqueror. Das Programm lässt sich ähnlich wie der Windows-Explorer nutzen. Sie können damit Dokumente öffnen oder Dateien kopieren und verschieben.
Suse Linux bietet schon bei der Installation an, gefundene Windows-Partitionen unter /windows einzubinden. Um später darauf zuzugreifen, klicken Sie dann einfach auf das Arbeitsplatz-Icon auf dem Desktop. Dort listet Suse unter „Datenträger“ die Partitionen auf, die Sie per Mausklick einbinden und im Konqueror öffnen können.
Daten mit beiden Systemen nutzen
Wenn Sie unter Windows eine FAT32-Partition zur gemeinsamen Nutzung für Windows und Linux eingerichtet haben, können Sie den Zugriff mit ein paar Tricks ganz einfach gestalten. Klicken Sie unter Windows rechts auf den Ordner „Eigene Dateien“, und wählen Sie „Eigenschaften, Ziel“. Wenn Sie hier den Pfad zur Gemeinschafts-Partition angeben, dann landen Ihre privaten Daten automatisch auf der richtigen Partition, auf die Sie auch unter Linux zugreifen können.
Bookmarks in Firefox und Mozilla lassen sich ganz einfach mit beiden Systemen nutzen, wenn Sie sich sowohl unter Windows als auch unter Linux für die gleiche Browser-Version entscheiden. Damit die Lesezeichen beider Systeme dann in einer Datei landen, müssen Sie im Browser den Pfad zur gemeinsamen Bookmark-Sammlung angeben.
Bei Windows starten Sie dazu Mozilla oder Firefox und geben in der Adresszeile „about:config“ ein. Nach einem Rechtsklick in das Browser-Fenster wählen Sie im Menü „Neu, String“. Als neuen String-Wert geben Sie „browser.bookmarks.file“ ein, im Feld für den neuen Wert den Windows-Pfad zur neuen Bookmark-Datei auf der Gemeinschaftspartition, beispielsweise „F:\bookmarks.html“.
Unter Linux gehen Sie zunächst genauso vor, geben aber den Speicherort der Lesezeichen im Unix-Format an, also etwa „/mnt/hda3/bookmarks.html“ – je nachdem, über welchen Pfad das Linux-System Ihre FAT32-Partition einbindet. Danach brauchen Sie die Lesezeichen nicht länger manuell zu synchronisieren, sondern greifen von beiden Systemen darauf zu.
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