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Die Bausteine des Enterprise Content Managements

12.01.2009 | 10:01 Uhr |

Enterprise Content Management setzt sich aus unterschiedlichen Komponenten zusammen. Welche das sind und wie sie zusammenarbeiten, verrät der zweite Teil dieser ECM-Serie des Tecchannels.

Das AIM-Modell: Die fünf ECM-Komponenten mit den zentralen, ringförmig angeordneten Manage-Technologien.
Vergrößern Das AIM-Modell: Die fünf ECM-Komponenten mit den zentralen, ringförmig angeordneten Manage-Technologien.
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Enterprise Content Management (ECM) ist kein feststehendes IT-Konzept, das sich auf eine bestimmte Software-Architektur gründet, wie der erste Teil dieser Serie bereits andeutete. Vielmehr handelt es sich um eine Referenzarchitektur mit einer umfassenden Sicht auf alle elektronischen und Papier-Dokumente und die Prozesse eines Unternehmens.

Die Idee hinter ECM ist die Zusammenfassung und Integration aller Inhalte und Prozesse, wie zum Beispiel Archivierung, Collaboration, Workflow-Management und Filesharing. Die dafür nötigen, recht unterschiedlichen IT-Lösungen müssen also verdrahtet und aufeinander abgestimmt werden. Dies stellt die eigentliche ECM-Innovation dar. Die ECM-Vereinigung AIIM propagiert fünf Komponenten für eine moderne ECM-Rahmenarchitektur. Die folgenden Bausteine sind demnach für eine Enterprise-Content-Management-Strategie nötig:

  1. Capture (Erfassung)

  2. Manage (Bearbeitung und Nutzung)

  3. Store (Speicherung)

  4. Preserve (Archivierung)

  5. Deliver (Bereitstellung)

Der vorliegende zweite Teil der ECM-Serie betrachtet diese fünf Bestandteile des ECM genauer. Wie die Komponenten eingesetzt werden, in welcher Reihenfolge sie zum Einsatz kommen und wie sie interagieren, verdeutlicht die Grafik unten. Der Zyklus beginnt mit dem Erfassen der Daten, verläuft weiter über die Verwaltung, Speicherung und Archivierung und mündet schließlich in der Auslieferung der Informationen.

Im Zentrum steht dabei die Manage-Komponente, die in der Abbildung ringförmig um den Speicher-Baustein verläuft. Die Teilschritte setzen sich aus Dokumenten-Management (DM), Collaboration (Collab), Web Content Management (WCM), Records Management (RM) und Workflow (WF) / Business Process Management (BPM) zusammen.

Unabhängig von dieser Empfehlung mit fünf Kernkomponenten müssen Unternehmen keineswegs alle diese Teile für ihr Enterprise Content Management umsetzen. Die Bausteine hängen von den Prozessen und vorhandenen Einzellösungen ab, die zu einem vollwertigen ECM ausgebaut werden sollen. Kleine Firmen können zum Beispiel getrost auf Collaboration-Komponenten verzichten, wenn sie an einem einzigen Unternehmensstandort angesiedelt sind.

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