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VMware Workstation gegen VirtualBox im Duell

14.12.2012 | 11:22 Uhr |

Die beste Virtualisierungslösung für den professionellen Einsatz: Wir haben VMware Workstation mit VirtualBox, das von Sun entwickelt und von Oracle übernommen wurde, verglichen.

VMware Workstation und VirtualBox stehen an erster Stelle, wenn es um die Virtualisierung auf dem Desktop geht. Ersteres ist eine der bekanntesten PC-Virtualisierungstechniken überhaupt. Letzteres ist wiederum ein bekanntes Open-Source-Projekt, das ursprünglich von Sun entwickelt wurde. Mittlerweile gehört VirtualBox zu Oracle .

Welches Virtualisierungssystem ist besser? Wir vergleichen beide Lösungen miteinander und beantworten die Frage: Besitzt das Open-Source-Projekt VirtualBox gegenüber der kostenpflichtigen Version VMware Workstation Vorteile?

Beide Produkte laufen unter Windows sowie Linux und unterstützen eine breite Palette von Windows-, Linux- und Unix-Geräten. Zusätzlich erkennt VirtualBox Mac OS X-Hosts und Clients. Für die Mac-OS-X-Unterstützung stellt VMware die spezielle Lösung  VMware Fusion bereit.

Getestet wurden die Workstations- und VirtualBox-Systeme auf einem Intel Core i7-3770K CPU mit 16 GB RAM, 128 GB SSD-Volume-Speicher und 2 TB zusätzlichen Festplattenspeicher, als Betriebssystem bei den Hosts kam Windows 7 zum Einsatz.

Test-Center

 

 

 

 

 

 

 

Features

Bedienbarkeit

Dokumentation

Externe Integration

Wert

 Gesamtnote

 

30%

25%

20%

15%

10%

 

VMware Workstation

10

9

9

9

9

9,3

 

 

 

 

 

 

Ausgezeichnet

 

30%

25%

20%

15%

10%

Oracle VM VirtualBox

9

8

8

7

8

8,2

 

 

 

 

 

 

Sehr gut

VMware Workstation

VMware Workstation ist ein erstklassiger VM-Host. Alle Funktionen wurden mit Liebe zum Detail integriert. Die Version 9 unterstützt Windows 8 und USB 3.0, beinhaltet verbesserte Grafik-Treiber sowie OpenGL-Unterstützung für Linux. Des Weiteren sind verschachtelte Virtualisierungen von Hyper-V möglich, ferner gibt es eine Reihe entfernter Steuerungsmöglichkeiten, die die Verwaltung von virtuellen Rechnern verbessern.

VirtualBox: Sie können mittels Suchfeld oben links in der Bibliothek nach VMs suchen.
Vergrößern VirtualBox: Sie können mittels Suchfeld oben links in der Bibliothek nach VMs suchen.

Nachdem Sie das Programm gestartet haben, können Sie via Tastaturkürzel eine neue virtuelle Maschine erstellen, eine bestehende Maschine hochfahren und Voreinstellungen festlegen. Des Weiteren wird die Bibliothek von bestehenden VMs im linken Fensterbereich aufgeführt und lässt sich bequem mittels Eingabe durchsuchen.

Wenn Sie eine neue VM-Workstation mit einem Installationsmedium, auf dem verschiedene Betriebssysteme vorhanden sind, konfigurieren, erkennt die Workstation automatisch das verwendete Betriebssystem. Ferner fordert die Maschine selbstständig die OS-relevante Informationen zur Konfiguration an. Das sind beispielsweise der Produkt-Key für Windows und die eingesetzte Windows-Version. Es wird zudem ein Standard-Benutzerkonto mit dem entsprechenden Passwort abgefragt, um das Setup so durchzuführen, dass der User nicht eingreifen muss.

Auf der VM wird zusätzlich das Gastsystem installiert, welches das direkte Kopieren und Einfügen von Dateien zwischen Host und Gast ermöglicht. Mittel dem Unity-Modus können einzelne Fenster aus virtuellen Umgebungen entnommen und auf dem Host-Desktop direkt verwendet werden. Zu beachten gilt, dass Unity nur auf lokale VMs funktioniert und nicht auf solche, die aus einer Remote-Instanz stammen.

Ein weiteres mächtiges Integration-Feature ist die Möglichkeit ein virtuelles Laufwerk mit einem Laufwerksbuchstaben auf dem Host abzubilden, so dass Dateien automatisch oder außerhalb dieser Laufwerke von Hand kopiert werden können. Beachten Sie, dass die Laufwerke nur bei ausgeschalteter virtueller Maschine Abbildungen erstellen können, um Inkonsistenzen zu vermeiden.

VMware Workstation unterstützt Sie bei der Erstellung von Snapshots von VMs. Sie erhalten eine sehr gute Übersicht über alle angefertigten Schnappschüsse und von solchen, die Sie gerade verwenden. Hierdurch wird es schwieriger, Snapshots versehentlich zu löschen oder zur falschen Momentaufnahme zu springen. Des Weiteren hilft die AutoProtect-Funktion automatische Snapshots der laufenden VM zu festgelegten Zeitabständen sowie beim Herunterfahren zu erstellen.

VMware Workstation: Die Virtualisierung einer physischen Maschine ist nur durch externe Produkte möglich.
Vergrößern VMware Workstation: Die Virtualisierung einer physischen Maschine ist nur durch externe Produkte möglich.

VMs lassen sich auch aus der Ferne über das Open-Source-VNS-Protokoll steuern oder können von mehreren VMware-Workstation-Benutzern gemeinsam aus dem gleichem Netzwerk genutzt werden. Virtuelle Maschinen können als eine Instanz oder aus einer Instanz von VMware vSphere hochgeladen werden. Zusätzlich gibt es eine „Capture movie“-Funktion mit der Sie Demos, Dokumentationen und Übergabeprotokolle als Audio sowie Video von bestimmten VMs erstellen können.

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