Der Trick mit der schaltbaren Steckerleiste funktioniert bei Tintenstrahldruckern meist nicht! Denn hier stehen der Stromersparnis erhöhte Tintenkosten gegenüber.
Schuld daran ist die Reinigung des Druckkopfes. Sie findet zwar grundsätzlich regelmäßig statt. Während sie aber im Normalfall, etwa nach einer Scheinaus-Phase, nur oberflächlich abläuft, fällt sie nach einem echten Off (Trennung vom Stromnetz) teils unverhältnismäßig gründlich aus. Mit der Intensität des Durchspülens steigt der damit verbundene Tintenverlust. In der Regel übertreffen diese Mehrkosten die Einsparungen durch geringere Leerlaufverluste. Unserer Erfahrung nach liegt der Verbrauch im Scheinauszustand nämlich immer unter 6 Watt (entspricht 7,88 Euro pro Jahr).
Falls Sie Ihren Tintenstrahldrucker dennoch per Schalterleiste vom Stromnetz trennen möchten, sollten Sie ihn unbedingt zuvor am Gerät selbst ausschalten: Wenn Sie ihm unvermittelt den Stromhahn zudrehen, ist der Druckkopf unter Umständen noch nicht versiegelt und trocknet aus.
Tipp: Trennen Sie Tintenstrahldrucker während Ihrer Arbeitspausen besser nicht vom Stromnetz. Sie können aber zumindest dafür sorgen, dass der Drucker verhältnismäßig schnell in den Scheinausmodus übergeht. In der Regel finden Sie die entsprechende Funktion im Druckertreiber, bei Canon beispielsweise unter „Wartung“. Wir empfehlen eine Aktivierungszeit von 20 bis 30 Minuten.
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