13.04.2012, 14:55

Ines Walke-Chomjakov

Drucker-Kauf

Tinte oder Laser: Den richtigen Drucker finden

Tinte oder Toner: Tipps zum richtigen Drucker

Wer einen Drucker braucht, muss wählen: Tinte oder Laser. Mit diesen Tipps finden Sie den passenden Drucker und haben die Folgekosten im Griff.
Ist der alte Drucker kaputt, muss es meist schnell gehen mit der Neuanschaffung. Wer nicht gerade ein Spezialgerät etwa einen Thermosublimationsdrucker benötigt, entscheidet zwischen den wesentlichen Drucktechniken Tintenstrahl und Laser. Jedes Druckverfahren hat seine Stärken und Schwächen. Abgesehen von Qualität und Tempo, bestimmt die Wahl der Technik mit, wie teuer Ihnen das Gerät im Unterhalt kommt.

Seitenpreise bei Tinte oder Toner

Ein Laser ist nicht unbedingt günstiger in den Seitenkosten als ein Tintenstrahldrucker, obwohl sich diese Auffassung hartnäckig hält. Seit sich die Druckerhersteller auf ISO-Normen geeinigt haben, um die Reichweiten der Druckerkartuschen zu ermitteln, sind auch die Seitenkosten trotz unterschiedlicher Technik besser vergleichbar.
Die Ergebnisse aus den PC-WELT-Tests zeigen: Gerade im Farbdruck kommt Ihnen Inkjettechnik oft günstiger. Die Seitenpreise gehen etwa bei den Multifunktionsgeräten aus den Tests von 3,0 bis 10 Cent. Eine Farbseite aus dem Farblaser kostet dagegen zwischen 12,2 und 19,2 Cent.
Auch im Seitenpreis für eine Textseite ist Inkjet oft günstiger, als man erwartet. Betrachten wir die Drucker und Multifunktionsgeräte aus den Tests, liegen die Kosten für eine Textseite zwischen 1,0 und 6,5 Cent. Allerdings ist das Gros der Lasergeräte im Textdruck günstiger: Die Seitenpreise reichen von 1,0 bis 5,2 Cent.
Vergleichstest: Die aktuell besten Schwarzweiß- und Farblaserdrucker
 
Achtung Startertoner: Gerade bei Laserdruckern ist zu beachten, dass die Kartuschen im Lieferumfang oft nicht vollständig gefüllt sind. Der Inhalt dieser Starter-Kartuschen garantiert zwar die Inbetriebnahme des Druckers, reicht jedoch in der Regel nur für ein paar hundert Seiten aus. Gerade günstige Farblaserdrucker und –multifunktionsgeräte haben Startertoner, die auf 500 bis 750 Seiten ausgelegt sind.
 
Vergleichstest: Die aktuell besten Farblaser-Multifunktionsgeräte
Je mehr Sie drucken, desto größer sollten die Reichweiten der Kartuschen sein, denn dadurch senken Sie die Kosten pro Ausdruck. Checken Sie ab, ob es für den gewünschten Drucker auch Kartuschen mit hohen Füllmengen gibt. Drucken Sie hingegen nur gelegentlich, bedenken Sie, dass Tinte eintrocknen kann, während Toner bei richtiger Lagerung nichts von seiner Qualität einbüßt. Gerade für Wenignutzer kann ein Laserdrucker auf lange Sicht die günstigere Variante sein. Alternativ können Sie auch Drittanbieter-Kartuschen in Betracht ziehen. Sie sind wesentlich günstiger als die Originalpatronen der Hersteller. In der Regel ist der Qualitätsverlust der Ausdrucke verschmerzbar. Achten Sie jedoch auf die Herstellerbedingungen für Ihr Tinten- oder Lasergerät. Bei manchen Herstellern erlischt die Garantie, wenn Drittanbieter-Kartuschen im Einsatz waren.

Stromverbrauch: Laser energiehungriger als Tinte

Geht es um den Energiebedarf im Druckbetrieb, ist ein Tintenstrahldrucker in jedem Fall genügsamer als ein Laserdrucker. Den meisten Strom verbraucht der Laserdrucker im Textmodus. Der Grund: Hier erreicht er das höchste Tempo, was die Druckmechanik richtig fordert und den Energiebedarf in die Höhe treibt.
 
Doch der Stromverbrauch im Betrieb ist auf Dauer weniger entscheidend als die Leistungsaufnahme, wenn der Drucker auf den nächsten Auftrag wartet. Schließlich nutzen Sie den Drucker ja nicht ständig. Die meisten Drucker haben inzwischen zwei Modi – Ruhe und Energiesparen. Je länger Sie das Gerät nicht nutzen, desto weniger Strom verbraucht es. Das ist einerseits gut für Geldbeutel und Umwelt. Andererseits büßen Sie an Reaktionszeit ein. Denn wird ein Drucker im Energiesparmodus angesprochen, muss er erst wieder auf Betriebstemperatur kommen, bevor er den Ausdruck anfertigen kann. Bei Lasergeräten macht sich diese Zeitverzögerung deutlich bemerkbar als bei Tintenmodellen.
Im Energiesparen sind die Geräte deutlich besser geworden, wie die Werte aus den Tests zeigen. Selbst Drucker und Multifunktionsgeräte, die Laser- oder LED-Technik nutzen, verbrauchen im Energiesparmodus zwischen 1,0 und 8,7 Watt. Das Mittelfeld ist bei 4 bis 5 Watt angesiedelt. Tintengeräte, die per USB am PC angeschlossen sind, können sogar nach kurzer Zeit ganz auf Strom übers Stromkabel verzichten. Ihnen reicht dann die Energie aus, die sie über den USB-Anschluss fließt.

Diese Ausstattung sollte der Drucker mitbringen

Achten Sie darauf, dass Sie einen Drucker mit der Ausstattung kaufen, die Sie tatsächlich benötigen: Denn das Nachrüsten ist stets teuer und bei vielen Modellen gar nicht möglich. So lässt sich etwa Arbeitsspeicher – wenn überhaupt – nur bei Bürodruckern (vornehmlich Laser) aufstocken. Auch wenn Sie Druckersprachen wie Postscript 3 oder PCL 6 benötigen, sollte der Drucker sie von Anfang an mitbringen. Eine Duplex-Einheit zum automatischen Bedrucken von Vorder- und Rückseite eines Blattes ist nicht für jeden Drucker optional erhältlich. Zusätzliche Papierkassetten finden sich üblicherweise erst bei Druckern, die auf einen hohen Durchsatz im Büroumfeld ausgelegt sind. Und Sonderwünsche wie eine CD-Druck-Funktion oder ein Vorschau-Display erfüllen nur bestimmte Drucker-Modelle. Ein späteres Nachrüsten ist in diesen Fällen schlicht ausgeschlossen.
Smartes Drucken per WLAN
Egal, ob Laser oder Tinte - alle Drucker haben einen USB-Anschluss. Der Ethernet-Port ist eher bei Laserdruckern zu finden, da man hier davon ausgeht, dass mehrere Anwender übers Netzwerk auf den Drucker zugreifen. Im Heimbereich sind Pictbridge-USB sowie Speicherkarteneinschübe populär. Immer mehr Lasergeräte machen es den Tintenvarianten nach und bringen als Drahtlosschnittstelle WLAN mit. Derzeit wird fast ausschließlich WiFi 802.11n verbaut. Ältere Module finden sich kaum noch.
Per WLAN lassen sich viele aktuelle Geräte mit dem Internet verbinden und „smart“ ansteuern. Ganz ohne Treiber drucken sie auch dann, wenn der Auftrag von einem Tablet-PC oder Smartphone kommt. Voraussetzung: Alle Geräte befinden sich in demselben WLAN. Zum Ausdruck kommen Sie über verschiedene Wege: per App, per E-Mail oder Dienste wie Apple AirPrint oder Google CloudPrint. Weitere Cloud-Dienste bieten die einzelnen Druckerhersteller an. Hier liegen Nachrichten, Wetterinfos und Dokumente bereit, die Sie direkt über Ihren Drucker abrufen und ausdrucken können. Gerade die Tinten- und Lasergeräte, die für zu Hause oder das Heimbüro gedacht sind, bringen vermehrt Smart-Funktionen mit. Dabei spielt es keine Rolle, ob diese Geräte Tintenstahl- oder Lasertechnik nutzen.
 
Fazit: Laser oder Tinte – die Technik muss zum Einsatz passen
Die Druckerwahl wird leichter, wenn man weiß, was man druckt. Wer in erster Linie Texte druckt und auf Farbe verzichten kann, nimmt einen Schwarzweißlaserdrucker. Er ist immer noch unterreicht, wenn es um Buchstabenschärfe und gute Schwarzdeckung geht. Suchen Sie einen Drucker fürs Büro, der Grafiken und Präsentationen in leuchtenden Farben ausgibt, gleichzeitig aber auch bei umfangreichen Textdokumenten nicht in die Knie geht, ist der Farblaser der Drucker Ihrer Wahl. Suchen Sie einen Allrounder, der für die Steuererklärung genauso wie für das randlose Foto einsetzbar ist, kommt nur ein Tintenstrahldrucker in Frage. Denn ohne Rand kann kein Laser drucken.
Bei Inkjet haben sich Multifunktionsgeräte durchgesetzt. Sie drucken, scannen und kopieren. Manche können auch faxen. Die Druckwerke sind sehr ausgereift und zuverlässig. Gleichzeitig liegen die Gerätepreise nicht mehr höher als bei reinen Druckern. Letztere machen nur noch Sinn, wenn es um spezielle Anwendungen geht wie etwa den professionellen Fotodruck, bei dem jede Farbnuance wichtiger ist als etwa die Höhe des Seitenpreises.
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