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Festtinte

28.02.2008 | 14:05 Uhr |

Anstelle von Toner oder Tinte nutzen Geräte auf Basis der Festtinten-Technik Wachswürfel zum Drucken. Lesen Sie, wie Solid Ink funktioniert.Von Ralph Novak/iwc

Wer bei einem Festtintendrucker Farbe nachfüllt, fühlt sich an seine Kindheit erinnert – zumindest wenn Bauklötzchen dazu gehört haben. Statt Tonerkartusche oder Tintenpatrone steckt die Farbe in kleinen Wachswürfeln, die durch eine Schablone in den Drucker gelangen.

Die Wachswürfel, deswegen auch die Bezeichnung Festtinte (Solid Ink), werden über ein Heizelement abgeschmolzen. Das Auftragen der vier Druckfarben (Cyan, Magenta, Yellow und Black) auf die mit einer hauchdünnen Silikonölschicht versehene Trommel passiert simultan. Eine Anpressrolle drückt das Papier auf die Trommel. So gelangt das Wachs auf das Druckmedium. Die Trommel wird nach der Farbübertragung von einer Reinigungsrolle gesäubert – siehe Grafik.

Vorteile der Festtintentechnik
Die Drucktechnik ist umweltfreundlich. Es fällt weder Tonerstaub noch großartiger Verpackungsmüll beim Verbrauchsmaterial an. Die Wachsklötzchen stecken in handlichen Pappschachteln. Sind sie verbraucht, bleibt kein Rest zurück, der aufwändig recycelt und dazu erst einmal transportiert werden müsste.

Außerdem ist das Druckwerk im Vergleich zu Farblaserdruckern sehr simpel aufgebaut. Deshalb fallen weniger Verschleißteile an. In der Praxis muss nur das Wartungskit alle 30 000 Seiten ausgewechselt werden.

Die Festtinte ist nicht wie normale Tinte wasserlöslich, Solid-Ink-Drucke eignen sich also auch für den Außenbereich. Der größte Vorteil ist aber die kinderleichte Bedienung – selbst im laufenden Betrieb können die Wachsklötzchen in den Drucker gegeben werden.

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