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Drei WLAN-Tipps für Windows-Rechner

20.08.2013 | 10:09 Uhr |

Mit den richtigen Tipps holen Sie mehr aus der WLAN-Verbindung Ihres Windows-Rechners heraus. Wir zeigen, wie Sie Ihren PC in einen WLAN-Router verwandlen, wie Sie sicher in öffentlichen WLANs surfen und wie Sie Ihr WLAN einfach überwachen.

Das eigene WLAN lässt sich dank der WPA-2-Verschlüsselung moderner Router gut gegen IT-Einbrecher schützen. Doch wenn Sie Ihr Notebook auch mal unterwegs im Hotel oder einem anderen WLAN einloggen, dann ist diese Funkverbindung in der Regel nicht verschlüsselt. Oft können alle Teilnehmer des Netzes Ihre gesendeten Daten mitlesen.

1. Sicher surfen in fremden WLANs

Gegen solche Spione schützen Sie sich effektiv über eine VPN-Verbindung (Virtual Private Network). Dafür benötigen Sie ein kleines VPN-Programm auf Ihrem PC. Dieses baut dann eine verschlüsselte Verbindung zu einem zugehörigen VPN-Dienst im Internet auf. Ihr gesamter Datenverkehr vom PC bis zu diesem Dienst (VPN-Server) läuft über diese geschützte Verbindung. Die Teilnehmer des unverschlüsselten WLANs bekommen von Ihren Daten nichts mehr zu sehen.

Gratis-Schutz mit dem Tool Wifi-Protector: Installieren sie das kostenlose Programm Wifi-Protector . Der zugehörige VPN-Dienst finanziert sich in der Gratis-Variante über Werbung. Diese erscheint in eigenen Tabs Ihres Standard-Browsers. Wer diese Werbung vermeiden möchte, muss 5 Dollar pro Monate für den Dienst zahlen.

Die Handhabung des Programms ist ganz einfach: Nach dem Start des englischsprachigen Programms müssen Sie einmalig „Get Protected“ drücken. Von da an startet das Tool immer dann eine geschützte VPN-Verbindung, sobald der Rechner eine WLAN-Verbindung aufbaut. Möchten Sie den Dienst stoppen, klicken Sie auf „Stop Protection“. Über „Remove Ads“ öffnen Sie eine Internetseite, auf der Sie die Vollversion des Dienstes gegen eine monatliche Gebühr von 5 Dollar kaufen können.

Über den Knopf „Get Protected“ in dem Programm Wifi-Protector starten Sie eine verschlüsselte VPN-Verbindung zu einem VPN-Dienst im Internet. So überbrücken Sie zum Beispiel eine unsicherer WLAN-Verbindung in einem Hotel.
Vergrößern Über den Knopf „Get Protected“ in dem Programm Wifi-Protector starten Sie eine verschlüsselte VPN-Verbindung zu einem VPN-Dienst im Internet. So überbrücken Sie zum Beispiel eine unsicherer WLAN-Verbindung in einem Hotel.

In unsren Tests der kostenlosen Version schwankte die verfügbare Übertragungs-Geschwindigkeit übrigens stark. Zu manchen Zeiten war ein fast verzögerungsfreies Surfen auf Websites kein Problem, manchmal aber dauerte der Aufbau einer Site alleine schon eine halbe Ewigkeit.

2. Kabelloses Netzwerk einfach überwachen

Die WLAN-Verbindung vom PC zum DSL-WLAN-Router lässt sich meist einfach über die Eingabe des WLAN-Schlüssels herstellen. Doch fehlt in Windows ein Tool, mit dem sich dann das WLAN selbst überwachen lässt.

Kanalübersicht: Abhilfe schaffen hier Programme wie die englischsprachige Freeware Wifiinfo View . Sie zeigt Details zu ihrem wie zu allen anderen WLANs in der Umgebung an. So finden Sie den Kanal mit dem geringsten Traffic. Wenn Sie auf „Options -> Channels Summary Mode“ klicken, erscheint eine übersichtliche Liste der belegten Kanäle, verbunden mit der Angabe, wie viele Funknetze die jeweilige Frequenz benutzen und wie hoch deren maximale Signalqualität ist. Sollten alle Kanäle, die Ihr Router unterstützt, belegt sein, klicken Sie auf die Spaltenüberschrift „Counter“, um die Liste absteigend nach der Anzahl der Funknetze zu sortieren. Nun sehen Sie auf einen Blick, welche Kanäle am wenigsten belegt sind und stellen Ihren WLAN-Router auf einen davon ein. Sollten mehrere Kanäle annähernd gleich stark belegt sein, geben Sie demjenigen den Vorzug, bei dem die Signalqualität der fremden Funknetze (Spalte „Max Signal Quality“) am geringsten ist.

Die Software Wifi-Protector zeigt Ihnen alle Geräte an, die sich in Ihrem WLAN angemeldet haben.
Vergrößern Die Software Wifi-Protector zeigt Ihnen alle Geräte an, die sich in Ihrem WLAN angemeldet haben.

Im WLAN angemeldete Geräte sehen: Wenn Sie wissen möchten, welche Geräte in Ihrem WLAN eingebucht sind, können Sie übrigens auch das Programm Wifi-Protector aus Punkt 2 nutzen. Bei einem Klick auf „View wi-fi networks“ zeigt es Ihnen alle angemeldeten Netzwerkteilnehmer an. So sehen Sie schnell, ob sich außer Ihren Geräten noch weitere im Netzwerk befinden.

3. Windows als WLAN-Router

Microsoft hat in Windows ab der Version 7 Home Premium die Software für einen kleinen WLAN-Router eingebaut. Das ist etwa dann praktisch, wenn Ihr Notebook per UMTS-Stick online geht und Sie über diese Verbindung weitere Geräte ins Internet bringen wollen. Sie können mit dem Trick auch die Reichweite Ihres WLAN zuhause erweitern, etwa wenn das WLAN des DSL-Routers bis zu Ihrem PC reicht, aber nicht in den nächsten Raum hinein. Voraussetzung ist natürlich eine eingebaute WLAN-Karte im oder ein WLAN-Stick am PC.

Persönlicher WLAN-Hotspot – so geht’s: Installieren Sie die Freeware MyPublicWifi . Starten Sie zunächst den Rechner neu und dann das Programm MyPublicWifi über die rechte Maustaste mit Administratorrechten. Um das Tool zukünftig auch beim normalen Doppelklick auf das Icon als Admin zu starten, wählen Sie im Kontextmenü „Eigenschaften -> Erweitert -> Als Administrator ausführen“.

In MyPublicWifi aktivieren Sie auf der Registerkarte „Management“ Deutsch als Sprache. Hier lässt sich auch eine Filesharing-Sperre aktivieren, die für Nutzer Ihres persönlichen Hotspots gilt und gängige P2P-Protokolle deaktiviert. Außerdem können Sie einstellen, dass MyPublicWifi bei jedem Windows-Start automatisch ausgeführt wird. Zudem können Sie hier die die Hardware-Adressen („MAC-Adressen“) der WLAN-Adapter der anderen Nutzer eingeben. So behalten Sie die Kontrolle über alle Geräte, die mit-surfen dürfen.

Auf der Registerkarte „Einstellung“ sollten Sie unbedingt den Standard-Netzwerkschlüssel (WLAN-Passwort) „12345678“ in einen deutlich längeren und komplexeren ändern. Auch den Namen des WLANs (SSID) sollten Sie individualisieren, um nicht Konflikte mit anderen My-Public-Wifi-Nutzern in der Nachbarschaft hervorzurufen, die die Kennung nicht geändert haben. Klicken Sie dazu auf „Stop Hotspot“, ändern Sie die Daten und wählen Sie „Hotspot einrichten und starten“. Die Registerkarte „Clients“ gibt Auskunft über die mit dem Hotspot verbundenen Geräte.

Von anderen Geräten aus verbinden Sie sich Sie mit dem My-Public-Wifi-Hotspot wie mit jedem anderen WLAN auch. Wichtig ist, dass die Geräte, mit denen Sie zugreifen möchten, die Verschlüsselungsmethode WPA2-PSK mit AES unterstützen. Ansonsten schlägt die Verbindung fehl. Als Netzwerkschlüssel geben Sie den ein, den Sie in MyPublicWifi festgelegt haben.

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