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Die Abzocker lauern gleich um die Ecke

13.09.2010 | 12:08 Uhr |

Freeware kostenlos zum Download - wo gibt es denn sowas? Fast überall, nur auf einigen Websites nicht, die ausdrücklich damit werben. Wir zeigen Ihnen versteckte Abo-Fallen, die Sie bis zu 200 Euro kosten können.

Der Weg in die nächste Download-Abo-Falle ist erschreckend kurz, sie lauert gleich um die Ecke. Sie rufen über das Sucheingabefeld in Ihrem Browser Ihre Lieblingssuchmaschine auf, um etwa nach "openoffice download" zu suchen. OpenOffice.org ist quelloffene Software (Open Source) - kostenloser geht es eigentlich nicht.

Doch zum Beispiel Microsofts Suchmaschine Bing blendet vor den eigentlichen Suchergebnissen "gesponsorte seiten" ein, farblich leicht abgesetzt. Gleich die beiden ersten von drei über das Werbenetzwerk Overture dort eingeblendeten Links führen direkt in die Abo-Falle. "SoftWareloads24" und "Jackloads" locken mit Versprechen wie "Open Office in Deutsch jetzt herunterladen. Sofort, Sicher & Virenfrei!" und "Jetzt Openoffice herunterladen Virenfrei, Sicher & Sofort!".

Abo-Falle bei Top-of-Software
Vergrößern Abo-Falle bei Top-of-Software
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Auf beiden Websites, die auf dem selben Server und derselben IP-Adresse in Dänemark liegen, wird in großer Schrift "DAS UMFANGREICHE OFFICEPAKET" angepriesen. Also: "EINFACH ANMELDEN UND OPENOFFICE HERUNTERLADEN" - aber erst ein paar persönliche Angaben machen: komplette Wohnanschrift, Geburtsdatum, Mail-Adresse. Noch ein Häkchen bei "Ich akzeptiere die AGB" machen, dann endlich auf den großen Button "ANMELDEN UND ZUM DOWNLOAD" klicken.

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