Wenn in Ihrem PC mehrere Festplatten vorhanden sind, können Sie ein RAID-System einrichten. Dabei haben Sie die Wahl zwischen deutlich mehr Tempo und Schutz vor Datenverlust. Wenn die Geschwindigkeit für Sie ausschlaggebend ist, dann wählen Sie ein RAID 0-System: Hier greift der PC gleichzeitig auf zwei oder mehrere Festplatten zu, die in einem Verbund arbeiten. Dabei verteilt der Raid-Controller die Daten gleichmäßig auf die Festplatten. Im Idealfall sind Festplatten im Raid-0-Verbund fast doppelt so schnell wie Laufwerke, die getrennt arbeiten.
Legen Sie dagegen Wert auf Datensicherheit, dann ist RAID 1 die richtige Wahl für Sie. Hier schreibt ein spezieller Raid-Controller die Daten simultan auf zwei Platten, so dass beim Ausfall einer Platte jederzeit eine 1:1-Kopie Ihrer Daten auf der zweiten Platte zur Verfügung steht. Voraussetzung für diese Lösung ist eine zweite Festplatte und eben ein Raid-Controller. Der Nachteil dieser Lösung: Sie schützt nur gegen einen Festplatten-Crash. Wenn ein Virus Daten löscht oder sie durch einen Anwenderfehler verloren gehen, sind sie auf beiden Platten weg.
Bei einer Erweiterung des RAID-Systems ist allerdings jeweils die doppelte Laufwerkskapazität erforderlich. Die Schreibzugriffe erfolgen selbst im Idealfall nur gleich schnell wie bei Einzellaufwerken. Damit eignet sich Mirroring vor allem für Systeme, auf denen wichtige Daten zum hauptsächlichen Lesezugriff vorgehalten werden.
Übrigens: Sie können die Vorteile von Raid 0 und Raid 1 auch kombinieren. Das heißt dann Raid 5. Der RAID-Betrieb ist jedoch vor allem bei Servern üblich, bei Heim-PCs dürften die meisten Anwender mit einer klassischen Backup-Lösung besser fahren. Diese stellen wir Ihnen zusammen mit dafür geeigneter Freeware auf der nächsten Seite vor.
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