Festplatte
Die Festplatte ist für die Spiele-Performance nicht ganz so wichtig. Momentan werden Platten mit Rotationsgeschwindigkeiten von 5400 und 7200 U/min verbaut. 7200er sind leistungsfähiger, aber meist auch lauter und wärmer. Interessanter ist da eher die Kapazität der Festplatte: Je größer sie ist, desto mehr Spiele können installiert sein und man muss nicht wegen jedem neuen Spiel alte Spiele deinstallieren.
Eine Besonderheit sind die momentan aufkommenden SSDs, die Solid State Disks. Diese Flash-Speicherlaufwerke sind vom Prinzip her große USB-Sticks im Festplattenformat. Sie sind - vor allem in der Leseleistung - sehr schnell, lautlos, energieeffizient und dank fehlender mechanischer Teile unempfindlich gegen Vibrationen und Stöße. Sie haben im Vergleich zu konventionellen Festplatten allerdings ein Größenproblem: Momentan setzen sich langsam 64 GByte große SSDs durch, der nächste künftige Schritt geht dann Richtung in Richtung 128 GByte. Die in den allermeisten Notebooks verbauten konventionellen HDDs haben dagegen in der Regel Kapazitäten zwischen 120 und 500 GByte und sind deutlich günstiger.
Sound
Die allermeisten Notebooks greifen auf im Chipsatz integrierte Audio-Lösungen zurück. Die reichen zwar aus, unterstützen in der Regel hardwareseitig aber beispielsweise keine Spezialeffekte wie EAX & Co. Für Hardcore-Gamer, die echten Surround-Sound mit realistischen Sound-Effekten genießen wollen, gibt es aber externe Zusatzlösungen.
Die Audio-Ausgabe ist ein ganz anderes Thema. Zwar verbaut jedes Notebook mindestens zwei Stereo-Lautsprecher, aber die Qualität der kleinen Quäker ist in der Regel mies. Selbst hochwertigere integrierte Sound-Lösungen, die zum Teil aus bis zu vier Speakern und einem im Unterboden integrierten Mini-Subwoofer bestehen, können einem Desktop-Sound-System logischerweise nicht das Wasser reichen. Wer zu Hause zocken will, sollte ordentliche Lautsprecher anschließen. Für Fans des Multiplayer- oder Team-Play-Genres und für alle, die mobil spielen wollen, empfehlen sich aber ordentliche Kopfhörer beziehungsweise ein gutes Headset, mit dem man beim Spielen mit seinen Team-Spielern kommunizieren kann.
Display
Oft übersehen, aber ganz wichtig fürs Spielen: Das Display. Notebooks integrieren durch die Bank LCDs. Diese Flüssigkristallbildschirme haben aber bauartbedingt den Nachteil einer so genannten nativen Auflösung. In den meisten 15.4-Zoll-Notebooks findet man beispielsweise WXGA-Displays, die eine Auflösung von 1280 x 800 Bildpunkten bieten. Im Gegensatz zu einem Röhrenmonitor ist diese Auflösung fix: Die Bilddarstellung wird in der Tat durch 1.024.000 Schaltelemente (1280 * 800) mit je drei Subpixeln in den Primärfarben - also insgesamt 3.072.000 Schaltelemente - gebildet, die direkt angesprochen und ein- oder ausgeschaltet werden.
In der nativen Auflösung ist das Bild glasklar, im Alltag gibt es keine Probleme. Aber wenn man ein Spiel hat, was beispielsweise nur 1024 x 768 und 1600 x 1200 Pixel unterstützt, muss man auf die 1024er Auflösung heruntergehen - denn die 1.600er schafft das Display ja nicht. Ist ja an sich kein Problem. Aber um die 1024er Auflösung fahren zu können, bräuchte das Display für eine saubere Darstellung auch exakt 1024 x 768 Pixel á 3 Subpixel - die hat es aber nicht. Also muss es interpolieren - und das Ergebnis ist ein im Vergleich zur nativen Auflösung verschwommenes Bild.
Mittlerweile unterstützen zwar immer mehr Spiele für Widescreen-Notebooks typische 16:10-Auflösungen wie 1280 x 800, 1440 x 900, 1680 x 1050 und 1920 x 1200 Bildpunkte, aber eine Garantie gibt es nicht. In Sachen Kompatibilität ist daher ein klassisches 4:3-Display mit 1600 x 1200 Bildpunkten die bessere Wahl - das muss man heutzutage allerdings erst mal bekommen.
Wer die Kaufentscheidung bis ins Extrem treiben will, kann sich im Vorfeld noch über den Panel-Typ des verbauten Displays informieren, was jedoch in der Regel äußerst schwierig ist. Einige wenige Hersteller geben zumindest die Schaltgeschwindigkeit an. Hier gilt: Je niedriger, desto besser. Bei einem Display mit 8 ms Reaktionszeit sind Schlieren und Nachzieheffekte bei schnellen Bewegungen wesentlich unwahrscheinlicher als bei einem 25-ms-Display.
Sonstiges
Wenn Sie die Möglichkeit haben, sich Ihr Wunschgerät live anzuschauen, dann nutzen Sie sie. Achten Sie hierbei vor allem auf die Wärmeentwicklung im Betrieb - die Handballenauflagen mancher Notebooks werden geradezu unverschämt heiß - sowie auf Lautstärke, Display-Helligkeit und Bauhöhe. Beim Zocken eines Ego-Shooters ist das Betriebsgeräusch des Notebooks vielleicht egal - aber sicher nicht beim ganztägigen Arbeiten mit Office-Anwendungen. Die Display-Helligkeit sollte individuell angenehm sein und mindestens zwischen 100 und 150 cd/qm liegen. Zu hell ist auf Dauer schädlich für die Augen. Aber "zu hell" kann man herunterregeln - "zu dunkel" dagegen nicht heraufsetzen. Die Bauhöhe bei aufgeklapptem Display ist insofern interessant, da sie die Haltung der Hände bestimmt. Wenn das Notebook beispielsweise bei aufgeklapptem Display immer noch 4 Zentimeter hoch ist, sind Schmerzen in den Unterarmen und Händen vorprogrammiert.
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