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Profi-Tipps für bessere Fotos

21.09.2007 | 09:52 Uhr |

In Ihrer Kamera sind viele praktische Funktionen versteckt, mit denen Sie schnell und einfach knackige Fotos schießen. Die nötigen Praxiskniffe vermittelt Ihnen dieser Artikel

Besondere Belichtung: Gewitteraufnahmen bekommen Sie am besten durch die Langzeitbelichtung in den Griff
Vergrößern Besondere Belichtung: Gewitteraufnahmen bekommen Sie am besten durch die Langzeitbelichtung in den Griff
© 2014

Knips, knips, knips – so einfach soll das Fotografieren mit Digitalkameras sein. Wer aber mit dieser Einstellung auf Fotosafari geht, wird mit zahlreichen Hürden zu kämpfen haben und spätestens nach der Rückkehr enttäuscht feststellen, dass viele Bilder unscharf oder falsch belichtet sind. Wir zeigen Ihnen mit einfachen Tipps, wie Sie mit einer Kamera voller gelungener Fotos zurückkommen.

Wer schon einmal versucht hat, bei einem Gewitter den Blitz in einem Foto festzuhalten, der weiß, dass die gewöhnliche Kamera-Automatik keine befriedigende Belichtung ermöglicht. Grund: Die von der Automatik gewählte Verschlusszeit ist viel zu kurz.

Voraussetzungen: Damit Gewitterbilder gelingen, muss Ihre Kamera eine Möglichkeit zur Langzeitbelichtung bieten. Von Langzeitbelichtung wird ab einer Aufnahmezeit von mehreren Sekunden gesprochen. Manche Kompaktkameras bieten ein entsprechendes Programm an, viele digitale Spiegelreflexkameras verfügen sogar über einen Spezialmodus mit der Bezeichnung „Blub“. Dabei bleibt der Verschluss so lange geöffnet, wie Sie den Auslöser gedrückt halten. Doch Vorsicht: Sie benötigen einen Fernauslöser, um die Belichtung durch das Betätigen des Auslösers nicht zu verwackeln.

Aufnahme: Die Kamera muss während der gesamten Belichtung absolut erschütterungsfrei gelagert werden. Montieren Sie die Kamera deshalb unbedingt auf ein Stativ. Richten Sie das Objektiv in die Richtung aus, in der Blitze zu erwarten sind, und wählen Sie eine Weitwinkeleinstellung. Als Blende stellen Sie F 4 oder F 5,6 ein. Je länger Sie übrigens belichten, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass während der Belichtungszeit ein Blitz erscheint.

Belichtungskorrektur gezielt durchführen

Helle Flächen bei Sonnenschein und blauem Himmel geben ein interessantes Motiv ab, das vor allem durch das Spiel der Schatten beeindruckt. Digitalkameras meistern solche aufnahmen mit Voll-, Blenden- oder Zeitautomatik ordentlich, neigen jedoch wegen der weißen Schneeflächen zur Unterbelichtung. Bei grellem Licht verengt das menschliche Auge die Pupille. Und ähnlich schließt die Kamera die Blende bei hellen Objekten im Sonnenlicht stärker oder ermittelt eine kürzere Belichtungszeit. Ob das bei Ihnen der Fall ist, beurteilen Sie auf dem Display im Histogramm. Stellen Sie eine Unterbelichtung fest, stellen Sie eine Belichtungskorrektur von einem halben oder ganzen Lichtwert ein, und nehmen das Motiv nochmals auf.

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