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Bessere Fotos mit Bordmitteln

24.09.2007 | 09:30 Uhr |

Bislang war mit dem Auslösen das Foto meist fertig im Kasten. Doch immer mehr Kameras bieten Funktionen, um das Bild zu optimieren - nach der Aufnahme oder währenddessen.

Viele Hersteller bauen in ihre aktuellen Kameramodelle Funktionen ein, die Aufnahmen direkt in der Kamera optimieren sollen. Dazu gehören Rote-Augen-Korrektur, Rauschunterdrückung und spezielle Autofokus-Modi. Unter Namen wie „D-Lighting“ (Nikon) oder „Adaptive Lighting“ (HP) findet man Funktionen zum Belichtungsausgleich. Mit all diesen Verfahren lassen sich Bilder nach der Aufnahme direkt in der Kamera verbessern.

Fujifilm bietet mit seiner „Real Photo Technology“ statt einzelner Funktionen gleich ein ganzes System. Bildsensor, Prozessor und Objektiv sind speziell aufeinander abgestimmt und holen schon während der Aufnahme das Beste aus Motiv und Lichtverhältnissen heraus.

Wir beschreiben, was für Möglichkeiten die heutigen Kompaktkameras mitbringen. Welche Funktionen ein bestimmtes Modell hat, fragen Sie am besten den Händler.

Beim Entfernen des Rote-Augen-Effekts in der Kamera greifen alle Hersteller auf ähnliche Korrekturverfahren zurück. Bis auf eine HP-Variante lassen sie sich erst nach der Aufnahme einsetzen und funktionieren nicht bei Bildern, die von einer anderen Digitalkamera stammen.

Nikons Rote-Augen-Korrektur beispielsweise überprüft bei jedem Bild, das Sie mit Vorblitz gemacht haben, ob dennoch rote Augen im Bild entstanden sind. Sollte das der Fall sein, korrigiert sie diese automatisch, indem sie den roten Farbanteil des Auges entfernt. Diese Funktion haben beispielsweise die Coolpix L3 und 4 sowie die Coolpix S6 und P4.

HP bietet die „Red Eye Reduction“-Technik an, die unter anderem die Photosmart-Kameras R717, R727, R817 und R927 unterstützen. Die Funktion kommt in zwei Varianten: Bei der „herkömmlichen“ Rote-Augen-Korrektur bestimmen Sie selbst, ob Sie sie wollen, und lösen sie per Knopfdruck aus. Die automatische Rote-Augen-Retusche („Red-Eye-Removal“) unterbindet dagegen den Effekt direkt bei jeder Aufnahme.
Die Technik, die hinter beiden Versionen steckt, ist dieselbe: Ein von HP entwickelter Algorithmus ermittelt alle roten Stellen im Bild. Dann startet eine Testserie mit rund 60 Kriterien, die feststellt, ob es sich bei den roten Bereichen um Augen handelt. Hat die Kamera rote Bereiche als Augen identifiziert, entfernt sie den roten Farbton.

Pentax stattet unter anderem die Optio W10 mit einer Rote-Augen-Korrektur aus. Sie entfernt den störenden Effekt auf Knopfdruck nach der Aufnahme. Wenn Sie zur Sicherheit das Originalbild behalten möchten, können Sie es über das Bedienmenü schützen und das korrigierte Bild mit dem Befehl „Speichern als“ sichern. Auflösung und Qualität bleiben dabei erhalten.

Auch Hersteller Olympus stattet einige seiner Kameras mit einer Funktion aus, die rote Augen retuschiert. Sie lässt sich beispielsweise bei der Mju 700 nach der Aufnahme per Knopfdruck durchführen.

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