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Diese Konsolen kommen 2013

05.02.2013 | 09:09 Uhr |

In diesem Jahr erwarten uns so viele neue Spiele-Plattformen wie noch nie zuvor. Doch nicht nur die großen Zugpferde wie Xbox 720, PlayStation 4 oder Wii U wollen den Markt dominieren. Mit auf Android basierenden Konsolen, der Steam Box oder interessanten Streaming-Lösungen wird die Welt des Gamings 2013 noch vielfältiger.

Die neue Xbox

Noch immer beziehen sich alle Details zur dritten Ausgabe von Microsofts Spielkonsole Xbox lediglich auf Spekulationen. Selbst der Name der neuen Hardware steht noch nicht fest, gehandelt wird die Konsole unter Oban, Xbox 720 oder schlicht Xbox.

Aus unterschiedlichen Quellen stammen hingegen die angeblichen Spezifikationen der Hardware: So kommt voraussichtlich eine AMD-CPU mit acht Kernen und einer Taktung von 1,6 GHz pro Kern zum Einsatz. Dieser steht eine Grafikeinheit zur Seite, die aus der Radeon HD 8000er Reihe stammen soll. Ein Kern sowie ein GB der verbauten acht GB DDR3 RAM sollen jedoch permanent vom Betriebssystem der neuen Xbox beansprucht werden. Dieses dürfte den gleichen Kernel wie Windows 8 verwenden und für große Erleichterung bei der Entwicklung sorgen. Spiele lassen sich über ein verbautes Blu-ray-Laufwerk oder über die 640 GB Festplatte nutzen.

Spekuliert wird zudem über eine verbesserte Version der Bewegungssteuerung Kinect . Die kürzlich präsentierte Technologie IllumiRoom , die das ganze Wohnzimmer zur Bühne des jeweiligen Spiels macht, bleibt vorerst wohl nur eine Zukunftsvision. Die offizielle Enthüllung der neuen Xbox wird für den Zeitraum zwischen März und Juni erwartet, in den Handel kommt die Konsole dann voraussichtlich pünktlich zum Weihnachtsgeschäft.

Die neue PlayStation

Ebenfalls noch nicht offiziell angekündigt wurde Sonys PlayStation-3-Nachfolger. Laut jüngsten Gerüchten könnte Sony aber die PlayStation 4 bereits am 20. Februar 2013 vorstellen. Die unter dem Codenamen Orbis gehandelte Hardware befindet sich Gerüchten zufolge bereits seit über zwei Jahren in der Entwicklung und soll voraussichtlich im Mai 2013 enthüllt werden. Im Vergleich zur PlayStation 3 können Käufer laut Branchen-Experten mit einem niedrigeren Einstiegspreis zwischen 350 und 400 US-Dollar rechnen. Die Veröffentlichung der PlayStation 4 plant Sony angeblich bereits für Oktober 2013.

Entgegen der Vermutung, Sony könnte mit seiner neuen Konsole ausschließlich auf digitale Spiele-Downloads setzen, soll der PS3-Nachfolger auch physische Datenträger unterstützen, möglicherweise jedoch nur neue. Wie ein Patent belegt, könnte Sonys neue Hardware erkennen, ob das eingelegte Spiel gebraucht gekauft wurde und ein Abspielen dann verweigern. Die Umsetzung dieser Sperre wäre über RFID-Bausteine möglich. Es bleibt allerdings fraglich, ob Sony seine Konsole mit derartigen Restriktionen versehen wird.

Als weitere Features werden Sprach- und Gestensteuerung, Interaktionsmöglichkeiten mit Smartphones und Tablet-PCs sowie die Unterstützung von Ultra-HD-Fernsehgeräten vermutet. Unter der Haube sollen ein Chip-Verbund aus einem AMD Quad-Core-Prozessor mit 3,2 GHz und einer AMD 8000 GPU sowie zwei bis vier GB GDDR5 RAM werkeln. Die neue PlayStation könnte außerdem über ein schnelleres Blu-ray-Laufwerk verfügen, das Discs mit 4K-Inhalten abspielt.

Hacker-Hardware Ouya

Mit Ouya erwartet uns im ersten Halbjahr eine Konsole, die auf Googles Betriebssystem Android basiert. Das große Interesse der Spieler zeigt sich darin, dass das über Kickstarter angestrebte Spendenziel von 950.000 US-Dollar bereits um das Neunfache übertroffen wurde. Der Hauptgrund dafür liegt nicht etwa in der eher bescheidenen Hardware (Tegra 3, 1 GB RAM, 8 GB Speicher), sondern in der offenen Struktur von Ouya. Die Macher setzen darauf, dass die würfelförmige Konsole von Käufern aufgeschraubt, gehackt und verändert wird. Auch bei der App-Entwicklung stehen Hobby-Programmierern alle Möglichkeiten offen, um ihre Software später allen Nutzern zur Verfügung zu stellen. Alle Spiele sollen zudem kostenlos nutzbar sein oder zumindest per Demo einen Vorgeschmack auf den finalen Kauf geben. Die Veröffentlichung von Ouya wird im März zum Preis von 100 US-Dollar erfolgen.

Valves Steam Box

Schon lange wurde über einen Einstieg von Valve in das Konsolengeschäft spekuliert. Mit seinem Download-Angebot Steam verfügt der Anbieter bereits über eine lukrative Vertriebsplattform für Spiele. Eine offizielle Enthüllung in diesem Jahr werde es wohl nicht mehr geben. Einen Vorgeschmack auf die kommende Steam Box verschafft indes Hersteller Xi3 mit seinem Piston genannten Mini-PC. Die modulare Bauweise des würfelförmigen Rechners macht ein späteres Aufrüsten möglich, trotzdem erhalten Käufer alle Vorteile einer klassischen Konsole: Anschluss an den Fernseher, unaufdringliches Design, Steuerung per Gamepad und eine bildschirmfüllende Anzeige der via Steam gekauften Spiele. Termin und Preis der Hardware stehen leider noch nicht fest.

Android-Konsole GameStick

Auch beim GameStick handelt es sich um eine auf Android basierende Hardware, die über Kickstarter finanziert wird. Durch genügend Unterstützer ist die Produktion der Konsole im USB-Stick-Format bereits gesichert. GameStick wird in den HDMI-Eingang des Fernsehers eingeklinkt, das Spieleangebot setzt sich zum Großteil aus bereits im Google Play Store verfügbaren Games zusammen, das offene Konzept ermöglicht aber auch Eigenentwicklungen. Die Steuerung erfolgt über das mitgelieferte Gamepad, in dem sich die Konsole beim Transport zu Freunden unterbringen lässt. GameStick soll im April seinen Weg zu interessierten Spielern finden. Der Preis wird bei ca. 60 Euro liegen.

Razers Gaming-Tablet Project Fiona

Hardware-Hersteller Razer richtet sich mit seinem auf Windows 8 basierenden Tablet-PC Project Fiona speziell an Gamer. Die Besonderheit: An den Seiten des Tablets sind zwei Controller befestigt, die neben Analog-Sticks auch mehrere Tasten, Force-Feedback und Beschleunigungssensoren bieten. Das Spielerlebnis auf dem Tablet-PC beschränkt sich so nicht mehr nur auf ungenaue Touchscreen-Eingaben, sondern kann präzise über die beiden Controller-Elemente gesteuert werden. Für die nötige High-End-Performance soll der integrierte Intel Core i7 Prozessor sorgen. In Kürze will Razer erste Prototypen an Entwickler ausliefern. Welche Studios Fiona unterstützen werden, steht bislang allerdings noch nicht fest.

Shield – Der Nvidia-Handheld

Die Spielkonsole Project Shield von Nvidia ist ein reines Android-Gerät, kann jedoch auch PC-Titel streamen. Die Hardware besteht aus einem Gamepad mit aufklappbarem Multitouch-Bildschirm im 5-Zoll-Format. Somit haben Shield-Besitzer nicht nur Zugriff auf Google-Play-Software, sondern können in den heimischen vier Wänden auch ihre Steam-Bibliothek auf den Handheld übertragen oder Android-Titel drahtlos zum Fernseher schicken. Unter dem recht klobig anmutenden Gehäuse werkelt ein Tegra-4-Prozessor. Dieser sorgt nicht nur für eine gute Performance, sondern soll auch stundenlangen Spielspaß mit nur einer Batterie-Ladung garantieren. Shield verfügt außerdem über ein besonders hochwertiges Soundsystem.

Nintendos Wii U

Nintendos neue Konsolen-Generation ist zwar bereits seit 30. November 2012 in Deutschland erhältlich, ob sich die Wii U als Top oder Flop entpuppt, wird sich jedoch erst in diesem Jahr zeigen. Mit Pikmin 3, Game & Wario, Wii Fit U und Dragon Quest X hat Nintendo 2013 weitere Software-Zugpferde im Programm. Ebenfalls für Europa geplant sind der Video-Dienst TVii und der Download-Store Virtual Console. Als Neuerungen werden außerdem Wii U Achievements, ein Cross-Game-Chat und Interaktionsmöglichkeiten mit dem Nintendo-Handheld 3DS erwartet. Für Bastler interessant: Hackern gelang es bereits zwei Wochen nach dem Release, die Sicherheitsmechanismen der Wii U auszuhebeln, wodurch Homebrew-Anwendungen auf der Konsole nichts mehr im Wege stehen dürfte.

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