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Diese Gratis-Tools schützen Ihre Daten

07.10.2014 | 14:05 Uhr |

Neben einem aktuellen Virenscanner sollten Sie noch zusätzliche Sicherheitsanwendungen installieren, um Ihre Daten zu schützen und Angreifer auszusperren.

Gratis-Virenscanner gibt es jede Menge. In unserem Artikel Top-Freeware für jeden PC stellen wir Ihnen AVG Free Antivirus (kostenlos für Privatbenutzer) vor. Eine gute Alternative dazu ist Avast Free Antivirus (kostenlos für den privaten, nicht aber den kommerziellen Einsatz). Die Freeware scannt Ihren Rechner oder Teile davon nach Viren, Spyware, Malware und Schädlingen, wobei sich auch externe Medien untersuchen lassen. Darüber hinaus ist es möglich, Archive in den gängigen Formaten zu durchsuchen und Webseiten auf ihre Sicherheitsstufe hin zu beurteilen. Dafür stellt das Tool Plug-ins für alle gängigen Browser bereit. Außerdem steht ein vollständiger Virenschutz zur Verfügung, der im Hintergrund aktiv ist und permanent nach Bedrohungen fahndet. Dabei umfasst der Schutz auch ein- und ausgehende Mails in verschiedenen Programmen, Downloads aus dem Internet sowie den Datenaustausch über Messenger und P2P-Clients.

Wer bei einem Virenalarm ganz auf Nummer sicher gehen möchte, der kann eine bis zu 32 MB große Datei auf Virustotal hochladen. Dort wird die Datei dann mit über 40 populären Virenscannern untersucht. Mithilfe von Virus Total Uploader gibt es auch ein Desktop-Programm zum Übertragen der Dateien auf die Virustotal-Webseite.

Zwar haben die meisten Virenscanner auch eine Erkennung von Spyware mit an Bord, es kann aber nicht schaden, ein zusätzliches Schutzprogramm zu installieren. Spybot ist ein solcher Spezialist, der verdächtige Programme findet und entfernt. Spybot erkennt auch Hijacker – also Programme, die Startseiten im Browser ändern. Es bietet zudem Schutz vor Keyloggern, Trojanern und Dialern. Sie können einstellen, dass das Tool Ihr System bei jedem Windows-Start scannen soll. Eine Registry-Überwachung ist ebenfalls enthalten.

Emsisoft Anti-Malware schützt Sie vor den Auswirkungen zahlreicher Schädlinge, die sich auf Ihrem Rechner einnisten wollen und entfernt auf Wunsch alle gefundenen Malware-Dateien. Dabei arbeitet die Sicherheits-Software auf der Jagd nach Viren, Spyware, Trojanern, Würmern und Dialern parallel mit zwei Scan-Engines.

E-Mails sind ein beliebter Transportweg für Spam, Viren und Links zu infizierten Phishing-Webseiten. Aus diesem Grund sollten Sie Outlook, Outlook Express, Windows Mail und Thunderbird mit einem entsprechenden Schutz ausstatten. Gute Dienste leistet etwa der werbefinanzierte Spamfighter , der sich in das Mailprogramm einklinkt und verdächtige Nachrichten aussortiert. Hierbei setzen die Filter auf die Erkennung typischer Muster und zusätzlich auf die Spamfighter-Gemeinschaft. Jeder Nutzer von Spamfighter hat die Möglichkeit, Spam zu melden, sodass alle anderen über acht Millionen Anwender davon profitieren. 

Desktop-Firewall
Viele Router für DSL- und Kabelzugänge integrieren eine Firewall, die Angriffe aus dem Internet erkennen und unterbinden kann. Dabei wird auch sämtlicher ein- und ausgehender Datenverkehr untersucht. Standardmäßig werden Zugriffe aus dem Internet auf die Rechner und Netzwerkgeräte im lokalen Netzwerk blockiert. Um Zugriffe aus dem Internet zu erlauben, müssen im Router die entsprechenden Ports freigegeben werden.

Wer ganz auf Nummer sicher gehen möchte, der installiert auf seinem Rechner eine Desktop-Firewall wie Online Armor Firewall . Das Programm übernimmt die Kontrolle über den gesamten Datenverkehr. Die Firewall kennt von Haus aus viele Anwendungen und richtet diese mit entsprechenden Zugriffsregeln ein. Dabei bietet Online Armor eine Anwendungskontrolle, mit der Programmstarts überwacht werden. Der Anwender muss den gewünschten Start manuell bestätigen oder blockieren.

Tipp: Die Firewall in Windows 7 wird noch besser, wenn Sie sie mit Windows 7 Firewall Control ergänzen. Nach der Installation meldet das Programm jede Anwendung, die Daten ins Internet senden will. Wenn Windows 7 Firewall Control ein Programm erkennt, das Zugriff auf das Internet fordert, schlägt es gleich eine Regel für das Programm vor, die Sie anwenden können.

100 großartige Software-Perlen

Daten sicher löschen
Das einfache Löschen von Dateien und Verzeichnissen in Windows ist nicht wirklich sicher, da die vermeintlich gelöschten Daten sich mithilfe spezieller Tools recht einfach wieder zugänglich machen lassen. Für sicherheitsbewusste Anwender gehört eine Software wie Eraser zum Pflichtprogramm. Das umfangreich ausgestattete Gratis-Tool löscht vertrauliche Dateien mit einstellbaren Überschreibmethoden, die als sicher gelten. Dateien werden umso sicherer geschreddert, je häufiger sie vom Programm überschrieben werden. Das Wiederherstellen ist danach auch mit Spezialprogrammen ausgeschlossen. Neben dem manuellen Löschen können Sie die Aktionen zudem zeitgesteuert erledigen lassen.

Wer plant, seine alte Festplatte zu verschenken, zu verkaufen oder im Müll zu entsorgen, sollte zuvor auf alle Fälle ein Werkzeug wie HD Shredder nutzen. Das Sicherheits-Tool wird auf eine CD gebrannt oder auf einen USB-Stick kopiert und als bootfähiges Medium gestartet. Benutzen Sie dann die Löschfunktionen für die Festplatte. Anschließend ist es mit herkömmlichen Tools kaum noch möglich, die Daten zu rekonstruieren, und Sie können die Medien ohne Gefahr für Ihre Privatsphäre weitergeben.

Sichere Passwörter
Nicht alle Anwender sind bei der Auswahl ihrer Passwörter besonders kreativ, sondern verwenden leicht zu erratende Begriffe oder Wörterbuch  einträge. Diese sind mithilfe spezieller Tools leicht zu knacken und stellen für gewiefte Hacker keine wirkliche Hürde dar. Recht gut funktionieren sogenannte Phrasen, mit denen man sich komplizierte Passwörter ausdenken und vor allem auch merken kann: Beispielsweise wird aus dem Satz „Max ist 10 Jahre alt und ein holländischer Schäferhund“ das Passwort „Mi10JauehS“.

Mit Password Generator lassen sich auf Knopfdruck sichere Passwörter erstellen. Sie wählen dazu die Bestandteile des neuen Passworts aus, wobei sich unter anderem Klein- und Großbuchstaben, Ziffern, Sonderzeichen und Hex-Werte einbeziehen lassen. Durch die getrennte Verwendung von Vokalen und Konsonanten sowie von einzelnen Wortsilben werden die Passwörter gut lesbar und sind einfach zu merken.

Sicher sind Passwörter jedoch lediglich dann, wenn sie in einem Safe abgelegt sind und so vor den Augen Neugieriger verborgen bleiben. Die Freeware Keepass organisiert Ihre Kennwörter in einer Ablage. Die Datenbank selbst wird mit dem Advanced Encryption Standard (AES) und dem Twofish-Algorithmus verschlüsselt – das ist nach heutigem Stand sicher. Zusätzlich können Sie das Master-Kennwort für die Datenbank als Schlüsseldatei auf einem USB-Stick ablegen. Mit Plug-ins lässt sich der Funktionsumfang erweitern, beispielsweise um den Import der in Firefox gespeicherten Passwörter.

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Nur aktuelle Software ist sichere Software

Doch wie erfährt man, ob beispielsweise neue Versionen von Quicktime, Firefox oder auch Flash existieren, in denen gefährliche Sicherheitslücken beseitigt worden sind? Nur die allerwenigsten Programme verfügen über eine automatische Update-Funktion. Abhilfe verspricht hier Secunia Personal Software Inspector . Das Gratis-Programm kennt dem Hersteller zufolge über 4200 Anwendungen. Es überprüft den PC im Hintergrund und schlägt Alarm, sobald eine neue, sicherere Version einer Software vorliegt.

Mit dem PC-WELT-Patchloader legen Sie schnell ein Update-Archiv mit allen, für Ihr Windows-System relevanten Patches an. Oder Sie brennen eine XP-, Vista- oder Windows-7-Setup-DVD, die bereits das aktuelle Service Pack und alle Updates enthält.

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